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04.08.2005 17:08
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Zitat Tehejekuetrheed
schrieben, der älter als 50 ist. Es wird Zeit, mehr über die Chancen zu reden, die der demographische Wandel birgt. Und auch darüber, wie stark Wirtschaft und Gesellschaft vom Know-how und Erfahrungsschatz der Älteren profitieren könnten. Schlimm genug, daß dies weithin in Vergessenheit geraten ist.
erschienen am 4. August 2005
Zitat
Quelle: http://www.abendblatt.de/ [...] 625.html
Länger gesund, länger arbeiten: So zufrieden sind Deutschlands Senioren
Berlin - Die Deutschen stellen sich zunehmend darauf ein, länger zu arbeiten und später in Rente zu gehen als früher. In einer von Bundesfamilienministerin Renate Schmidt (SPD) vorgestellten Studie gab nur ein Drittel der Befragten an, spätestens mit 60 in den Ruhestand gehen zu wollen. Bei der Vergleichsstudie von 1996 hatte noch die Hälfte der Teilnehmer angegeben, mit 60 aus dem Berufsleben ausscheiden zu wollen.
In der aktuellen Untersuchung des Deutschen Instituts für Altersfragen (DZA) äußerten sich die meisten Senioren zudem zufrieden über ihre Lebenssituation. Sie bleiben demnach länger gesund als frühere Generationen und wollten diese "gewonnenen Jahre" nicht nur für sich, sondern auch für die Allgemeinheit gewinnbringend nutzen.
"Die Altersstudie zeigt, daß wir ein neues Bild des Alters und einen neuen Umgang mit älteren Menschen brauchen", erklärte Schmidt in Berlin. "Ältere Menschen wollten "oft gar nicht aufs Altenteil, sondern ihre Fähigkeiten und Erfahrungen im Beruf, in der Politik und in der Gesellschaft einbringen". Die Studie belege, daß Senioren "für uns alle unverzichtbar sind". Die steigende Lebenserwartung bedeute nicht nur eine Herausforderung, sondern auch eine Chance. "Alt sein ist nicht ausschließlich mit Krankheit und Gebrechen zu assoziieren." Es könne nicht angehen, daß über 55jährigen im Berufsleben unterstellt werde, sie seien nicht mehr leistungsfähig.
Auch die Einkommenssituation älterer Menschen kann der Studie zufolge als gut bezeichnet werden. Die meisten Senioren sind zudem fest in die Familie integriert, auch wenn die Generationen immer weniger gemeinsam unter einem Dach wohnen. Sie unterstützen die Jüngeren finanziell: Im Befragungszeitraum ließ ein Drittel der Befragten ihren Kindern insgesamt fast 33 Milliarden Euro zukommen. Und fast ein Viertel der 55- bis 69jährigen gab an, die Enkelkinder zu betreuen. Im Schnitt kümmern sich die Älteren 35 Stunden im Monat um die Jüngsten.
Auch außerhalb der Familie engagieren sich die älteren Menschen: Insgesamt stieg der Anteil der 40- bis 85jährigen, die Freiwilligenarbeit leisten, zwischen 1996 und 2002 von 16 auf 19 Prozent. 21 Prozent der 55- bis 69jährigen und noch neun Prozent der 70- bis 85jährigen sind ehrenamtlich tätig. Über 80 Prozent der 40- bis 85jährigen gaben an, mit dem Leben zufrieden zu sein, jeder dritte Befragte war sogar voll zufrieden.
Heimbewohner in Deutschland mußten in der höchsten Pflegestufe III Ende 2003 monatlich 2675 Euro bezahlen. Das geht aus der Pflegestatistik des Statistischen Bundesamtes hervor. Die durchschnittlichen monatlichen Kosten in der Pflegestufe II betrugen 2250 Euro. 1824 Euro mußten für die Pflegeklasse I aufgebracht werden. Insgesamt 640 000 Pflegebedürftige wurden zu diesem Zeitpunkt in Pflegeheimen betreut. Das sind 31 Prozent der knapp 2,1 Millionen Pflegebedürftigen.
Die höchsten Heimkosten in Pflegeklasse III mußten in Nordrhein-Westfalen (3010 Euro) und Hamburg (2979 Euro) bezahlt werden, die niedrigsten in Sachsen (2158 Euro). Die Pflegeversicherung zahlt bundesweit in der Pflegestufe III monatlich 1432 Euro. In der Pflegestufe II sind es 1279 Euro, in Stufe I 1023 Euro. Darüber hinausgehende Kosten müssen die Pflegebedürftigen selbst aufbringen.
HA/afp/epd