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Mal gute Nachrichten aus dem Iran


16.10.2009 04:08
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GUTE NACHRICHTEN AUS DEM IRAN: ZWEI MENSCHEN VOR STEINIGUNG GERETTET

Hinrichtungen von Regime-Kritikern, Steinigungen von Vergewaltigungsopfern:

Die Nachrichten, die uns aus Iran erreichen, sind häufig deprimierend.
Am 4. Oktober erhielt Mina Ahadi, die Vorsitzende des Zentralrats der Ex-Muslime und des Internationalen Komitees gegen die Todesstrafe, endlich wieder eine gute Nachricht: Gholam-Ali Eskandari und Gilan Mohammadi wurden an diesem Tag aus dem Gefängnis von Isfahan entlassen. Sechs Jahre lang hatte Ahadi zusammen mit anderen Menschenrechtsorganisationen für das Leben der beiden gekämpft, die wegen "außerehelichem Sex" in der Todeszelle saßen und auf ihre Steinigung warteten.

Mina Ahadi war nach der freudigen Botschaft,
die sie zwei Minuten nach der Freilassung der Gefangenen erhielt, überglücklich:
"Heute sehe ich mich im Spiegel - und ich habe das Gefühl, etwas jünger zu sein als gestern."

Sie ließ jedoch keinen Zweifel daran aufkommen, dass der Kampf gegen die Menschenrechtsverletzungen in Iran weiter intensiviert werden müsse: "Im Iran wurden bis heute Hunderte gesteinigt und heute sind Millionen auf der Straße gegen das islamische Regime und diese unmenschlichen Gesetze."

Seit diesem Jahr ist Mina Ahadi offiziell bei der Giordano Bruno Stiftung beschäftigt Der gbs-Vorstand gratulierte Ahadi zu ihrem erfolgreichen Engagement und versprach, nach Mitteln und Wegen zu suchen, damit sie ihre wichtige Arbeit für die Menschenrechte auch in den kommenden Jahren weiterführen kann.

Links zum Thema:

"Hallo, haben sie deine Mutter gesteinigt?“
http://hpd.de/node/7821

Bei uns gibt es manchmal auch gute Nachrichten!
http://hpd.de/node/7901

ZitatIch wurde 1956 im Iran geboren und bis zu meinem 18. Lebensjahr war dieses Wort „Steinigung“ für mich ein unbekanntes Wort. Seit 1979, seit der Machtübernahme von Islamisten im Iran, hören wir dieses Wort oft. 2001 haben wir das Internationale Komitee gegen Steinigung gegründet. Und seit diesen acht Jahren lebe ich mit Betroffenen in Gefängnissen, ich weine und zittere mit diesen Frauen, denn die meisten der Opfer sind Frauen, und ich vergrabe einen Teil von meinem Herzen, wenn eine gesteinigt wird.




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