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=> Missbrauch - organisierter (von Kindern)

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14.06.2019 21:26
editiert am 14.06.2019 21:30 Beitrag melden Zitatantwort
14.06.2019 22:24
HiddenNickname

Da im Eingangsbeitrag nichts als Links stehen:
Ich habe jetzt nur den ersten Link angeklickt, den Artikel nur halb gelesen. Dort geht es um ein Interview von Menschen die Opfer sexualisierter Gewalt in der Kindheit sind und daß es organisiertes Verbrechen ist, bei dem Frauen und Mütter beteiligt sind.


15.06.2019 01:56
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Zitat
Tehejekuetrheed
schrieb am 14.06.2019 um 21:26:

https://chrismon.evangeli [...] el/2019/ 43165/organisierter-missbrauch-auch-von-vaete rn-und-muettern

https://chrismon.evangeli [...] el/2017/ 33240/sexueller-missbrauch-ein-opfer-berichte t-von-den-folgen

https://chrismon.evangeli [...] el/2017/ 33784/missbrauch-kann-man-erkennen-dass-ein-k ind-missbraucht-wird

.
Hanna

Hanna, Deine Links funktionieren nicht.
Weil ich denke, dass Dir das Thema wichtig ist und die dazu gehörenden Links habe ich sie"repariert":

Organisierter Missbrauch - auch von Vätern und Müttern
Es waren viele Männer – und die Mütter
https://chrismon.evangeli [...] muettern
https://tinyurl.com/y565bjrx

Sexueller Missbrauch - ein Opfer berichtet von den Folgen
"Zieh dich aus, du Schlampe!"
https://chrismon.evangeli [...] n-folgen
https://tinyurl.com/y2h4jx8n

Missbrauch: Kann man erkennen, dass ein Kind missbraucht wird?
Kinder vor Missbrauch schützen: Das müssen Sie wissen
https://chrismon.evangeli [...] cht-wird
https://tinyurl.com/yyorf7cj



15.06.2019 02:01
HiddenNickname

https://chrismon.evangeli [...] n-folgen

Wie pervers ist das denn?? Erst von den Täter*innen:
...
Erlebt ein Mensch wiederholt etwas Grauenvolles, und ist dieser Mensch noch ein Kind, dann spaltet sich die ganze Persönlichkeit. Diese Aufspaltung werde von Tätern regelrecht provoziert, sagt die Traumatherapeutin. Das Kind wird in Todesangst versetzt, es soll erstarren – damit man mit ihm machen kann, was man will, und damit es nichts verraten kann. Je orga­nisierter die Täter, umso kundiger wird diese Spaltung erzeugt.
...

.

und dann von der gKV:
...
Die gute Nachricht: Das ist heilbar. Zuerst lernt man das Abgetrennte kennen; dann nähert man sich in kontrollierten Schrittchen dem Trauma und rekonstruiert, was passiert ist; um alles in die Gesamtpersönlichkeit zu integrieren; dann zu trauern um die zerstörte Kindheit; und schließlich die Zukunft zu ge­stalten. Hört sich hopplahopp an, dauert aber viele Jahre. Man braucht dafür sehr viel mehr Therapiestunden, als die Krankenkassen bezahlen.
...

.

D.h. es wird in der Therapie alles vervorgeholt, was die Seele abgespaltet hat um zu überleben - was "unzugängig" ist, um dann die Patient*innen auf halbem Wege im Regen stehen zu lassen, die Therapiestunden nicht mehr zu bezahlen.

:
Hanna



editiert am 15.06.2019 02:03 Beitrag melden Zitatantwort
15.06.2019 08:20
HiddenNickname

Zitat
Tehejekuetrheed
schrieb am 15.06.2019 um 02:01:

{...}



Guter Artikel, inhaltlich. Der ist auch noch besser gegliedert, (für mich) triggernde Absätze lassen sich besser überlesen.
Ich wünsche der mutigen Frau sehr, daß sie das Integrieren der gespaltenen Anteile hinbekommt.

Was über die Netzwerke geschrieben steht, finde ich sehr gut, weil es offen formuliert ist. Ohne Heimlichtuerei und Stigma und erwähnt wird, daß Helfende auch Gefahren ausgesetzt sind (siehe Beschreibungen zu Julia von Weiler im Text). Wenn in Medien von Polizei Ermittlungen bzw. Status zu Ermittlungen öffentlich gemacht wird, ist sehr häufig diese Floskel dabei, daß man nur sagen könne was eben schon bewiesen ist, wodurch Täter*Innen m.E.n. sehr viel Zeit und Schutz erhalten. An sich wichtig, um Unschuldige zu schützen! Ein Drahtseilakt. Dennoch fehlt mir sonst oft, wie auch im Artikel die Meinung von "Lea" beschrieben wird, daß es zuviel um Täter*Innen und weniger um Opfer geht. Und die Aufklärung über Netzwerke in der Öffentlichkeit, ist m.E.n. wichtig für Opfer, damit ihnen mehr geglaubt wird.

Diesbezüglich finde ich auch die Ermittlungsstatusmeldungen zum Fall von Lüdge (Prozess beginnt am 27. Juni) interessant. Zwar wird hier auch noch viel von der Polizei verbal "gedeckelt" aber es wird zumindest zugegeben, daß eben Polizeimenschen ebenfalls in solche Fälle verwickelt sein können und wenn nicht als Täter*Innen angesprochen zumindest Fahrlässigkeit erwähnt wird und entsprechend Beamte aus anderen Regionen hinzugezogen werden. Bei überregionalen Verbrechernetzwerken nicht wirklich produktiv aber wenigstens bezüglich kleinerer Netzwerke, wie sie im Text beschrieben werden, wodurch eben auch dieses eingebürgerte "Unwissen" es würde vor allem in der katholischen Kirche und in einzelnen Familien vorkommen aufgedröselt wird. Womit ich meine, daß es wichtig ist, über dieses Thema keine neuen Feindbilder zu kreieren, sondern das Problem tatsächlich anzugehen und die Netzwerke verstehen zu lernen, damit vllt. irgendwann besser Opfern geholfen oder ggf. sogar frühzeitig eingegriffen werden kann, bevor Menschen zu Opfern werden.

15.06.2019 08:32
HiddenNickname

Zitat
Tehejekuetrheed
schrieb am 15.06.2019 um 01:56:

Zitat
Tehejekuetrheed
schrieb am 14.06.2019 um 21:26:

https://chrismon.evangeli [...] el/2019/ 43165/organisierter-missbrauch-auch-von-vaete rn-und-muettern

https://chrismon.evangeli [...] el/2017/ 33240/sexueller-missbrauch-ein-opfer-berichte t-von-den-folgen

https://chrismon.evangeli [...] el/2017/ 33784/missbrauch-kann-man-erkennen-dass-ein-k ind-missbraucht-wird

.
Hanna

Hanna, Deine Links funktionieren nicht.
Weil ich denke, dass Dir das Thema wichtig ist und die dazu gehörenden Links habe ich sie"repariert":

Organisierter Missbrauch - auch von Vätern und Müttern
Es waren viele Männer – und die Mütter
https://chrismon.evangeli [...] el/2019/ 43165/organisierter-missbrauch-auch-von-vaete rn-und-muettern
https://tinyurl.com/y565bjrx

Sexueller Missbrauch - ein Opfer berichtet von den Folgen
"Zieh dich aus, du Schlampe!"
https://chrismon.evangeli [...] el/2017/ 33240/sexueller-missbrauch-ein-opfer-berichte t-von-den-folgen
https://tinyurl.com/y2h4jx8n

Missbrauch: Kann man erkennen, dass ein Kind missbraucht wird?
Kinder vor Missbrauch schützen: Das müssen Sie wissen
https://chrismon.evangeli [...] el/2017/ 33784/missbrauch-kann-man-erkennen-dass-ein-k ind-missbraucht-wird
https://tinyurl.com/yyorf7cj



zur Technik:
ich habe die Links im Eingangspost angeklickt und sie haben funktioniert.
oder hat Hanna sie inzwischen verändert ?


15.06.2019 09:38
HiddenNickname

OT:
... ich hatte am 14. Juno noch um 21:30 die Überschrift des Threads gekürzt.

Die Mitteilung von Corvuscorone erfolgte am Folgetag um 01:56 Uhr.

.

Zitat
Tehejekuetrheed
schrieb am 15.06.2019 um 02:01:

https://chrismon.evangeli [...] el/2017/ 33240/sexueller-missbrauch-ein-opfer-berichte t-von-den-folgen

Wie pervers ist das denn?? Erst von den Täter*innen:
...
Erlebt ein Mensch wiederholt etwas Grauenvolles, und ist dieser Mensch noch ein Kind, dann spaltet sich die ganze Persönlichkeit. Diese Aufspaltung werde von Tätern regelrecht provoziert, sagt die Traumatherapeutin. Das Kind wird in Todesangst versetzt, es soll erstarren – damit man mit ihm machen kann, was man will, und damit es nichts verraten kann. Je orga­nisierter die Täter, umso kundiger wird diese Spaltung erzeugt.
...

.

und dann von der gKV:
...
Die gute Nachricht: Das ist heilbar. Zuerst lernt man das Abgetrennte kennen; dann nähert man sich in kontrollierten Schrittchen dem Trauma und rekonstruiert, was passiert ist; um alles in die Gesamtpersönlichkeit zu integrieren; dann zu trauern um die zerstörte Kindheit; und schließlich die Zukunft zu ge­stalten. Hört sich hopplahopp an, dauert aber viele Jahre. Man braucht dafür sehr viel mehr Therapiestunden, als die Krankenkassen bezahlen.
...

.

D.h. es wird in der Therapie alles vervorgeholt, was die Seele abgespaltet hat um zu überleben - was "unzugängig" ist, um dann die Patient*innen auf halbem Wege im Regen stehen zu lassen, die Therapiestunden nicht mehr zu bezahlen.

:
Hanna


... das ist doch der "totale Hammer".

.

Vor allem, wenn man auf der anderen Seite bedenkt:
1 bis 2 Kinder aus 20 sollen (mehr oder minder) betroffen sein.

Viele Schweigen aus Scham und/oder weil durch die Abspaltung auch Dinge nicht (komplette) zugängig sind bzw. wären, sofern denn die psychische Kraft vorhanden wäre, Fälle zur Anzeige zu bringen.

... und in 95% von den ganz wenigen Fällen, die überhaupt zur Anzeige kommen, gehen die Täter straffrei aus dem Gerichtssaal.

.
Hanna

editiert am 15.06.2019 09:39 Beitrag melden Zitatantwort
15.06.2019 09:55
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Zitat
Tehejekuetrheed
schrieb am 15.06.2019 um 09:38:

{...}
... das ist doch der "totale Hammer".
{...}


Ja, genauso ist es Hammer, wenn Menschen, die auf einen anständigen Rollstuhl oder eine Dreirad-Fahrrad angewiesen sind keine anständigen finanziellen Unterstützungen bekommen. Das Krankenversicherungssystem ist halt insgesamt noch sehr ausbaufähig.

Mir wurde damals von meiner KV gesagt, daß es ein "Luxusgut" wäre Zeigt einfach auf, daß "die Zivilisation" noch nicht so geil ist, wie sie sich häufig darstellt. Soweit ich weiß, sind die Umstände aber etwas besser geworden und zumindest kann man, anstatt Therapie komplett zu lassen eine andere Therapieform machen, die dann wieder bezahlt wird. Ist nicht die beste Lösung aber ganz ohne Hilfe muss man nicht da stehen. Ich war zum Glück so fit, daß ich immer wieder neben Studium mal jobben konnte und habe es dann selbst finanziert. Wobei ich bei dem Artikel mit "Lea" schmunzeln musste, die Ernährungsweise aufgrund finanzieller Not ist atürlich kontraproduktiv auch für die Psyche.

Wegen solcher und vieler anderer Schicksale bin ich auch auf jeden Fall fürs Grundeinkommen, aber diese Assoziation sprengt wohl den Themenrahmen des Threads.

15.06.2019 14:36
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bitte => zum Thema ...

.
Hanna

16.06.2019 00:52
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Zitat
Tehejekuetrheed
schrieb am 15.06.2019 um 14:36:

bitte => zum Thema ...

.
Hanna


Ich habe zum Thema geschrieben. Wenn das ein Empörungsthread werden soll, denn daraus bestehen bisher deine Beiträge, auch ok, dann bin ich raus.

18.06.2019 10:05
HiddenNickname

Zitat
Tehejekuetrheed
schrieb am 15.06.2019 um 09:38:
...
Man braucht dafür sehr viel mehr Therapiestunden, als die Krankenkassen bezahlen.
...

... und in 95% von den ganz wenigen Fällen, die überhaupt zur Anzeige kommen, gehen die Täter straffrei aus dem Gerichtssaal.

.
Hanna


Zum eine wäre es sehr wichtig, eine wirkungsvolle Therapie für die Opfer zu entwickeln. Bisher läuft es mehr nach dem Prinzip 'Zeit heilt Wunden'.

Und was die Täter anbelangt wird heute in einem Artikel überlegt ob ein Rückfall-Täter in Sicherungsverwahrung kommen soll.
Ich denke zwischen dieser Möglichkeit und der drastischen Regulierung seines Hormonhaushalts sollte er entscheiden dürfen.
Auf jeden Fall muss etwas geschehen.

"Pädophiler Hilfstrainer erneut vor Gericht
... Da stellt sich schon die Frage, wer eigentlich das Risiko tragen muss, wenn eine Therapie wieder nicht erfolgreich war."


(Therapie beim Täter, Erläuterung durch mich)

Stuttgarter-Nachrichten, 18.6.19 auf Seite 15

18.06.2019 13:49
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Zitat
Tehejekuetrheed
schrieb am 18.06.2019 um 10:05:

Zitat
Tehejekuetrheed
schrieb am 15.06.2019 um 09:38:
...
Man braucht dafür sehr viel mehr Therapiestunden, als die Krankenkassen bezahlen.
...

... und in 95% von den ganz wenigen Fällen, die überhaupt zur Anzeige kommen, gehen die Täter straffrei aus dem Gerichtssaal.

.
Hanna


Zum eine wäre es sehr wichtig, eine wirkungsvolle Therapie für die Opfer zu entwickeln. Bisher läuft es mehr nach dem Prinzip 'Zeit heilt Wunden'.
...


=> siehe die Quellen (Links) und den ultra-knappen Auszug.

Das Problm sind die Schwere des Missbrauchs und die Folgen.
I.d.R.: Je schwerwiegender und langanhaltender der Missbrauch, desto:
- Stärker wird abgespalten und aufgespalten - bis zu tertiär strukturell dissoziiert.
- Stärker sind die einzelnen Persönlichkeitsanteile - die einzelnen Personen - getrennt, wissen nichts voneinander.

D.h. Therapeutisch wird bei den schweren Fällen die "schützende" Gedächnis-Blockade aufgerissen, es werden von der gKV aber nicht genügend Therapiestunden bezahlt, als dass diese aufgerissene(n) Baustelle(n) dann auch nur ansatzweise wieder geschlossen werden können.

Die Täter, sofern das insbesondere organisiert und/oder rituell erfolgt, sind so perfide diese komplette Trennung bewußt zu erzeugen. Das ist ja das, was es den Opfern so schwierig vor Gericht macht - und warum insbesondere die perversesten Täter, sofern es überhaupt zur Anklage kommt, zu 95% straffrei aus dem Gerichtssaal marschieren.

Heißt also:
Je schwerwiegender der Missbrauch, desto:
- Wahrscheinlicher, dass der/die Täter straffrei bleiben
- Sicherer ist ein Prozess eine Mammut-Belastung (das Wort "Hölle" trifft sicher zu) für das Opfer
- Mehr muß das Opfer an Eigenmitteln aufbringen, damit die durch die begonnene Therapie aufgerissenen Baustellen wieder geschlossen werden können. Durch die Kostenübernahme der gKVs ist lediglich das "Aufreißen" abgedeckt, wie auch sehr geringe Anteile des "Schließens". Das Opfer steht also "voll im Regen".

.
Hanna

editiert am 18.06.2019 15:48 Beitrag melden Zitatantwort
18.06.2019 16:29
HiddenNickname

Zitat
Tehejekuetrheed
schrieb am 18.06.2019 um 13:49:
{...}
D.h. Therapeutisch wird bei den schweren Fällen die "schützende" Gedächnis-Blockade aufgerissen,
{...}
- Mehr muß das Opfer an Eigenmitteln aufbringen, damit die durch die begonnene Therapie aufgerissenen Baustellen wieder geschlossen werden können. Durch die Kostenübernahme der gKVs ist lediglich das "Aufreißen" abgedeckt, wie auch sehr geringe Anteile des "Schließens". Das Opfer steht also "voll im Regen".

.
Hanna


Das stimmt so wie du es schreibst absolut nicht!

Therapeuten, die dafür ausgebildet sind, lassen ihre Patienten nicht "aufgerissen" im Regen stehen, weil sie das Problem mit der KV kennen.
Zum Einen wird nicht "aufgerissen", daß ist eine völlig unnötig dramatisierte Formulierung. Therapeuten reißen Verdrängungen nicht auf, sie arbeiten mit ihren Patienten*Innen an Aufarbeitung und das innerhalb der Möglichkeiten von Patienten*Innen. Natürlich kann das sehr anstrengend sein und sich Verdrängungsanteile wie "Horror" anfühlen, doch ein Thera achtet immer darauf, daß Selbstwert,-bewußtsein, etc. so weit ausgebildet ist, daß Patienten*Innen die Therapie schaffen können. Zum Anderenwird eine Therapie von Therapeuten*Innen in seltensten Fällen abprubt abgebrochen, es gibt i.d.R eine "Nachsorge". Abbrüche ohne Nachsorge durch Therapeuten*Innen oder Patienten*Innen sind meistends dadurch begründet, daß das Patienten*Innen Therapeuten*Innen-Verhältnis nicht gut funktioniert oder gar contraproduktiv für eine der beiden Seiten werden könnte.
Und auch dann steht keiner im Regen. Für Notfälle gibt es reichlich (telefonische) Anlaufstellen und für evtl. Krankschreibungen in Krisenzeiten sind Hausärzte zuständig.

Empörung ist schön und gut bei dem Thema aber in der obigen Art und Weise m.E.n. extrem contraproduktiv.

editiert am 18.06.2019 16:30 Beitrag melden Zitatantwort
18.06.2019 16:58
HiddenNickname

Zitat
Tehejekuetrheed
schrieb am 18.06.2019 um 16:29:

Zitat
Tehejekuetrheed
schrieb am 18.06.2019 um 13:49:
{...}
D.h. Therapeutisch wird bei den schweren Fällen die "schützende" Gedächnis-Blockade aufgerissen,
{...}
- Mehr muß das Opfer an Eigenmitteln aufbringen, damit die durch die begonnene Therapie aufgerissenen Baustellen wieder geschlossen werden können. Durch die Kostenübernahme der gKVs ist lediglich das "Aufreißen" abgedeckt, wie auch sehr geringe Anteile des "Schließens". Das Opfer steht also "voll im Regen".

.
Hanna


Das stimmt so wie du es schreibst absolut nicht!

Therapeuten, die dafür ausgebildet sind, lassen ihre Patienten nicht "aufgerissen" im Regen stehen, weil sie das Problem mit der KV kennen.
Zum Einen wird nicht "aufgerissen", daß ist eine völlig unnötig dramatisierte Formulierung. Therapeuten reißen Verdrängungen nicht auf, sie arbeiten mit ihren Patienten*Innen an Aufarbeitung und das innerhalb der Möglichkeiten von Patienten*Innen. Natürlich kann das sehr anstrengend sein und sich Verdrängungsanteile wie "Horror" anfühlen, doch ein Thera achtet immer darauf, daß Selbstwert,-bewußtsein, etc. so weit ausgebildet ist, daß Patienten*Innen die Therapie schaffen können. Zum Anderenwird eine Therapie von Therapeuten*Innen in seltensten Fällen abprubt abgebrochen, es gibt i.d.R eine "Nachsorge". Abbrüche ohne Nachsorge durch Therapeuten*Innen oder Patienten*Innen sind meistends dadurch begründet, daß das Patienten*Innen Therapeuten*Innen-Verhältnis nicht gut funktioniert oder gar contraproduktiv für eine der beiden Seiten werden könnte.
Und auch dann steht keiner im Regen. Für Notfälle gibt es reichlich (telefonische) Anlaufstellen und für evtl. Krankschreibungen in Krisenzeiten sind Hausärzte zuständig.

Empörung ist schön und gut bei dem Thema aber in der obigen Art und Weise m.E.n. extrem contraproduktiv.


möchte den Therapeuten sehen, der in einer Nachsorge die eine begonnene Therapie zuende führen kann. Das ist u.a. von der Frequenz und stundenumfangmäßig von der gKV nicht 'mal im Ansatz abgedeckt.

Aber es ist schön, wenn jemand meint dass die geschilderten Probleme bei dem benannten Kreis an Patientinnen & Patienten nicht bestehen würden. Andere kennen das "geeiere" um noch über irgendwelche Stiftungen, Vereine und Initiativen doch noch wenigstens ein paar wenige Stunden zu bekommen (die aber Löcher auch nicht stopfen können) nur zu gut.

Hat wohl - wie von mir geschildert - stark mit der der Klientele, der Art(en) & schwere der Folgen des Mißbrauchs zu tun.

.
Hanna


editiert am 18.06.2019 17:09 Beitrag melden Zitatantwort
18.06.2019 17:10
HiddenNickname

@ Hanna

zu deinem Beitrag 13.49h

meinst du damit, dass die Täter es quasi systematisch darauf anlegen, eine Persönlichkeitsabspaltung zu erreichen ?

Meine persönliche Meinung: das kann ich mir nicht vorstellen. Oder gibt es dazu schon Untersuchungen ?

Gut vorstellen kann ich mir allerdings, dass es passiert, weil die Täter die Missbrauchten/Betroffenen nicht in Ruhe lassen, wenn die Umstände für einen Missbrauch günstig sind

18.06.2019 17:23
HiddenNickname

Zitat
Tehejekuetrheed
schrieb am 18.06.2019 um 16:58:
{...}

möchte den Therapeuten sehen, der in einer Nachsorge die eine begonnene Therapie zuende führen kann. Das ist u.a. von der Frequenz und stundenumfangmäßig von der gKV nicht 'mal im Ansatz abgedeckt.


Sag mal, lies doch mal richtig!
Ich schrieb nicht, daß eine, im Fall von u.a. dissoziativen Problemen, nötige Langzeittherapie innerhalb von drei Jahren zu ende ist. Ich widersprach dir, daß Menschen nach drei Jahren im Regen stehen gelassen werden. Das ist nämlich Schwachsinn und Desinformation. Und es regt mich auf, denn stell dir vor hier liest das eine, die grade in dieser Situation steckt. Wie wenig bewußt bist du dir darüber, was solche Desinformation bei Betroffenen anrichten kann! Hier ist Einfühlungsvermögen angebracht, nicht Skandalpressengedöns...

ZitatAber es ist schön, wenn jemand meint dass die geschilderten Probleme bei dem benannten Kreis an Patientinnen & Patienten nicht bestehen würden.

Joar, nä. Entweder echt die gute alte Lesekompetenz oder einfach mal Scheiße über andere in den Raum werfen.
Dann noch viel Spaß hier...

_________________________________

@Die Menschen die es angeht
Informiert euch lieber selbst und alles Gute!

18.06.2019 17:33
HiddenNickname

Ihr bewegt euch auf recht heiklem Gebiet.

Zum Satanismus gibt es seit 80er/90er folgende Diskussion (Quelle wiki):
In den 1980er und 1990er Jahren war in den Vereinigten Staaten die Annahme verbreitet, Kinder würden in großer Zahl von Mitgliedern satanistischer Sekten rituell missbraucht. Auslöser war 1980 der Bestseller Michelle Remembers, in dem die Autorin angab, mittels Hypnotherapie Erinnerungen an Vergewaltigungen und Folterungen zurückerlangt zu haben, die sie seit ihrem fünften Lebensjahr von Mitgliedern der Church of Satan erlitten habe.[16] 1987 schockierte ein Prozess die amerikanische Öffentlichkeit, in dem es um einen Satanistenring von 100 Lehrern und Erziehern ging, die insgesamt 360 Kinder der McMartin Preschool in Manhattan Beach, Kalifornien, missbraucht haben sollten. In der zweiten Hälfte der 1980er Jahre wurden immer mehr Fälle ritueller Gewalt an Einrichtungen der Kinderbetreuung aktenkundig: Lehrer, Sozialarbeiter, Therapeuten und Polizisten, die in Fortbildungsseminaren über rituelle Gewalt geschult worden waren, entdeckten mittels suggestiver Befragungsmethoden immer neue Fälle. Es entstand eine anti-satanistische „Moral Panic“, eine Massenhysterie, vergleichbar dem Hexenglauben des europäischen Mittelalters.[17] Die Annahme, es gäbe ein großes Netzwerk satanistischer Gruppen, die rituelle Gewalt an Kindern ausüben und jährlich bis zu 60.000 Menschen töten würden,[18] wurde von einer breiten Koalition von fundamentalistischen Christen, Feministinnen, Ärzten, Polizisten und Sozialarbeitern getragen.[19] Seitdem die Angeklagten im McMartin-Prozess wegen erwiesener Unschuld freigesprochen worden waren und der Wahrheitsgehalt von Michelle Remembers in Zweifel gezogen worden war,[20] ging der Glaube an massenhaften satanistischen Kindesmissbrauch Mitte der 1990er Jahre rasch wieder zurück. Heute werden die Berichte darüber auf Erinnerungsverfälschungen, Verschwörungstheorien und den Einfluss von Kinofilmen wie Rosemaries Baby oder Der Exorzist zurückgeführt.[21][/21][/20][/19][/18][/17] [/16]
- Bereich Verschwörungstheorien

Aber, einige wenige tapfere, feministische Personen sagen, nur weil nicht sein kann, was nicht sein darf, heißt das noch lange nichts:

https://www.michaela-hube [...] 2013.pdf

Sie auch:
http://www.vaterunserinderhölle.de/rituelle- gewalt/studien/vortrag-text/index.php

Ich erinnere mich an ein Zitat: die BRD erkennt den Satanismus für ein Zeugenschutzprogramm nicht an ... .
Tut sie das heute?

18.06.2019 17:43
HiddenNickname

@ Quilma

wir können uns nicht ständig im Therapiemodus bewegen und damit auch Verantwortung für den Missbrauch und das Handeln eines Verbrechers mit übernehmen.
Das lehne ich ab.

Ich denke, es ist eine der Aufgabe der Therapeuten, den Missbrauchten auf triggernde Situationen anzusprechen und ihm Möglichkeiten aufzuzeigen.



18.06.2019 17:54
HiddenNickname

Zitat
Tehejekuetrheed
schrieb am 18.06.2019 um 17:23:

Zitat
Tehejekuetrheed
schrieb am 18.06.2019 um 16:58:
{...}

möchte den Therapeuten sehen, der in einer Nachsorge die eine begonnene Therapie zuende führen kann. Das ist u.a. von der Frequenz und stundenumfangmäßig von der gKV nicht 'mal im Ansatz abgedeckt.


Sag mal, lies doch mal richtig!
Ich schrieb nicht, daß eine, im Fall von u.a. dissoziativen Problemen, nötige Langzeittherapie innerhalb von drei Jahren zu ende ist. Ich widersprach dir, daß Menschen nach drei Jahren im Regen stehen gelassen werden. Das ist nämlich Schwachsinn und Desinformation. Und es regt mich auf, denn stell dir vor hier liest das eine, die grade in dieser Situation steckt. Wie wenig bewußt bist du dir darüber, was solche Desinformation bei Betroffenen anrichten kann! Hier ist Einfühlungsvermögen angebracht, nicht Skandalpressengedöns...

ZitatAber es ist schön, wenn jemand meint dass die geschilderten Probleme bei dem benannten Kreis an Patientinnen & Patienten nicht bestehen würden.

Joar, nä. Entweder echt die gute alte Lesekompetenz oder einfach mal Scheiße über andere in den Raum werfen.
Dann noch viel Spaß hier...

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18.06.2019 18:21
HiddenNickname

Heute:

Im April hat der Fachkreis „Sexualisierte Gewalt in organisierten und rituellen Gewaltstrukturen“ beim Bundesfamilienministerium „Empfehlungen an Politik und Gesellschaft“ vorgelegt. Experten und Betroffene wie Sabine Weber haben diese hinter verschlossenen Türen diskutiert. Die Sozialwissenschaftlerin und Mitverfasserin Claudia Igney spricht von einem Meilenstein:

„Diese Expertise, die dort entstanden ist, enthält Empfehlungen gerade für den Bereich Prävention, Intervention, Schutz und Hilfe und Unterstützung für Betroffene, der Bereich Strafverfolgung und rechtliche Unterstützung, Aufklärung und Sensibilisierung, Fortbildung. Und wir haben lange darüber diskutiert, überhaupt auch eine Definition für diesen Bereich zu finden. Weil auch das ist ein missliches Problem, dass es international keine einheitlich gebräuchliche Definition für diesen Bereich gibt.“

https://www.deutschlandfu [...] d=418856



editiert am 18.06.2019 18:21 Beitrag melden Zitatantwort

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