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Forum » Literatur, Kunst & Philosophie » Thread

Love is possible

04.04.2011 14:39
HiddenNickname
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Seit Monaten liegt diese Postkarte unter meinem Kopfkissen.In der Hoffnung, dass es ein bisschen wie früher ist.
In der Zeit als man nen Sorgensäckchen unter dem Kopfkissen hatte.
Vor dem Einschlafen hat man den Puppen erzählt, was einem Sorgen macht. Dann kam das Säckchen vollgepackt mit allem, was es schwer macht unters Kopfkissen und man konnte beruhigter einschlafen. Doch mit der Zeit, in der man gewachsen ist, herangewachsen ist zu einem erwachsenen Menschen ist das Säckchen zu klein geworden und die Sorgen zu groß und jetzt liegt das Säckchen irgendwo in einem Umzugskarton im Keller, der feucht ist. Die Momente, in denen man glaubt gibt es leider selten ohne Zweifel. Jedes Mal gibt man sich Mühe zu glauben, dass es doch Möglich ist. Und im nächsten Moment sieht man sich selbst zu Staub zerfallen, wenn Sätze fallen wie: Jetzt ist nicht der richtige Zeitpunkt, ich kenne keinen Menschen der so gut zu mir passt wie du, wir können ja Freunde bleiben. In den seltensten Momenten bekommt man überhaupt noch eine Erklärung dafür, dass wieder ein Mensch weg rennt, vor dem was ich so gerne festhalten möchte. Man gibt sich Mühe Selbstlos zu sein, doch das Ergebnis verändert sich nicht. Immer wieder wusste ich ganz genau, das ich die bin der es am Ende (was auch immer das Ende sein wird) das Herz zerreißt. Zu Genau, und dennoch konnte und wollte ich nicht Nein sagen. Ich wollte nicht Nein sagen zu den so winzig kleinen Sekunden, in den man verschmilzt mit der Welt, die gar nicht mehr so böse ist. Die Momente in denen jemand ganz besonderes zu dir sagt: Ich dich auch, obwohl man die drei großen Worte gar nicht in den Mund genommen hat. Das kleine bisschen Zeit in denen alles gut, alles richtig ist, obwohl man weiß, wenn ich so hoch fliege will ich nicht mehr durch die Straßen laufen. Du fehlst mir, leider immer noch. Die unzähligen Tafeln Nougatschokolade helfen nicht wirklich, verdrängen kann ich meine Gefühle nicht. Zeitweise gelingt es mir, mich und das was mir fehlt zu vergessen. Doch dann lauf ich pfeifend und unbeschwert durch diese wunderbar große Stadt, lächel der Tramfahrerin zu, die mich doch noch mitfahren lässt und im nächsten Moment sehe ich einen Menschen der mich an dich erinnert und du fehlst. Wohin willst du schon rennen, um vor dir selbst zu fliehen? Auf jeden Fall bist du zu schnell für mich. Du kamst, ich sah dich und wir beide siegten, ganz kurz nur. Viel zu kurz. Jeder kennt die Momente in denen die Welt ganz leise wird, und um einen herum bewegt sich immer schneller und man selbst kann sich nicht bewegen und bekommt fast keine Luft mehr. Und in einem zerbricht das schönste Luftschloss. Doch es bekommt keiner mit, es müsste einen großen Knall geben, eine gewaltige Explosion, die die ganze Nachbarschaft aus dem Schlaf reißt. Doch innerlich zerreißt man geräuschlos. Man fühlt die immer kleiner werdenden Scherben, aber die Lichtstrahlen erschaffen keine neuen Farben. Es wird dunkler und dunkler. Man redet sich ein, dass nur Zeit vergehen muss. Das alles wieder gut wird. Das da irgendwann ein neuer Mensch kommen wird, der alles wieder zusammensetzt oder das man es irgendwann selbst kann. Das man sich selbst retten kann. Man steigt wieder ein ins Leben, lächelt und sagt alles ist gut. Und dann doch noch ein gemeinsames Bild, ein Satz, und alles tut genauso weh wie vorher. Man geht wieder auf Partys, man flirtet und das Ego wächst wieder. Doch man kann kein ehrliches Ja mehr sagen. Es gibt keine Garantie darauf, das meine Welt wieder zu meiner Welt wird. Liebe ist möglich, ja ohne Zweifel, aber vielleicht bin ich ja einfach nicht dazu auserkoren dich zu finden. Ich hoffe jeden Tag darauf, dass die Momente in denen ich nicht daran denke, dass wir beide alles hatten, nicht mehr so oft vorbei schauen. Aber jetzt fällt das Hoffen schwer. Der letzte Satz aus dem Brief an dich, aber ich höre mit dem Wünschen nicht auf…. Das würde ich jetzt gern zurück nehmen. Ich will mir nichts mehr wünschen.


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