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Forum » Literatur, Kunst & Philosophie » ThreadRomantische Heimatlyrik
01.08.2012 00:16
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0 Eine Heimatballade In Gedenken an den großen Heimatdichter Horst Ochsentritt, der bei der Gamsjagd mit einem Bergadler zusammenstieß und in einem Edelweißbeet verstarb, als er von einer blinden Sennerin gepflückt wurde. Eine Hommage an meine schöne Heimat und seine Salzburger Berge: Blitz und Sturm in der Nacht über dem Hof am Berg Die Alm rutscht ab und erschlägt den Gartenzwerg Feuer brennt im Kamin der Stuben. Die Bäuerin ist arm und verheizt den Nachbarbuben. Die Tür fliegt auf, herein schlägt Regen und Sturm Und den Großknecht, der kriecht als wie ein Wurm Er setzt sich an den Tisch seines Herrn Der aber nicht sieht das Gesinde gern Mein Suppenlöffel wüll i hoben – der Bauer spricht! Alles erstarrt vor Respekt, nur der alte Großvater mit des Bauern Löffel nicht. Die Mutter will entreißen ihm des Bauern Besteck, doch der Alte will sie necken! Die Magd, die zittert, der Knecht der betet – Bitte lieb Jesu Kind, lass den Opa doch verrecken. Der Bauer dröhnt, die Kinder weinen, Der Sturm legt zu, es klappert in des Alten Gebeinen. Der Knecht beginnt sich selbst zu schlagen, Er kann das alles nicht ertragen. Der Schlag mit dem Stock auf seinen Rücken kracht Was niemand weiß – wie gerne er dies doch macht. Die Mutter mit dem Alten um den Löffel ringt Der Bauer will nicht, dass man ihm einen anderen bringt Doch es weiß die arme Mutter nicht, Dass Opa nur so klammert wegen seiner Gicht! Der Bauer schreit die Mutter an Sie soll holen zur Hilfe die Tochter ran! Doch dann wird dem Bauern im Magen flau Er hat verdrängt, dass Mutter und Tochter sind dieselbe Frau! Die Magd, vor Angst, sie flippt Dabei vom Tisch die Kerze kippt! Zuerst es brennt der Schuh, dann die Suppe und im Stall die Kuh! Das Haar der Magd, es glimmt Der Bart des Bauer, sich mit dem Feuer einstimmt! Im nu es brennt die Stube, dann das Haus Niemand kam mehr lebend dort heraus. Der Berg, er forderte wieder sein Tribut Der Pfarrer sagt – wer weiß wozu es war so gut. Ende. (Für Horst, der nun seinen Enzbacher aus Kübeln mit Strohhalm auf seiner Wolke trinkt und sich den weißen Vollbart von Marylin Monroe, die er immer so sehr liebte, bürsten lässt. Mögen Dir Greta Garbo und Zarah Leander Deine Karoflanellhemden gut bügeln, möge Dir der Herrgott den Kameradschaftsbund verzeihen und die Liesl-tant' Deine Lederhose niemals zu heiß waschen. Leb wohl, Horst.) Edit: Nur einer von vielen Rechtschreibfehlern.
editiert am 01.08.2012 00:31
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