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Forum » News, Politik & Wissenschaft » ThreadRechtspopulismus im Bürgertum
05.12.2010 11:15
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0 neue Heytmeyer-Studie wurde vorgestellt: http://www.taz.de/1/polit [...] verroht/ Das Bürgertum verroht Fremdenfeindlichkeit nimmt in der Schicht zu, die sich politisch eher moderat einordnen würde – auch in der gut situierten Linken. Es herrscht eine "Ideologie der Ungleichwertigkeit". VON PHILIPP GESSLER Das Bürgertum verroht - und die liebsten Opfer sind schon ausgemacht: die Muslime. Das ist im Kern die neue und alarmierende Auskunft der größten und ältesten repräsentativen Umfrage Deutschlands, der "Deutschen Zustände" von den Bielefelder Soziologen um Wilhelm Heitmeyer. Die neuesten Zahlen der mittlerweile im neunten Jahr aktualisierten Umfrage zeigen, dass sich die Islamfeindlichkeit in Deutschland im Vergleich zum vergangenen Jahr klar erhöht hat. Besonders stark war der Anstieg bei den knapp 20 Prozent Wohlhabenden oder Reichen im Lande. Und die Islamophobie steigt deutlich auch im politisch sich links oder in der Mitte verortenden Milieu. Heitmeyer sprach bei der Vorstellung der Studie am Freitag in Berlin von einer "zunehmend rohen Bürgerlichkeit". Sein Kollege Andreas Zick sah eine "Radikalisierung der Mitte". Nach den Zahlen der Forscherinnen und Forscher zeigt sich eine zunehmende Islamfeindlichkeit insbesondere bei höheren Einkommensgruppen: "Bildung wirkt in diesem Fall der Abwertung nicht entgegen", warnen die Sozialwissenschaftler, "Islamfeindlichkeit ist konsensfähig, auch bei jenen, bei denen es bisher nicht zu erwarten war." Die Umfrage belegt zugleich eine geradezu sprunghafte Zunahme rechtspopulistischer Einstellungen vor allem bei den Bürgerinnen und Bürgern mit höheren Einkommen (ab 2.598 Euro im Monat). Heitmeyer, Zick und ihre Kollegin Beate Küpper erklären: "Rechtspopulistische Einstellungen verbinden sich mit islamfeindlichen Einstellungen und sind aggressiv aufgeladen." Eine im Vergleich zu den Niederlanden, Dänemark, Frankreich und Portugal ausgesprochen hohe Rate an Islamophobie in Deutschland hatten am Donnerstag bereits Religionssoziologen des "Exzellenzclusters ,Religion und Politik'" der Universität Münster nach repräsentativen Umfragen in diesen fünf Ländern festgestellt. Küpper sagte, dass sich dies mit ihren Ergebnissen einer Studie aus dem Jahr 2008 deckt. Die Deutschen scheinen, so die Expertin, im Vergleich zu den westeuropäischen Nachbarvölkern weniger tolerant gegenüber dem Islam zu sein. Insgesamt, so Heitmeyer, greife eine "Ideologie der Ungleichwertigkeit" um sich ... "
editiert am 05.12.2010 11:17
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