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Forum » Literatur, Kunst & Philosophie » ThreadMelancholie der Nacht
14.10.2008 00:07
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0 Von der Schwierigkeit, zu lieben Ich hatte mir geschworen, ich würde nicht an Dich denken. Keinen einzigen Gedanken, weder die leiseste Regung, noch das kleinste Empfinden, wollte ich an Dich verschwenden. Ich wollte vergessen, wer Du bist. Dass Du bist, wollte Dich streichen aus meiner Welt. Ich sagte mir, dass ich stark genug sei, jenes unheilvolle Glühen, diese brennende Leidenschaft, das flackernde Verlangen für Dich für immer auszumerzen. Es im Keim zu ersticken, bevor es mich zu überwältigen droht. Ich war mir sicher, dass ich Dich vernichten kann. In meinem Geist, in meiner Seele und vor allem… in meinem Herzen. Ich war überzeugt, dass ich den Sieg erringen würde. Stark, stolz und erhobenen Hauptes, wollte ich an Dir vorübergehen, als seiest Du gar nicht existent. Ich wollte Dich spüren lassen, dass Du nicht wichtig bist für mich. Wollte Dir demonstrieren, dass ich auch ohne Dich glücklich sein kann. Ich wollte Deine verstörten Blicke zelebrieren, wenn Du begreifst, dass ich Dich nicht brauche. Ich wollte Dir und mir beweisen, dass ich unabhängig bin von Deiner Gunst und nicht auf Deinen Zuspruch angewiesen. Ich wollte Dir vor Augen führen, dass ich Dich nicht lieben muss. Und ich wusste, dass ich Schiffbruch erleide. Denn tief in meinem Innern, tue ich es doch.
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