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Liebe als Begegnung mit einem erdachten Bilde


09.12.2004 16:08
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sich zu verlieben ist eine emotionale leistung,die eine lange geschichte hinter sich hat, ehe sie erfüllt wird. verliebt zu sein ist jedenfalls auffallender als die vorangegangenen prozesse, die im dunklen untergrund der menschlichen seele vor sich gehen und die entwicklung der liebe ermöglichen.

man ist bewegt von einem gewissen gefühl der sehnsucht, der unruhe und der unzufriedenheit.man ist sich dieses zustandes nicht bewusst.
es liegt nicht an den äußeren umständen(z.b. Arbeit/häusliche situation), es ist die unzufriedenheit mit sich selber.

es fängt mit einem leichten unbehagen an bis zu drängender not, von einer kaum bemerkbaren unruhe bis zu emotionalen katastrophen...

LIEBE ist die Flucht vor sich selbst, ein gegenmittel des Selbsthaßes.

warum sind diese menschen mit sich selbst unzufrieden?

sie kommen sich unbewußt, betrogen und unzugänglich vor.
vergleichen zwischen dem, as sie sind, und dem, was sie sein möchten.sie fühlen sich gehindert, weil sie unbewusst fürchten, dass sie versagt haben.

dieser wunsch nach einem besseren selbst sind notwendige voraussetzungen für die entwicklung der liebe, die ein versuch ist, die selbstachtung wiederherzustellen.

Und warumsollten wir ein besseres selbst wuchen, wenn wir mit uns selbst zufrieden wären???

die leibe folgt der abneigung gegen sich selbst, der melancholie und der verzweiflung.
an der intensität der liebe können wir die stärke des gefühles persönlicher unzugänglichekeit ermessen.

wir möchten also einen "idealen menschen", der, der wir sein möchten...denn fast jeder mensch erfindet während der kindheit das bild eines solchen selbst "Ich-Ideal".
dieses erdachte selbst, dieser mensch, der wir nicht sind, aber gerne wären, ist nicht selbstgeschaffen und auch nicht allein das produkt induvidueller phantasie.es ist eher ein vorbild, ein wunschbild unseres selbst. später wird ein geliebter mensch diese rolle übernehmen.er erfüllt das, was WIR nicht erreichen konnten...

Sich zu verlieben heisst also:

ein bild zu erobern. das objekt wird geschaffen, ehe es erscheint, es existiert in der phantasie, ehe es in wirklichkeit auftaucht.es gibt keine liebe auf dem 1. BLICK, weil alles psychologisch vorbereitet war. sich zu verlieben heisst, dem erdachten bilde zu begegnen. dieses bild bestimmt die liebeswahl.

von Theodor Reik: geschlechter der Liebe

Psychologe,Philosoph, Literatur-und Relionswissenschaftler

er denkt genau wie ich :shock:


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09.12.2004 22:05
09.12.2004 22:00
09.12.2004 21:54
09.12.2004 16:24
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09.12.2004 16:21
09.12.2004 16:16

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