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Forum » Beziehung, Erotik & Liebe » ThreadPlatonische Liebe
03.10.2012 05:16
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0 Nur für die Leute gedacht, die es interessiert, woher dieses wort kommt und wie es sich über die jahre von der zeit platons bis heute entwickelt hat..das war sehr viel und viel philosophisches bla bla...ich habe versucht es so kurz wie möglich zu halten ohne das wirklich wichtige weg zu lassen...da gab es noch andere ansichten, haben aber wieder zu der kernaussage zurück geführt... Bedeutung der Platonischen Liebe Platonische Liebe ist eine Form der Liebe, die seit der Renaissance nach dem antiken griechischen Philosophen Platon benannt wird, da die Philosophische Bedeutung der Platonischen Liebe auf seine Theorie der Liebe zurück geführt wird. Im Modernen heutigem Sprachgebrauch, hat es allerdings kaum noch etwas mit der Ursprungsbedeutung Platons zu tun. Im modernen Sprachgebrauch drückt die Bezeichnung einer Freundschaft als „platonisch“ gewöhnlich nur aus, dass die befreundeten Personen kein sexuelles Interesse aneinander haben. Dabei kommt es nur auf den Verzicht als solchen an, nicht auf eine philosophische Motivation, Begründung oder Zielsetzung, wie es ursprünglich der Fall war. Dies ist sehr bedauerlich da man in den folgenden Ausführung des Wortes Platonische Liebe sehen wird, dass es viel tiefer geht als einfach nur kein Sexuelles Interesse an einem Anderen Menschen zu haben. Einzig die Freundschaft an sich kann mit eben jenem heutigen Sprachgebrauch gleichgesetzt werden. Die Platonische Liebe geht viel tiefer und hat rein gar nichts mit Freundschaft zu tun!!!Ich war überascht und fasziniert zugleich, da eben die ursprüngle bedeutung, dass da eine philosophische motivation dahinger gesteckt hat, komplett verlohren gegangen ist ![]() Auch wenn sich die Deutung der Platonischen Liebe bis zur Heutigen Zeit geändert hat und es viel kretik gab. basiert sie dennoch immer auf dem Eros (Liebende Erotiker). So auch bei Platon. Auch bei ihm ist der Ausgangspunkt der Eros, doch auch die urprüngliche Bedeutung des Eros hat sich bis heute ein stück weit verändert bzw. gewandelt. Der wichtigste Text ist die Rede des Sokrates im Symposion. In diese Ausführungen sind die Grundlagen bzw. ist der Kern dessen zu finden, was Platons Liebeskonzept ausmacht. Da Platon der Auffassung ist, dass sich das Wesentliche durch bloße Argumentation nicht ausreichend erfassen und ausdrücken lässt, veranschaulicht er seine Deutung des Phänomens Liebe auch mittels Mythen. In Diesem Fall bezieht er sich auf den Mythos der Kugelmenschen. Dem Mythos zufolge hatten die Menschen ursprünglich kugelförmige Rümpfe sowie vier Hände und Füße und zwei Gesichter auf einem Kopf. In ihrem Übermut wollten sie den Himmel stürmen. Dafür bestrafte sie Zeus, indem er jeden von ihnen in zwei Hälften zerlegte. Diese Hälften sind die heutigen Menschen. Sie leiden unter ihrer Unvollständigkeit; jeder sucht die verlorene andere Hälfte. Die Sehnsucht nach der verlorenen. Ganzheit zeigt sich in Gestalt des erotischen Begehrens, das auf Vereinigung abzielt. Manche Kugelmenschen hatten zwei männliche Hälften, andere zwei weibliche, wiederum andere eine männliche und eine weibliche. Je nach dieser ursprünglichen Beschaffenheit des ganzen Wesens weisen dessen getrennte Hälften eine heterosexuelle oder homosexuelle Veranlagung auf. Dieser Mythos deutet auf einen Kernbestandteil der platonischen Liebestheorie, die Erklärung des Eros als Mangelphänomen. Das erotische Begehren wird als Wunsch nach Behebung eines Mangels und nach Erlangung von Ganzheit oder Vollkommenheit interpretiert. Nach Platon ist wahre Liebe, die von „sexuellem“ Interesse freie Liebe, der lediglich diese Gesinnung zu Grunde liegt, nur unter „Gleichen“ möglich. „Gleiche“ sind Individuen, die über gleiche Rechte und gleichen Status verfügen (können). Da Frauen und Männer zu der zeit nicht die gleichen rechte und gesinnung hatten, war die platonische liebe seiner meinung nach nur zwischen zwei männern möglich. Sokrates, der später zu Wort kommt, greift den angesprochenen Gesichtspunkt des Mangels auf und vertieft ihn. Er erzählt ebenfalls einen Mythos. Nach dieser Bedeutung, wurde der Eros bei einem Festmal der Götter gezeugt. Seine Mutter Penia, die personifizierte Armut, kam als Bettlerin zu dem Mahl und traf dort den betrunkenen Poros („Wegfinder“). Poros ist die Personifikation der Findigkeit, die stets einen Ausweg findet und den Weg zu Fülle und Reichtum bahnt. Ihm fehlt aber, wie seine Betrunkenheit andeutet, die Fähigkeit des Maßhaltens. Um ihre Bedürftigkeit auszugleichen, wollte Penia von ihm ein Kind empfangen. So kam es zur Zeugung des Eros. In seinem Naturell verbindet Eros die Eigenschaften seines Vaters mit denen seiner Mutter. Von der Mutter hat er das Prinzip des Mangels geerbt, daher ist er arm und unansehnlich, barfuß und obdachlos. Vom Vater hat er seine Tatkraft und Schlauheit, seine Zauberkunst und die starke Neigung zum Schönen und Guten, die ihn antreibt. Da die Weisheit zum Schönen zählt, ist er auch ein Philosoph („Weisheitsliebender“). Ihm fehlt Einsicht, doch strebt er eifrig danach, da er sich dieses Mangels bewusst ist. Auch in diesem Mythos wird der Liebende unter dem Gesichtspunkt seiner Mangelhaftigkeit ins Auge gefasst. Er leidet unter seiner Bedürftigkeit und setzt als Liebender Erotiker seinen ganzen Erfindungsreichtum ein, um sie zu beheben. Sein Name steht für den Impuls zur Vervollkommenheit, der die Menschen zur Höherentwicklung antreibt. Sokrates betont, dass Eros den Menschen veredle und dessen bester Helfer sei. Daher solle man ihn und alles, was zur Erotik gehört, ehren und sich auf diesem Gebiet üben. Eine besondere Stärke erreicht die erotische Anziehungskraft, wenn die begehrte Person nicht nur körperlich schön ist, sondern auch seelisch, also tugendhaft. In der Jugend soll man sich schönen Körpern zuwenden und dabei erkennen, dass es nicht um die Vorzüge eines bestimmten Körpers geht, sondern um die körperliche Schönheit an sich, die in allen schönen Körpern dieselbe ist. Später wird man sich der seelischen Schönheit zuwenden, die man zunächst in einer bestimmten Person wahrnimmt. Daher richtet sich nun die Liebe auf diese Person, auch wenn sie äußerlich unansehnlich ist. Das führt zu einer Ausrichtung auf die Ethik; der Liebende entdeckt das Schöne in schönen Handlungen. Dabei erhält er Gelegenheit zu entdecken, dass auch im geistig-seelischen Bereich die Schönheit nicht an etwas Einzelnes gebunden ist, sondern etwas Allgemeines ist, das sich jeweils im Besonderen zeigt. Von da aus gelangt der Liebende zur höchsten Erkenntnisstufe. Dort kommt es nicht mehr auf einzelne Tugenden oder auf einzelne schöne Taten oder Einsichten an, sondern auf Schönheit im allgemeinsten und umfassendsten Sinne: die vollkommene und unwandelbare Schönheit schlechthin!!Der Durchbruch zur Wahrnehmung des Urschönen. Wer dies erlebt hat, ist am Ziel der erotischen Mühen angelangt. Der Bedürftigkeit, die ihn anfangs nur zur körperlichen Erscheinungsformen des Schönen getrieben hat, ist er entwachsen. „Kurz Gesagt...das angestrebte Ziel des Eros ist der aufstieg zum Schlechthin Schönen. Und das so lange, bis sich der Blick im allerhöchsten Maße dem inneren dem schlechthin schönen zuwendet...und bis zum vordringen des schlechthin Guten.“ Später kam dann eine Weitere Sichtweise des Eros hinzu...in dieser Sichtweise wurde der Eros (Liebende Erotiker) in zwei verschiedene Arten Erotischer Liebe Unterteilt. Der eine strebt allein nach der Vertrautheit, dem Urschönen und der Vollkommenen Verbundenheit mit seinem gegenüber....Er sieht in seinem gegenüber einzig die vollkommene Schönheit von innen heraus...mit allem was dazu gehört. Es wurde auch als streben nach Gottähnlichkeit beschrieben...da er eben all diese atribute wie reinheit, schönheit und vollkommenheit verkörpert. Der andere strebt die gleichen ziele an mit dem Unterschied, auch etwas hervorbringen zu wollen. Auch er strebt nach dem Urschönen und der Vollkommenen Verbundenheit mit seinem gegenüber, jedoch auch mit dem Wunsch der körperlichen Verbundenheit durch Intimitäten. Zuletzt dann hier die endgültige über viele jahrhunderte und von vielen philosophen diskutierte und kritisierte deutung der Liebe, und der Platonischen Liebe, die wie gesagt komplett verlohren gegangen ist, in der heutigen zeit so nicht mehr existiert, aber ursprünglich so gedacht war... Liebe... Jener Eros (Liebende Erotiker) strebt nach der vollkommenen Verbundenheit sowohl seelisch als auch Körperlich. Genau wie der Platonisch Liebende, eben nur mit dem unterschied, dass er Körperlichkeit und Intimitäten wünscht. Platonische Liebe... Jener Platonisch Liebende Eros (Liebende Erotiker), strebt allein nach der Vertrautheit, dem Urschönen und der Vollkommenen Verbundenheit mit seinem gegenüber....Er sieht in seinem gegenüber einzig die vollkommene Schönheit von innen heraus...mit allem was dazu gehört. Ohne den Wunsch und drang nach Fleischlichen gelüsten.
editiert am 03.10.2012 12:56
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