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Rauchfrei in die Zukunft...

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13.07.2019 16:14
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Moin allerseits,

ich beabsichtige, weniger... im besten Fall, gar nicht mehr zu rauchen.
Derzeit rauche ich ca. 15 Zigaretten am Tag, schaffe es aber auch - wenn erforderlich - nur 5 am Tag zu rauchen.

Im Grunde frage ich mich schon lange, warum ich es nicht einfach sein lassen kann... gebe aber zu, dass ich auch gerne rauche.

Der gesundheitliche Aspekt ist mir natürlich vollständig bekannt, genau wie auch, dass es eine Frage der inneren Einstellung und mentalen Programmierung ist.

Meine Frage hier an euch: Wer hat Erfahrungen mit Nicotinell Kaugummis gemacht? Unterstützen die tatsächlich oder machen die alles nur noch verkrampfter?

Gerne kann dieser Thread auch für individuelle Erfahrungsberichte zur Raucherentwöhnung genutzt werden. Ich wäre jedoch dankbar, wenn sich Nichtraucher mit der Aufklärung über Nebenwirkungen des Rauchens zurückhalten, da diese hinlänglich bekannt sind und oft kein Antrieb zum Aufhören sind.

Vielen Dank und liebe Grüße
Anna

editiert am 13.07.2019 16:16 Beitrag melden Zitatantwort
13.07.2019 16:30
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Ich selbst habe noch nie geraucht aber in unserem erweiterten Familienumfeld haben in den letzten anderthalb Jahren 5 Personen das Rauchen durch Hypnose beendet. Wie ich gehört habe, ist das eine Sitzung und man ist rauchfrei.
War wohl auch so, dass eine angefangen hatte und dann ihre Erfahrungen weiter gegeben hatte an die anderen Raucher.

13.07.2019 16:51
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Vielleicht die ekel-fotos auf den Schachteln ganz bewusst anzusehen anstatt sie abzudecken?
OK als Nichtraucherin kann ich nicht wirklich mitreden.

13.07.2019 17:19
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Meine Partnerin hat Krebs bekommen (und überlebt),

wir haben aus diesem Anlass beide aufgehört mit dem Rauchen.

Ich habe 2 Schachteln am Tag gerne geraucht und problemlos aufgehört, weil es einen guten Grund gab.
Das ist wohl das wichtigste beim Aufhören, dieser gute Grund.

Denn Rauchen macht Spaß und manche werden damit sehr alt.

13.07.2019 17:30
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Zitat
Tehejekuetrheed
schrieb am 13.07.2019 um 16:51:

Vielleicht die ekel-fotos auf den Schachteln ganz bewusst anzusehen anstatt sie abzudecken?
OK als Nichtraucherin kann ich nicht wirklich mitreden.


Die sind eher das, was man früher klassischerweise als "Schwarze Magie" bezeichnet hat - eine Programmierung - die Gedanken in eine bestimmte Richtung lenken und Ungutes damit verknüpfen und damit entsprechende Geschehnisse herbei wirken. Bei Sucht geht es nicht (und ging es auch vorher noch nie) um Vernunft. Sonst wäre es keine Sucht.

Ich rauche jetzt 10 Jahre nicht mehr. Vorher mengenmäßig 3 Schachteln am Tag. Man kann also behaupten: Ich habe es mir ordentlich gegeben - typisch für mich - was ich mache, mache ich richtig oder gar nich Mein Konsum hatte GAR NICHTS mit Vernunft zu tun - noch dazu, weil ich seit der Geburt Asthma habe Nein, es war auch kein Selbstzerstörungsprogramm, auch wenn das so aussieht... es hatte seine psychische Funktion - nämlich die des Separierens und Abfederns eines Innenlebens, das auf Außenleben traf. Was mir zu nahe ging - ob positiv oder negativ - war so abzudämpfen.... der Zwischenraum war mit Rauch zu füllen und zu benebeln... es hat meine eigenen Dinge von mir entfernt. Der Begriff Sucht sucht ist daher nicht unwahr für mein Erleben.

Gefühlte 120 Mal habe ich versucht, das sein zu lassen - hatte es auch für ein halbes Jahr schon geschafft gehabt, aber ich war noch nicht so weit und habe noch 6 weitere Jahre gebraucht, bis ich dann körperlich so weit war zu erleben, dass der Gewinn/der Nutzen daran immer weniger wurde im Hinblick auf die Beschwerden, die dadurch entstanden.

Pflaster, Kaugummi und der ganze Kram haben für mein Empfinden das Leiden hinaus gezogen und mir den Gewinn an der Plagerei des Entzugs genommen: Das absolute Sauberfühlen des Körpers. Was mich am Ende so hart angenervt hat, waren aber nicht wirklich die gesundheitlichen Gründe: Es war das Gefühl von Abhängigkeit. Sucht war der Grund, wieso ich mich bei mistigstem Wetter aufs Rad schwang und notfalls auch nachts zur Tanke fuhr, um Stoff zu organisieren.... der Grund wieso ich nicht in Ruhe irgendwo sitzen konnte und das Essen genießen, ohne irgendwann nach dem Nikotin-Kick zu zappeln und überhaupt mich permanent um irgendwas zu kümmern, ohne das ich nicht leben konnte-wollte. Das war mir letztendlich der Grund, wieso ich es dann sein lassen konnte. Da man einen starken Willen braucht, braucht es auch einen starken Grund. Ich finde, der ist für jeden was Individuelles.

Die Funktion finden, die Rauchen für einen hat und es unnötig machen ist die beste Rauchentwöhnung, die ich kenne.



editiert am 13.07.2019 18:00 Beitrag melden Zitatantwort
13.07.2019 17:36
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Mein Vater hat von seinem 14. bis zu seinem 40. Lebensjahr geraucht, die letzten zehn Jahre eine Schachtel am Tag. Allerdings durfte er immer nur am Badfenster rauchen oder draußen, da ich ja ein Kind war und meine Mutter es deshalb glücklicherweise nicht im Haus geduldet hat.
Er hat am Abend bzw. in der Nacht seines 40. Geburtstags die letzte Zigarette geraucht und genossen und ab dem nächsten Morgen nicht mehr. Alle Aschenbecher direkt vernichtet, die Feuerzeuge verschenkt, natürlich auch keine Restbestände mehr im Haus gehabt ... seitdem ist er rauchfrei, seit 12 Jahren inzwischen.

Am Anfang hat er ohne Ende ganz normale Lollis gelutscht, das war aber nach ein paar Wochen vorbei. Jede Woche hat er das Geld, was er für Zigaretten ausgegeben hätte, in ein Sparschwein gesteckt und sich nach dem ersten Monat davon irgendeinen Wunsch erfüllt. Das hat er auch ein paar Monate als Trost gemacht ...

Ich denke am Ende war das eingesparte Geld der Hauptgrund, weshalb ich persönlich auch eine sehr hohe Tabaksteuer befürworte.
Wenn man sich Rauchen erstmal leisten können muss, ist der Anreiz überhaupt anzufangen um so geringer.

13.07.2019 17:53
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wow, @ eskofra, toller Beitrag, danke!

13.07.2019 18:25
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Ich hab vor 2 Wochen aufgehört und zunächst auch überlegt, dies vielleicht mit Unterstützung von NikotinKaugummis zu tun. Ich habe so ein Teil mal vor 20 Jahren gekaut und mir wurde davon so schlecht, dass mir die Lust auf die nächste Zigarette allein daher vergangen ist. Aber ich habe mich dagegen entschieden, man "quält" sich ja eh und zieht die Sache dann in die Länge, weil man den Spiegel immer wieder hochtreibt.
Aber zum Quälen: Ich habe mich entschieden aufzuhören, weil ich einfach nicht mehr mochte. Ja ich habe gerne und nicht wenig geraucht, mir war aber immer bewusst, dass mir das nicht gut tut. Unter anderem habe ich allergisches Asthma und Heuschnupfen und benötigte zuletzt während der Pollensaison mindestens 2 x täglich den Inhalator, nach dessen Benutzung die Zigarette noch besser "schmeckte". Ich denke, die Nachteile braucht man nicht aufzuzählen.
Aber man muss es selber wollen und für sich selbst tun- also das Aufhören.
Und ich muss sagen, es war und ist weitaus weniger schwer, als ich es mir vorgestellt habe. Vom ersten Tag an bruachte ich kein Asthmaspray mehr, bemerkenswert, wie ich finde. Und das motiviert sicherlich zusätzlich. Ich kann nach 2 Wochen sicher nicht behaupten, ich wäre da durch. Aber ich weiß, dass ich mich jetzt schon mega befreit fühle und in meinem Leben definitiv keine Zigarette mehr anfassen werde.

Mein Fazit also zur Qual: Die habe ich tatsächlich mit dem ersten Nichtrauchertag beendet- das hätte ich mir so nicht träumen lassen.

13.07.2019 18:31
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Ich bin jetzt seit 5 Jahren und 4 Monaten rauchfrei.
Ich hab es durch Hypnose geschafft...und natürlich WOLLTE ich auch aufhören!!! Mein verstorbener Dad sagte immer schon, als er sehr krank war:"Rauch nicht so viel, vielleicht schafftst Du es, aufzuhören?!"
Leider hab ich es eine ganze Zeit nicht geschafft...aber ich habe an seinen Geburtstag (11.03.14), um 9:56 Uhr meine letzte Kippe ausgemacht und nie wieder geraucht!!
Leider konnte er das nicht mehr miterleben.

Aber vielleicht kann ich einigen damit ein bissel ansporn geben...ich denke, wenn man wirklich aufhören WILL, dann schafft man es auch.

Nur mal als Beispiel....ich hab bei der Arbeit in der Mittagspause (30 Minuten) schon an die 3-4 Kippen geraucht.

Viel Glück Euch!!


13.07.2019 18:34
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Ich rauchte 4 Schachteln am Tag, gekauft immer stangenweise. Begonnen mit 15 Jahren (1975). Ich besuchte meine Freundin die in einer A-Klinik (Oberstaufen) war und nahm das erste Mal seit Jahren wieder wahr wie ich rieche. Ich hörte 3 Tage später auf zu rauchen. Mittels eines Bekannten, der in der A-Szene war, ich dachte wenn die damit aufhören zu trinken, dann kann ich das auch zum Rauchen Aufhören benutzen. Und ich begann "immer nur für heute". Ich hätte es nie geschaft wenn es lebenslang gewesen wäre. Das war 1996. Das Geld das plötzlich übrig war legte ich an.
Anfänglich kratzte es schrecklich im Hals, der Husten war schlimm. Ich versuchte den Nikotinkaugummi, aber der schmeckte scheußlich und es brannte wenn ich zu schnell kaute. Für 2-3 Tagen benutze ich den, aber es war nicht meines. Aber plötzlich roch ich wieder, ich bekam besser Luft. Lach und es ging ohne den Kaugummi! In der ganzen Zeit bis heute hatte ich einen "gefährlichen" Moment, den ich aber ohne Rückfall überstand. Anfangs rettete ich mich abends ins Bett wenn ich das Gefühl hatte es nimmer auszuhalten. Ich zählte jeden Tag und war stolz darauf. In der Arbeit redete ich nicht drüber, die merkten das erst nach 6 Wochen. Heute liegt das alles hinter mir. Weit weg!


13.07.2019 18:58
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Wow... Ich danke euch für eure Mut machenden Berichte... ja ... man muss wollen... und darin liegt bei mir die Krux... Ich will... aber nur temporär... Ich habe sogar einen sehr guten und schönen Grund und gar keinen Druck ... und dennoch will ich noch nicht 100prozentig... deshalb ... dachte ich an diese Kautschis... um die Zeit, in der ich nicht rauchen will (aus Gründen) zu überbrücken bis zu der Zeit, in der ich rauchen mag. Vermutlich wird das aber wohl wenig Sinn machen... Hopp oder Topp ist sicherlich besser.


13.07.2019 19:09
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Viel Erfolg und gute 24 h ohne.

13.07.2019 19:19
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Zitat
Tehejekuetrheed
schrieb am 13.07.2019 um 18:58:

(...) um die Zeit, in der ich nicht rauchen will (aus Gründen) zu überbrücken bis zu der Zeit, in der ich rauchen mag. Vermutlich wird das aber wohl wenig Sinn machen... Hopp oder Topp ist sicherlich besser.


Das erinnert mich ein bisschen an meine erste große Liebe. Sie war Raucherin, ich nicht ... und bei mir "durfte" sie auch nur draußen rauchen, im Grunde wollte sie aber sowieso aufhören, das ständige Rausrennen fand sie natürlich doof und dadurch wurde ihr auch erstmal bewusst wie die Zigaretten den Tag bestimmen.
Letztlich lief es darauf hinaus, dass sie bei mir nicht mehr rauchen wollte, bei sich jedoch schon ... bei mir wurden die Abstände zwischen den Zigaretten entsprechend immer größer.
Lange Rede kurzer Sinn: Es ging total nach hinten los. Sie rauchte bei mir zwar deutlich weniger, teils auch gar nicht mehr, das gelang ihr auch zunächst recht gut, aber in der Zeit wo sie sich selbst wieder die Erlaubnis gab, rauchte sie um so mehr. Es gab dann nur noch "Jetzt kann ich. Endlich!" und "Jetzt kann/möchte ich nicht. Aber bald kann ich wieder."
Durch diesen Mittelweg, der in der Theorie ganz gut klang, wurde in der Umsetzung der Fokus noch mehr auf das Rauchen gelenkt. Also total kontraproduktiv.
Der Zigarettenkonsum hat sich dadurch sogar insgesamt erhöht.

13.07.2019 19:25
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@rose... genau diese Gedanken formen sich in mir mitunter auch und DAS will ich nicht. Ich will keinen "endlich"Gedanken und schon gar nicht im Zusammenhang mit dem wertvollsten, was ich habe...

Vielleicht kann dies mein Grund werden... kein "endlich" zulassen... Danke für's Anstoßen in mir

13.07.2019 20:10
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Ich wünsche Dir, dass Du es schafftst...und vor allem...rechne aus, was Du im Monat verraucht hast.
Richte ein Sparbuch ein und schau am Ende des Jahres, was drauf ist. Mit diesem Geld wünsche ich Dir einen schönen Urlaub an der See, wo Du Dir und Deinem Körper nochmal was gutes tust!! toi, toi, toi...

13.07.2019 21:04
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Ich habe von Bekannten folgendes Therapiekonzept

http://www.neurasan.de/

empfohlen bekommen.

Sie selbst waren damit in der Lage, obwohl sie sog. "Kettenraucher" waren, tatsächlich aufzuhören. Die Kosten sind ebenfalls überschaubar - gemessen an den Kosten - die man täglich für Zigaretten aufbringen muss bzw. darf. Zumindest weiß ich aufgrund weiterer Positivbeispiele für mich persönlich, dass dieses Konzept funktionieren kann.

14.07.2019 02:02
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Ich drücke dir auch die Daumen, das es funktioniert. Habe selber vor ca 2 Wochen aufgehört und auch den Härtetest Alkohol überstanden. Es lohnt sich 😉

14.07.2019 20:02
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Ich war schon fast 40 als ich überhaupt mit dem Rauchen angefangen hatte, weil ich überzeugt war, dass ich mit einer Zigarette am Tag nicht in der Suchtfalle lande.
Ich hatte eine Dose mit Zigaretten und wollte die Dose anderweitig verwenden, aber den Inhalt eigentlich nicht wegwerfen und dachte naiverweise, wenn ich jeden Tag eine rauche sind sie weg, und ich kann davon nicht abhängig werden.
Fataler Trugschluss.
Am Ende bin ich auch bei 1-2 Schachteln pro Tag gelandet.

Das Aufhören ist im Grunde einfach, wenn man sich bewusst ist, dass es eine Sucht ist und man nur gerne raucht, weil es einem besser geht, nach Befriedigung der Sucht.
Wie bei anderen Süchten (Alkohol-, Drogen- oder Spielsucht) kannst du nur davon los kommen, wenn du es ganz lässt, ein bisschen funktioniert nicht, auch nicht mit Ersatzstoffen.

Deshalb helfen die Kaugummis auch nicht gegen die Sucht, weil sie die gleichen suchtmachenden Stoffe enthalten, sondern allenfalls gegen den Geruch und um seine Gewohnheiten zu ändern.

Der körperliche Entzug dauert nur ein paar Tage und wenn du vorher schon deine Rauchgewohnheiten angeschaut und geändert hast, dann ist es recht schnell rum.
Wichtig war mir eher meine Frau einzubeziehen, weil sie meine Entzugserscheinungen "aushalten" musste und weil ich die Urlaubszeit zum Aufhören brauchte.

Heute ist es wie früher: Ich flüchte, wenn ich Rauch ausgesetzt bin, selbst im Freien.



15.07.2019 21:12
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als nichtraucher kann ich dir nicht von eigenen erfahrungen berichten, was ich jedoch aus meinem näheren umfeld weiß; viele haben 'dieses eine buch' gelesen (weiß nicht wie es heißt) und andere habens mit hypnose hinbekommen..

.. doch aus psychoneurologischer sicht ist es wichtig zu wissen, bei solchen harten gängen wie sich der sucht entziehen zu wollen, es is hart (kann hart sein) doch es lässt nach und daz darf/muss man sich immer wieder bewusst machen, es lässt nach.. und gewohnheiten (an- ab- od umgewöhnungen) haben ihre vier wochen : )

ich wünsch dir gutes gelingen in deinem sinne

15.07.2019 21:19
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apropo "hart" und "Sucht"

ich habe statt Zigaretten ein paar Wochen lang Möhrchen gegessen.

das war sehr lecker und hat mir die Zigarette schnell ersetzt.




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