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Punktsieg im Kampf der Geschlechter


05.09.2005 13:51
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Punktsieg im Kampf der Geschlechter
Ein weiterer Riss im Bild des Mannes

Stellen Sie sich folgende Szene vor: Die A 1 - irgendwo zwischen Dortmund und Köln. Die Bahn ist so voll, wie sie es nun einmal immer ist (also sehr voll), Sie sitzen auf dem Beifahrersitz eines größeren Mittelklassewagens (also mit ordentlich PS unter der Haube) und Ihr Fahrer (natürlich männlich) hat mal wieder vergessen, dass es neben Kupplung und Gas noch ein drittes Pedal in den Untiefen des Fußraumes gibt ("Wer bremst verliert!". Und so rasen Sie mit 220 Sachen hinein in den Kölner Abendhimmel. Das Ganze selbstverständlich links blinkend, rechts überholend und - na klar! - immer schön dicht am Vordermann mit Dauerlichthupe (Har! Har!). Jede Kritik Ihrerseits wird dankend angenommen - mit unwilligem Schnauben und Blicken, die töten könnten.

Es sind diese Momente, in denen einem krampfhaft das Bein zuckt und man sich einen Fahrschulwagen mit diesen äußerst praktischen Bremspedalen unter dem Beifahrersitz herbeisehnt. Leider bleibt es beim Wunsch, serienmäßig gibt es das nämlich nicht. Um das Elend wenigstens nicht sehen zu müssen, bleibt nicht viel anderes übrig, als die Augen zu schließen und sich Gott zu empfehlen. Kaum aber sind Sie im willkommenen Dämmerland versunken, reißt Sie abruptes Abbremsen und ein Wutschrei aus dem Schlaf: "Frau am Steuer!" ist noch der netteste Kommentar, wenn er rechts vorbeizieht und böseste Blicke abschießt.
Britische Studie versus persönliche Empirie

So oder so ähnlich geht es wohl jeden Tag auf deutschen Autobahnen zu - und stets sind sich die Herren der Schöpfung sicher, ganz sicher, dass sie wenigstens noch am Steuer die Hosen anhaben. Das Fahrercockpit ist eines der letzten Refugien der Männner, denn das Frauen nicht fahren können, lernt man(n) schließlich schon in der Fahrschule, beim Bund und überhaupt: Es gibt ja sowas wie persönliche Empirie. (Das gilt übrigens auch für Fahrzeuge mit bestimmten Kennzeichen. Unfähigkeit am Steuer scheint auch eine geographische Verdichtung zu erfahren.)

Dass es mit der gefühlten Statistik leider nicht so weit her ist, beweist jetzt die Studie eines britischen Autoversicherers. 1200 Fahrerinnen und Fahrer wurden getestet und voilà: Frauen sind die besseren Autofahrer. Sie verursachen weniger Schäden, bekommen weniger Knöllchen wegen Raserei, gehen geringere Risiken ein und schätzen Risiken besser ein als die Männer, so der Befund.

Auf der Suche nach dem perfekten Fahrer wurden bei der simulierten Fahrt durch eine normale Stadt Faktoren wie Reaktionsgeschwindigkeit, Risikobereitschaft, aggressives, ungeduldiges oder umsichtiges Fahren bewertet. Für schlechtes Fahren gab es Minuspunkte. Der Chef der Versicherung sagte anschließend: "Wir glauben alle, dass wir gute Fahrer sind. Aber sicher zu fahren, ist doch schwerer als gedacht."

Damit allerdings ist die Schmach noch nicht vorbei: Die Untersuchung kam nämlich außerdem zu dem Schluss, dass die Damen auch noch die besseren Kartenleser sind - wo Mann doch weiß, dass Frauen null Orientierungssinn haben...

http://www.tagesschau.de/ [...] ,00.html

Na, ob das für die Lesarion-Frauen zutrifft?



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05.09.2005 23:58
05.09.2005 14:24
05.09.2005 14:10

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