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Forum » News, Politik & Wissenschaft » ThreadKonzerne schätzen den Sozialstaat?
28.06.2008 13:53
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0 hab ich eben bei der hans böckler stiftung gefunden: http://www.boeckler.de/32014_91429.html Konzerne schätzen scheinbar nicht mehr nur die niedrigen Löhne, Infrastruktur und sicherheit bei Direktinvestitionen....!!! Da schau her? Das erwähnte Institut in Kiel gilt als liberaler think thank, die positive Aufwertung des Sozialstaates könnte also wieder Polit mainstream werden... und die Regulierung der Finanzmärkte wird angestrebt, damit das spekulieren wieder sicherer wird? Welche Interessen spielen hier mit?.... Multinationale Unternehmen schätzen den Sozialstaat Niedrigere Unternehmensteuern machen ein Land nicht notwendigerweise attraktiver für ausländische Investoren, zeigt eine Studie. Auch staatliche Sozialausgaben sind internationalen Konzernen wichtig. Denn sie sorgen für ein gutes soziales Klima. In der öffentlichen Diskussion entsteht häufig der Eindruck: Wer multinationale Unternehmen anlocken will, der muss nur kräftig die Steuern senken. Dieser Sichtweise widersprechen Holger Görg vom Kieler Institut für Weltwirtschaft sowie Hassan Molana und Catia Montagna von der Universität Dundee in Schottland. Die drei Ökonomen haben die ausländischen Direktinvestitionen in 18 hoch entwickelten Industrienationen in den Jahren 1984 bis 1998 empirisch untersucht. I hr Ergebnis: Multis sind nicht eindimensional auf die Steuerlast fixiert. Sie schauen auf das "Preis-Leistungs-Verhältn is" eines Investitionsstandortes. Die Forscher entwickelten ein Schätzmodell, um zu bestimmen, wovon internationale Direktinvestitionsströme abhängen. Sie untersuchten den Einfluss der Faktoren Marktgröße, Arbeits- und Kapitalkosten, Handelshemmnisse, Veränderungen der realen Wechselkurse, den Umfang der Staatstätigkeit, die Infrastrukturausstattung und Geldentwertung. So konnten sie zeigen, dass multinationale Unternehmen nicht zwingend dort investieren, wo die Unternehmensteuern besonders niedrig sind. Vielmehr gilt: Internationale Konzerne sehen in der Besteuerung von Unternehmensgewinnen immer dann keinen Hinderungsgrund für Investitionen, wenn sie im Gegenzug staatliche Leistungen erwarten, die ihr wirtschaftliches Umfeld verbessern. Und damit ist nicht nur die Qualität der öffentlichen Infrastruktur gemeint, also ein funktionierendes Verkehrsnetz und eine stabile Energieversorgung. Wichtig sind ihnen auch staatliche Ausgaben für soziale Zwecke. Denn diese fördern politische Stabilität und sozialen Frieden. Ebenso erhöhen sie die Leistungsmotivation der Beschäftigten sowie deren Bildung und Gesundheit, schreiben die Wissenschaftler
editiert am 28.06.2008 16:34
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