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Forum » News, Politik & Wissenschaft » ThreadSituation im Irak schlimmer als Bürgerkrieg
04.12.2006 16:43
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0 Die Lage im Irak ist nach Einschätzung des UN-Generalsekretärs für normale Iraker gefährlicher als zu Zeiten Saddam Husseins. "Als wir vor einigen Jahren die Kämpfe im Libanon und anderswo hatten, nannten wir das einen Bürgerkrieg. Dies ist viel schlimmer", sagte Annan der BBC in einem Interview. Die Situation sei äußerst gefährlich. Die internationale Gemeinschaft müsse dem Land beim Wiederaufbau helfen, forderte der scheidende Generalsekretär der Vereinten Nationen. Er stimmte der Einschätzung zu, dass das Leben für normale Iraker inzwischen schlimmer sei als zu Zeiten von Saddam Hussein. Damals habe ein brutaler Diktator geherrscht, doch hätten sich die Leute auf die Straße getraut und die Kinder hätten zur Schule gehen können, ohne dass sich ihre Eltern wie heute fragen mussten, ob sie ihr Kind wiedersehen würden. "Die irakische Regierung war nicht in der Lage, die Gewalt unter Kontrolle zu bringen", sagte Annan. Ohne Sicherheit aber könne es keinen Wiederaufbau geben. Der US-Einmarsch im Irak 2003 hätte nach Annans Ansicht verhindert werden können, wenn den Atom-Inspekteuren mehr Zeit gegeben worden wäre. Stimmen gegen eine Friedenskonferenz Der irakische Schiitenführer Abdul Asis al Hakim sprach sich unterdessen gegen eine internationale Friedenskonferenz für den Irak aus, wie sie Annan vergangene Woche zur Eindämmung der Gewalt vorgeschlagen hat. Dabei sollten nach den Vorstellungen Annans alle Parteien unter Vermittlung der UNO an einen Tisch gebracht werden. Nur die demokratisch gewählte Regierung in Bagdad sei legitimiert, die Probleme des Landes zu lösen, sagte der Vorsitzende des Obersten Rates für die Islamische Revolution im Irak (SCIRI), Abdul Asis al Hakim. Auch Präsident Dschalal Talabani, ein sunnitischer Kurde, schloss eine internationale Konferenz aus. Al Hakim trifft am Montag in Washington mit US-Präsident George W. Bush zusammen. Am Wochenende wurden bei Gewalttaten im Irak wieder mehr als 60 Menschen getötet. (AFP/AP)
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