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Forum » Literatur, Kunst & Philosophie » ThreadLiteratur und Subtext
29.02.2012 13:48
HiddenNickname
0 Was man heute unter lesbischer (oder auch schwuler) Literatur findet, stellt homosexuelle Beziehungen offen dar. Gerade aus Zeiten, in denen Homosexualität noch ein größeres Tabu war und (zumindest im schwulen Fall) mitunter sogar die Strafverfolgung drohte, gibt es aber auch viele Werke, die das Thema nur andeuten und die lesbische/schwule Beziehung "zwischen den Zeilen" verstecken, ohne sie klar zu benennen. Nun wollte ich mal in die Runde fragen, wie ihr solche Bücher findet. Auch wenn ich keinesfalls auf Bücher, die das Thema offen behandeln verzichten möchte und froh bin, dass es sie heute so zahlreich gibt, muss ich zugeben, dass ich manchmal auch ganz reizvoll finde, wenn die Dinge nicht offen benannt werden und dennoch recht eindeutig zwischen den Zeilen herausschimmern. Das gilt allerdings nicht nur für Bücher, die komplett auf eine offene Behandlung des Themas verzichten. Ich finde es auch ganz spannend, wenn sich Liebende in Büchern nicht gleich nach drei Seiten eine Liebeserklärung machen, sondern sich das ganze erst langsam aufbaut und man schon lange weiß, was läuft, ehe man es schwarz auf weiß liest. Wie seht ihr das? Kann Homosexualität "zwischen den Zeilen" auch etwas reizvolles für euch sein oder bevorzugt ihr Bücher, in denen alles sofort klar auf der Hand liegt?
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