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Forum » Literatur, Kunst & Philosophie » Thread

Sokrates im Supermarkt

21.10.2012 15:54
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"Wieviel Dinge gibt es doch" ruft Sokrates im Supermarkt aus: "die nicht eigentlich barauch."

Mal ganz davon abgesehen ob man jetzt die Dinge braucht oder nicht, aber wie sähe das aus mit all den Philosophen in der heutigen Zeit? Obwohl ich manchmal den Eindruck gewinne, die ganzen Supermärkte sind von diesen bevölkert. Oder auch so gefragt, wie geht Judith Butler im Supermarkt einkaufen?

Gewinnt sie dort auch ihre Erkenntnisse über die menschlichen Tragödien und Zwiespältigkeiten? Es sind doch die Dinge wo die Philosophie herkommt, vom Markplatz, dort traf man sich, dort diskutierte man und tauschte aus.

Sokrates schiebt seinen Einkaufswagen durch die Gänge, auf der Suche nach einem preiswerten Wein, seine Schüler und Schülerinnen zahlen ja nichts und zu Hause wartet sein inzwischen saures Eheweib, dies wohlgemerkt zu Recht!

Stheht Frau Butler auch an der Kasse und schaut nach ob sie das Kleingeld passend hat, während hinter ihr die ugeduldig wartende Schlange hoft "das die Oma da vorne voran macht!"

Während das Paar was zusammen seinen Wagen durch die Gänge schiebt, sich darüber streitet, was fehlt und man sehr gut beobachten kann "wie das menschliche Zusammenleben so im allgmeinen aussieht.

Neben mir die junge Frau sagt: Toll die zwei und da fragen sich doch so manche Volldeppen "wie kommt Krieg in die Welt?"

"Der beginnt im Supermarkt, war immer schon so.." antworte ich "und da hinten ist ein "Gleichstellungskampf&quo t; wer darf den Wagen schieben und wer muss laufen!"

Ein junger Mann der ohne Einkaufswagen durch die Gänge rennt, immer mehr Dinge auf seine Arme packt, stolpert und die Hälfte fällt hinunter.

Mir fällt auf das meistens Männer ohne Einkaufswagen losrennen, egal wieviel sie brauchen und das sie dann irgendwie auf der Suche nach einem Karton sind oder verzweifelt am herumbalancieren sind.

Ich sage zu der Frau "Das nennt man dann "lag am menschlichen Versagen."

"Stimmt, und wenn jemand von seinen Sachen getroffen wird, dann ist der nächste Krisenherd wieder ausgebrochen!"

Wir schauen uns an und dann sagt sie: Ich wette was jetzt so passiert auf der Welt, irgendwie sind diese ganzen Krisen auch in einem Supermarkt entstanden."

Verstehend schauen wir uns an, sow wird es im Endeffekt sein, der Kampf um die letzte Frischmilich, der empörte Aufschrei wenn du den verkehrten Wagen erwischt hast und dann "Würden sie bitte noch eine andere Kasse aufmachen?"

Empörtes globales Unverständnis über soviel schlechten Service.

"Tut uns leid der Chef hat einen Teil des Personals in die andere Filliale geschickt!" sagt die eine Kassiererin.

"Sollen sie mehr einstellen!" ruft ein Mann, haben eh Geld genug!"

Zwei Frauen die irgendwie nicht die Reihenfolge in der Schlange an der Kasse so genau beachtet haben, werden fast gelyncht.

"Hinten anstellen gefälligst, hier gehts nicht nach Schönheit!"

"Regen sie sich ab" die prompte Antwort von "der einen, das geht auch höflicher."

Als ich aus dem Laden draussen bin, bin ich überzeugt: Das Übel der Menschheit liegt ganz alleine im Supermarkt.

SASW



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