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Smartphone-Freiheiten

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09.01.2020 21:03
HiddenNickname

Wer möchte heute noch in Smartphonefreiheit leben ... damit meine ich nichtmal den kompletten Verzicht, sondern den bewussten Umgang mit dem kleinen quadratischen Ding.

Ich kenne so viele, die ihr Smartphone sogar mit ans Bettchen nehmen (weil es nämlich den Wecker verkörpert) und beim "Ich kann nicht einschlafen" natürlich das Smartphone zücken und nochmal eben bei Facebook reinschauen ... nachdem sie dann die neuesten Kriegsnachrichten gelesen und drei Welpenvideos gesehen haben, können sie aber auch nicht besser schlafen. Früher hat man bei der Gelegenheit einen Gedichtband von Rilke zur Hand genommen.

In den nächsten Jahren möchte ich unbedingt mal eine Woche in ein Ferienhaus am Meer oder alternativ eine verschneite Berghütte unten in den Alpen, während das Smartphone Zuhause bleibt. Da werden viele aufschreien "Aber was ist im Nooootfall?" ... nun, im Notfall gibt es ein angestöpseltes Festnetztelefon. Das spielt beim Klingeln zwar nicht den neuesten Hit von Beyoncé und auch nicht "Fuchs, du hast die Gans gestohlen" sondern macht einfach nur Riiiing, aber was ist daran schlimm?

Wie geht ihr mit eurem Smartphone um? Muss es immer dabei sein?

Ich habe auf meinem ganz bewusst nur noch 3 Apps. Die eine gehört zu meinem E-Mail-Postfach, die andere ist Instagram, da ich Fotos liebe und meinen Account dort zelebriere und die dritte ist WhatsApp. Fertig. Mehr brauche ich nicht.
Facebook (und das übrige Internet) nutze ich nur über den Laptop, was den angenehmen Effekt hat, dass ich viel seltender rein schaue als in den Zeiten, als ich die App auf dem Smartphone hatte.
Für jeden -Verzeihung- Mist gibt es heute eine App. Sogar meine Krankenkasse hat eine. Ich frage mich oft, wozu ...

Da ich mein Leben immer mehr in Richtung "Möchte ich das wirklich?" lenke, ist es für mich inzwischen selbstverständlich diesen (und viele andere) Trends nicht mitzumachen.
Wenn mir jemand via Facebook morgens 8 Uhr eine Nachricht schreibt, sehe ich sie vielleicht erst am Abend oder am nächsten Tag. Und das ist ist auch gar nicht schlimm ... also für mich.

... und ja, manches mal sage ich genussvoll provokant: "Oh, tut mir leid. Ich war heute noch nicht online."

09.01.2020 21:24
HiddenNickname


Ich habe gerade ein halbes Jahr "no facebook " hinter mir. Und die Welt geht weiter...und zwar viel entspannter..Die mir wichtigen Menschen sind weiterhin in Kontakt und haben ein Netz bewusst ausserhalb dieser Medien.. Und ja bei mir Handy (weit) weg zum Schlafen und Handy aus in der Natur und um bewusste Ruhephasen zu generiren.

09.01.2020 21:27
HiddenNickname

Generieren...edit...hat ja was mit regenerieren zu tun.. deshalb top als Nachsatz zum selektiven Smartphone Gebrauch

09.01.2020 23:01
HiddenNickname

ich "oute" mich als nicht-Smartphonebesitzerin, ich besitze lediglich ein altes Handy. Es geht, auch wenn ich manchmal sehr erstaunte Blicke/Rückfragen kriege à la "wie kannst du nur?" und ich habe mich daran gewöhnt, dass ich bestimmte Infos als Letzte kriege, weil ich nicht in den WhatsApp Gruppe bin. Vorteil u.a.: der Empfang ist an manchen schwierigen Orten besser als mit Smartphone. Nachteil : ich komme an bestimmte Dienste nicht ran, da diese nur über App funktionieren (z.B. Mitfahrgelegenheit) Nun werde ich mir so ein Ding vermutlich anschaffen (müssen?) und erhoffe mir dennoch meine Offline-Freiheit erhalten zu können, indem ich einen ähnlichen Umgang wie mit meinem aktuellen Gerät beibehalte (lautlos, Ding bleibt zu Hause...)

09.01.2020 23:26
HiddenNickname

Für mich als Hörgeschädigte ist es praktisch wenn ich die Infos lesen kann, aber ich muss nicht 24/7 online sein. Weniger ist mehr und das Smartphone bleibt im Regelfall aus dem Schlafzimmer verbannt und wurde nur inNotsituationen mitgenommen. Ich finde es schrecklich wenn ich mit Menschen zum Essen verabredet bin, und alle schauen nur drauf und keiner spricht mehr miteinander.Dann kann ich auch Zuhauses bleiben. Im Urlaub wird da morgens einmal drauf geschaut und gut ist es.

09.01.2020 23:53
HiddenNickname

Ich gehöre zur 'Generation Smartphone' und habe persönlich ein sehr gespaltenes Verhältnis zu dem Teil.
Auf der einen Seite ermöglicht es mir, spontan 'sozial' zu sein (spontane Essensverabredung über WA), Bilder zu machen und verschicken (zB ein "Als ich das sah, habe ich an dich gedacht." ), schnell einen Satz im Urlaub zu übersetzen oder einen Weg nachzuschauen.
Auf der anderen Seite merke ich, dass ich es oft nicht weglegen kann, dauernd drauf schaue und mich - oft sehr lange!- davon ablenken lasse (hier ein Video schauen, da einen Artikel lesen, hier etwas googlen).
Ich glaube, ich muss persönlich da konsequenter werden und auch sagen können "Oh entschuldige, das sehe ich erst jetzt." Oder vllt auch "Ich antworte dir später ausführlich." Ich denke, es liegt an mir persönlich da einen verantwortungsbewussten Umgang mit zu etablieren und mir bewusst zu werden: Wann brauche ich es? Wann ist es wirklich wichtig und nützlich?
Das bin ich noch dabei herauszufinden.



editiert am 09.01.2020 23:55 Beitrag melden Zitatantwort
10.01.2020 00:24
HiddenNickname

https://www.heise.de/news [...] 680.html

https://www.heise.de/news [...] 680.html

besonders wichtig finde ich smartphone freiheit für kinder. ein ewiges Streitthema bei uns...

10.01.2020 06:11
HiddenNickname

Auch ich habe ein Smartphone ... nicht das neuste Modell, alle anderen tuen es schließlich auch!, aber so ganz darauf verzichten, das möchte ich dann doch nicht.
Ich finde es ausgesprochen praktisch, gerade durch WA. Wenn man wie ich nicht mit der Familie auf einem Haufen wohnt, ist es eine schöne Erleichterung durch die Fotogeschichten die möglich sind. Meine inzwischen über 80 jährige Mutter, selbst sie hat sich noch so ein Teil gewünscht. Und bekommen ;-) Kommt auch gut zurecht damit, nur WEHE wenn es nicht geht ;-)))Und das alles nur, um mit ihren Kindern und Enkeln schnell und unkompliziert kommunizieren zu können.
Sie hat es ja bei uns gesehen, wie es gehen kann ...
Und natürlich nicht zu vergessen, man kann mit dem Teil auch TELEFONIEREN.
Ich persönlich bewege mich faßt ausschließlich im W-LAN.
Gibt es ja Heute überall.
So gehen Nachrichten, wenn ich unterwegs in freier Wildbahn bin und das bin ich wirklich oft, dann eh keine Zeit habe darauf zu schauen, gar nicht erst ein. Praktisch ... zumindest für mich.
Meine Leute haben sich daran gewöhnt, ich schreibe eben später.
Auch andere Apps wie KK oder auch die Bank, einfach nur wirklich praktisch wie ich finde. Allerdings hat es sich dann bei mir auch schon damit ...
Auf dem Nachttisch steht ein Wecker und liegt ein Buch.
Es liegt an jedem persönlich, wie damit umgegangen wird! Ganz sicher ...

editiert am 10.01.2020 06:13 Beitrag melden Zitatantwort
10.01.2020 06:12
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die gezielt gesteuerten (schein)infofluten sind einfach nur die umkehr mittelaterlicher infofreiheit.
das wort freiheit hat in all dem nichts zu suchen.

oder gar zu glauben, man könne ohne oder mit zeitl steuerung als kollektivpartikel individuelle 'freiheit' erreichen.

editiert am 10.01.2020 06:17 Beitrag melden Zitatantwort
10.01.2020 12:07
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Zitat
Tehejekuetrheed
schrieb am 10.01.2020 um 00:24:

besonders wichtig finde ich smartphone freiheit für kinder. ein ewiges Streitthema bei uns...


Finde ich auch. Ein Kind braucht für absolut gar nichts ein Smartphone. Ab einem bestimmten Alter kann man drüber reden, ob es stundenweise eins benutzen darf, aber wie oft sieht man schon kleine Kinder mit so einem Ding Spiele spielen. Ich finde das grauenhaft.

Das Totschlagargument Nr. 1 vieler Eltern ist, dass das Kind in der Schule nicht ausgegrenzt werden soll. Darum bin ich für ein komplettes Smartphone-Verbot an sämtlichen Schulen (an vielen gibt es das ja bereits).
Wobei das für mich auch kein Argument ist. Wenn man mit Kindern spricht, ihnen die Dinge erklärt, dann können sie auch damit umgehen, nicht alles zu haben, was "die anderen" vielleicht haben. Ich hatte zu meiner Schulzeit auch nicht alles ... und es hat mich eher zu gesundem Selbstbewusstsein erzogen und mich unabhängig gemacht, mich gelehrt, dass die richtigen Menschen mich auch jenseits von Materiellem mögen. Ein Kind muss nicht auf Biegen und Brechen lernen, dass man immer "dazugehören" muss.

10.01.2020 13:02
HiddenNickname

ich habe auch nur ein altes Handy. Und will auch kein Smartphone.
Und ich komme sehr gut damit zurecht. Manchmal denke ich, ich verpasse eventuell irgendetwas, aber andererseits glaube ich auch dass je nach Gebrauch die Smartphonenutzer auch etwas verpassen.
Wie mans auch dreht und wendet, ich will keins und bisher habe ich es auch nie dringend benötigt.

10.01.2020 15:09
HiddenNickname

Zitat
Tehejekuetrheed
schrieb am 10.01.2020 um 06:12:

die gezielt gesteuerten (schein)infofluten sind einfach nur die umkehr mittelaterlicher infofreiheit.
das wort freiheit hat in all dem nichts zu suchen.

oder gar zu glauben, man könne ohne oder mit zeitl steuerung als kollektivpartikel individuelle 'freiheit' erreichen.


Man kann sich eine individuelle Freiheit schaffen, auch als Kollektivpartikel. In wieweit das für jeden möglich ist, hängt davon ab, wie sehr sich der einzelne am System orientiert.

10.01.2020 16:59
HiddenNickname

Ich habe mein Handy jetzt seit einem halben Jahr auf lautlos, weil es mich stresste.
Im Dezember hatte ich an einem Vormittag auf der Arbeit den Ton an, weil ich auf einen Anruf von einem Monteur warten musste. Wenn dann was anderes kam, war ich schon wieder gleich genervt. Deswegen bleibt es weiterhin auf lautlos.
Aber mit ins Bett nehme ich es immer noch, obwohl ich das auch schon längst abschaffen wollte. Na ja...vielleicht demnächst.
Wenn ich unterwegs bin, ist es immer dabei...ganz selten mal nicht, wenn ich eben um die Ecke ins Geschäft gehe.
Ich bin auch fest davon überzeugt, dass es besser wäre, sich bewusst mehr handyfreie Zeit einzuräumen. Ich sollte diesbezüglich auch mal konsequenter werden.

10.01.2020 17:41
HiddenNickname

Zitat
Tehejekuetrheed
schrieb am 09.01.2020 um 23:26:

Für mich als Hörgeschädigte ist es praktisch wenn ich die Infos lesen kann, aber ich muss nicht 24/7 online sein. Weniger ist mehr und das Smartphone bleibt im Regelfall aus dem Schlafzimmer verbannt und wurde nur inNotsituationen mitgenommen. Ich finde es schrecklich wenn ich mit Menschen zum Essen verabredet bin, und alle schauen nur drauf und keiner spricht mehr miteinander.Dann kann ich auch Zuhauses bleiben. Im Urlaub wird da morgens einmal drauf geschaut und gut ist es.


Ich stimme dir vollkommen zu. Ich sitze ja hie und da mal rum und gucke Leute und nicht selten ist es der Fall dass diese sich gegenübersitzen und jeder schaut auf sein Handy - das ist schon traurig anzusehen.
Im Sommer sah ich ein junges Paar in der Stadt, Arm in Arm und jeder guckte während des Laufens und im Arm haltens in sein Gerät, ich dachte in dem Moment, ich glaubs nicht.

10.01.2020 17:50
HiddenNickname

Zitat
Tehejekuetrheed
schrieb am 10.01.2020 um 16:59:

Ich habe mein Handy jetzt seit einem halben Jahr auf lautlos, weil es mich stresste. (...)


Auf lautlos hab ich meins schon seit Jahren. Ich glaube, sogar als es noch ein normales Handy war, im Prä-Smartphone-Zeitalter, war auch das schon immer lautlos. Sonst wäre ich -damals schon- wahnsinnig geworden, als man sich nur per SMS ausgetauscht hat.
Mich anzurufen ist entsprechend sinnlos, aber da ich mit Smartphone ohnehin nicht telefoniere (aus Gründen) braucht mich da auch keiner anrufen. Für Telefonate hab ich ein Festnetztelefon (ohne AB) Wenn ich nicht da bin, bin ich nicht da und rufe bei Bedarf zurück. Fertig.

Offizielles oder geschäftliches kläre ich sowieso ungern telefonisch. Insofern können mir die Leute per Mail oder Brief schreiben.
Private Telefonate führe ich nach einem kurzen schriftlichen: "Hast du Lust zu reden?" ... so finde ich es angenehmer.

... und das mit dem Smartphone daheim lassen, kann man gut üben. Ich lasse es inzwischen grundsätzlich beim Einkaufen Zuhause, beim Gassigehen auch, bei Spaziergängen in der Natur würde ich es Zuhause lassen, da brauche ich es aber als Kamera. Dafür ist unterwegs mein Internet ausgeschaltet. Ich habe ganz bewusst keinen Handyvertrag. Zuhause und in anderen Wohnungen/Häusern bin ich im WLAN ... nur wenn längere Fahrten oder Urlaub anstehen, buche ich mir für ein paar Euro eine Internet-Flat dazu.

Unterwegs internetfrei zu sein ist für mich ein guter Weg. Ich kann Notfall-Anrufe tätigen falls nötig, Fotos kann ich auch machen, aber sämtliche Apps funktionieren halt nicht und ich bin auf klassischem WhatsApp-Weg nicht erreichbar.

10.01.2020 19:28
HiddenNickname

Als mein altes Handy vor einem Jahr nicht mehr wollte, habe ich mir ein Smartphone angeschafft. Ohne dass ich das wirklich wollte, aber ich habe eingesehen, dass es Blödsinn wäre, mir ein Retrogerät anzuschaffen.
Bei Facebook bin ich natürlich nicht, ebenso kein WhattsApp. Auch sonst nutze ich nicht viel... Ich schreibe lediglich SMS oder Threema-Nachrichten und suche in einer fremden Stadt nach einem Restaurant oder Weg - und manchmal telefoniere ich sogar damit
Im Bett, im Wald, beim Freundinnen-Besuch hat es natürlich nichts verloren!

10.01.2020 19:41
HiddenNickname

Ich hab ne MondApp, die bestätigt allerdings nur meine jeweilige Befürchtung, wenns auf den Strassen und in den Geschäften wiedermal hoch hergeht

In 40 Minuten ist es soweit!



10.01.2020 19:52
HiddenNickname

Mein erstes Smartphone in meinem Leben, nun es kam letzes Jahr in Oktober und auch nur, damit ich mit meiner Frau besser kommunizieren konnte, weil wir nicht in dem selben Bundesland wohnten.
Ja und ich nutze es jetzt wo ich bei ihr wohne auch NUR um mit ihr zu schreiben in den Pausen, wenn wir auf arbeit sind oder wenn wir ausnahmsweise mal allein unterwegs sind
Ich bin in einer whatsapp Gruppe von meiner Arbeit.
Und ich habe weder Facebook oder instagram
Ich hatte 10 Jahre keinen Fernseher und hatte fast 15 Jahre auch keine Volksverdummung geguckt.
Bei mir gab und gibt es nur Radio und zwar NDR 1 oder Info
Und ich lese gern Zeitung
Ansonsten akzeptiere ich auch keine Menschen in meinem Umfeld die nur mit ihrem Smartphone beschäftigst sind, weil ich das unhöflich finde und respektlos
Ich bleibe mir treu, egal was andere sagen und finden, denn ich lebe real und mache mich nicht nicht abhängig von einem Smartphone, ach und ich habe KEINE App

Und mir geht es super

11.01.2020 19:29
HiddenNickname

ich gebe zu mein smartphone spielt eine wichtige rolle. ich bin beruflich viel unterwegs, und so bleibe ich mit meinen lieben in kontakt. mama freut sich wenn ich bei facebook was poste (bin nur mit wenigen menschen verbunden und kenne ALLE persönlich!), schatzi freut sich über lebenszeichen bei threema. telefonieren über facetime.. tripadvisor um unterwegs nette sachen zu finden. googlemaps weil ich nicht gerne mit stadtplan rumrenne. currency diverter damit ich die letzte wechselrate kenne. ansonsten nachts zum einschlafen mein lieblingshörbuch.....

wenn ich nen montag bis freitag bürojob hätte wäre es was anderes...

11.01.2020 20:30
HiddenNickname

ich wäre nicht auf die Idee gekommen, daß Berghütte Telefon und Computer und Internet beinhaltet o.o o.o o.o

irgendwie hatte ich das Konzept offenbar mißverstanden
:-D
da tun sich gefühlt ja Universen-Räume zwischen den Vorstellungen auf


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