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Forum » News, Politik & Wissenschaft » ThreadNein zum Afghanistankrieg
12.09.2007 10:38
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0 Die Befreiung der afghanischen Frauen stand neben der Bekämpfung des Talibanterrors auf den Fahnen der NATO-Truppen, als sie im Oktober 2001 begannen, Afghanistan zu bombardieren. Fast sechs Jahre später organisieren sich ausgerechnet Frauen gegen den Einsatz der NATO und damit auch der Bundeswehr. Im Vorfeld der Kundgebung einer bundesweiten Kampagne für den Abzug der Bundeswehr aus Afghanistan am 15. September in Berlin protestierte schon gestern die Initiative Internationale Frauenaktion am Brandenburger Tor. Die Mitglieder der Initiative leben allesamt in Berlin, stammen aber aus vielen verschiedenen Herkunftsländern. Unter anderen traten gestern eine Chilenin, eine Kamerunerin und eine US-Amerikanerin als Rednerinnen auf. Außerdem waren Bilder zu sehen, die Opfer der Kriege in Afghanistan und Irak zeigten. »Wir glauben nicht mehr daran, dass die Amerikaner die afghanischen Frauen befreien wollen«, sagte Elsa Rassbach, die selbst aus den USA stammt und Mitglied der US-Friedensinitiative »Code Pink« ist. »Wir sind die Mehrheit der deutschen Bevölkerung«, sagte Elke Zwinge-Makamizile, eine in Berlin lebende Filmemacherin. »70 Prozent lehnen mittlerweile den Krieg in Afghanistan ab.« Pünktlich zum Ende der politischen Sommerpause wollen die Frauen nun den Druck auf die Bundestagsabgeordneten erhöhen, die in Kürze über die Verlängerung beider Afghanistaneinsätze der Bundeswehr abstimmen. Dazu übergab die Gruppe gestern einen Brief der aus Afghanistan stammenden Tahera Chams an die US-Botschaft und Bundeskanzlerin Angela Merkel mit der Forderung nach dem Abzug aller Truppen aus ihrem Heimatland. »In Afghanistan herrscht immer noch die Scharia, die es Frauen nicht gestattet, sich scheiden zu lassen oder nach einer Scheidung die Kinder zu behalten«, berichtete Chams. Die Berliner Frauen werden auch am Sonnabend bei der Großdemonstration dabei sein, die mit Vertretern von mehr als 100 Organisationen ab 12 Uhr vom Roten Rathaus zur Straße des 17. Juni ziehen wird. Die Mitglieder der Frauenaktion wollen dort in Anlehnung an die »diffamierten« Demonstranten beim G 8-Gipfel als »schwarzer Block« ganz in Schwarz gekleidet mitmarschieren, sagt Zwinge-Makamizile. Wer will, darf aber auch gern in der Tracht seines Heimatlandes mitlaufen. http://www.nd-online.de/a [...] mp;IDC=5 Die aus Afghanistan stammende Tahera Chams stellte klar, daß sich durch den Militäreinsatz für die übergroße Mehrheit der Bevölkerung nichts zum Besseren gewendet hat. Die Zahl der zivilen Opfer von NATO-Bombardements sei im ersten Halbjahr 2007 bereits genauso hoch gewesen wie im gesamten Jahr 2006. Fünf Millionen Afghanen seien auf der Flucht. Insbesondere die Lage der Frauen sei nach wie vor katastrophal, sie blieben weiterhin entrechtet. Jeden Tag sterben nach Aussage von Tahera Chams in dem Land am Hindukusch 700 Kinder und 50 bis 70 Frauen aufgrund mangelnder Gesundheitsversorgung. Zwinge und Chams erinnerten daran, daß die Regierung von Präsident Hamid Karsai aus früheren Warlords und Drogenbaronen besteht, die als Kriegsverbrecher verurteilt werden müßten. Karsai selbst war viele Jahre lang führender Berater des US-Ölkonzerns UNOCAL. http://www.jungewelt.de/2 [...] /055.php >>JETZT BIS 4. OKTOBER UNTERSCHRIFTEN SAMMELN. Petition: "Kein Mandat für den Krieg in Afghanistan" Unterschriftenlisten zum Ausdruck: http://www.koop-frieden.d [...] tion.pdf Unterschriften online: http://www.schritte-zur-a [...] tion.htm Frieden für Afghanistan - Keine Verlängerung der Bundeswehreinsätze! Demonstration am 15. September in Berlin
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