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Forum » News, Politik & Wissenschaft » ThreadSchlüpfriger Dreikäsehoch
13.06.2007 20:59
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0 Als Sprachfetischist war ich überaus erfreut über folgenden Artikel: http://www.welt.de/kultur [...] ml?r=RSS Thema ist ein Wettbewerb, welcher sich der Sammlung und Bewertung vom Aussterben bedrohter Wörter widmet. Sieger wurde "Kleinod", gefolgt von "blümerant" und "Dreikäsehoch". Auf weiteren Rängen folgen u.a. "Schlüpfer" und "Lichtspielhaus". Unsere Zeit ist geprägt vom immer schnelleren Entstehen und Verfall von Begrifflichkeiten - materieller wie auch abstrakter Natur. Die Sprache muss unserem Tempo folgen, muss sich immer schneller anpassen, der Anspruch an die Sprachökonomie wächst. Zunehmend seltener genutzte Wörter geraten innerhalb weniger Jahre in Vergessenheit. Die Semantik (Bedeutung) des vorhandenen Wortmaterials verschiebt sich oft rasant. Auf der ständigen Suche nach Superlativen werden bisher allgemeingebräuchliche Begriffe abgewertet (siehe Friseur -> Hairstylist) und letztlich entsorgt. Wie steht ihr dazu? Ist es die einzige Aufgabe der Sprache, unsere heutige Welt "in Worte zu fassen", oder haben auch Wörter eine Existenzberechtigung, die nicht trendy, nicht leicht zu schreiben, nicht aus dieser Zeit sind, sondern Träger älterer Kultur und anderen Verständnisses?
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