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Forum » Beziehung, Erotik & Liebe » ThreadLesbischsein in Heterobeziehung, Entscheidung
10.08.2015 11:27
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0 Mit diesem Thread möchte ich gerne die Diskussion in "Fast 9 Jahre lesarion, meine Bilanz II" fortsetzen, weil ich sie sehr interessant fand. Dass es Menschen gibt, welche sich mit nur einer Sache sozusagen identifizieren, gibt es durchaus. Das habe ich vernachlässigt und stimme Dir dahingehend auch zu. Was ich persönlich jedoch äußerst schade und auch als kleingeistig empfinde. Das Lesbischsein man sich nicht ausgesucht habe, stimmt meiner Ansicht nach nur bedingt. Zwar mag man sich den ersten Schritt (Neigung) nicht unbedingt bewusst ausgesucht haben, aber gewiss unbewusst. Ob man dieser Neigung nachgibt und ob man dem anderen Geschlecht dennoch eine Chance einräumt oder sich dieser Möglichkeit gänzlich verweigert, ist jedoch eher eine sehr bewusste Entscheidung. Die Entscheidung der TE (Karlchenaufde) mit einem Mann zusammenzusein mag eine Rückkehr zur Höhle sein, jedoch mit mehr Erkentnis, was sie von den Höhlenmenschen die nie außerhalb der Höhle waren, unterscheidet. Wobei die Frage ist, was ihre Höhle war. Es könnte genausogut auch sein, da sie sich ja als Bio-Lesbe bzeichnet, dass sie aus der Lesbenhöhle herausging und feststellte, dass es noch andere Möglichkeiten gibt. Aufgrund ihrer schlechten Erfahrung war für sie die Entscheidung mit einem Mann zusammenzusein wohl die bessere und damit nicht die zweite Wahl. Bzw. die zweite Wahl wurde dadurch zur ersten. Ob das nun der Hit ist oder nicht, ist ne andere Sache und kann nur sie allein entscheiden. Und jede hier hat dazu ihre ganz persönliche eigene Meinung. Es mag vielleicht gegen ihr natürliches Bedürfnis mit einer Frau zu verkehren sein, aber nicht gegen ihr natürliches Bedürfnis nach Liebe und Sicherheit (im Schutze der anhaltenden Beziehung), welches scheinbar das größere Bedürfnis war. Und so ist es ihre Form der Wahrheit. Ich finde den Vergleich zu Abneigungen und Vorlieben gegenüber Nahrungsmitteln mit jenen der Sexualität durchaus nicht hirnrissig oder unreflektiert. Die Ablehnung von gewissen Nahrungs-Geschmäckern ist ebenso natürlich wie jene des sexuellen Geschmacks. Sie sind angeboren, anerzogen oder entwickelten sich. Manch eine hier ist von Beginn an lesbisch oder bi gewesen, andere wurden es sozusagen aus "anerzogenen" Gründen (Missbrauchsopfer oder miese Erfahrungen mit dem Vater) und bei wieder anderen entwickelte sich das erst im Laufe des Lebens. Ebenso wie beim Geschmack von mochte noch nie Pilze, über bekam schlecht zubereitete Pilze serviert oder entdeckte den vorzüglichen Geschmack von Pilzen erst im Laufe ihres Lebens. Ich bin jedoch weiterhin auch an Gegenargumenten interessiert, weshalb es keine Entscheidung sein soll. Ebenso interessant fand ich die Diskussion über die Schuldfrage zur Halbwertszeit einer lesbischen Beziehung. Ist es jedoch nicht so, dass sobald eine Frau sowohl mit einem Mann als auch einer Frau Sex haben und eine Beziehung führen kann, sie nicht per Definition bisexuell ist? Denn was begründet die Bezeichnung der Lesbe noch, wenn eine Frau in einer Beziehung zu einem Mann lebt? Und ist eine Frau, welche sich bisher nur in Frauen verliebte, aber dennoch Sex auch mit Männern hat, nicht eine Lesbe mit heterosexueller Neigung? Oder ist sie bisexuell, reduziert den Mann jedoch lediglich auf den Sex, den ihr eine Frau in dieser Form bisher nicht geben konnte?
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