Sommernachtstraum
vor einigen Monaten geschrieben, dachte mir, da es zum Forum passt, stell ichs mal hier rein 
Sommernachtstraum
Es wollt die schleierwebende Nacht
Ein holdes Gemache einst spinnen
Durch Fensterbögen trat in Pracht
Das Mondlicht auf die Zinnen
Der Wind lag still im Garten der Zeit
Verharrte auf weißem Balkone
Die Sterne gaben ihm das Geleit
Und stiegen zum silbernen Throne
Die Brunnen im Garten vergaßen das Rauschen
Geschwungene Wege führten sich fort
Die Blüten und Bäume versanken im Lauschen
Und aus den Fernen ertönte kein Wort
Ein Mädchen von reiner, edler Gestalt
Lief durch des weiten Schlosses Hallen
Ließ vor des Zaubers zarter Gewalt
Ihr goldenes Haar niederwallen
Geschwinde Füße trugen sie fort
Der Sehnsucht Weg sich zu bahnen
Es war dort ein ewig gemiedener Ort
Verborgen durch tausendes Mahnen
Die Schlüssel in zärtlichen Händen versanken
Die Türe weißdornige Rosen umranken
Die Nacht trat heran und hüllte sie ein
Sie drehte den Schlüssel und trat hinein
Ein liebliches Antlitz sich zu ihr gesellte
Ein Glitzern der Fremden Haare erhellte
Ein zweites Wesen, das ihrer so glich
Trat aus dem Mondlicht, das von ihr nun wich
Die Blicke sich trafen mit zitternden Beben
Und Träume aus Glanz um beide sich weben
Ein Mädchen das andere zaghaft berührte
Der Spiegel zu einem Wesen sie kürte
Sie sanken ins weiche Federgemache
Ein Flüstern ging um aus heimlicher Sprache
Die Schönheit der anderen beide sie band
So legte sich ein um die andere Hand
Das Mondlicht war längst von den Zinnen gewichen
Und fröhliches Reden begrüßte den Tag
Am Himmel waren die Sterne verblichen
Und Rauschen auf allen Brunnen nun lag
Die Wege waren hinfort geschritten
Die Schleier wurden vom Winde verweht
Das Leben hatte die Zeit zerschnitten
Und jedes Lauschen kam zu spät
Da fand man im Schlosse von Rosen durchdrungen
Im Zimmer, das bisher keiner betreten
Zwei Mädchen im Bette, leblos umschlungen
Und Hochzeitsschleier um beide zart wehten

Sommernachtstraum
Es wollt die schleierwebende Nacht
Ein holdes Gemache einst spinnen
Durch Fensterbögen trat in Pracht
Das Mondlicht auf die Zinnen
Der Wind lag still im Garten der Zeit
Verharrte auf weißem Balkone
Die Sterne gaben ihm das Geleit
Und stiegen zum silbernen Throne
Die Brunnen im Garten vergaßen das Rauschen
Geschwungene Wege führten sich fort
Die Blüten und Bäume versanken im Lauschen
Und aus den Fernen ertönte kein Wort
Ein Mädchen von reiner, edler Gestalt
Lief durch des weiten Schlosses Hallen
Ließ vor des Zaubers zarter Gewalt
Ihr goldenes Haar niederwallen
Geschwinde Füße trugen sie fort
Der Sehnsucht Weg sich zu bahnen
Es war dort ein ewig gemiedener Ort
Verborgen durch tausendes Mahnen
Die Schlüssel in zärtlichen Händen versanken
Die Türe weißdornige Rosen umranken
Die Nacht trat heran und hüllte sie ein
Sie drehte den Schlüssel und trat hinein
Ein liebliches Antlitz sich zu ihr gesellte
Ein Glitzern der Fremden Haare erhellte
Ein zweites Wesen, das ihrer so glich
Trat aus dem Mondlicht, das von ihr nun wich
Die Blicke sich trafen mit zitternden Beben
Und Träume aus Glanz um beide sich weben
Ein Mädchen das andere zaghaft berührte
Der Spiegel zu einem Wesen sie kürte
Sie sanken ins weiche Federgemache
Ein Flüstern ging um aus heimlicher Sprache
Die Schönheit der anderen beide sie band
So legte sich ein um die andere Hand
Das Mondlicht war längst von den Zinnen gewichen
Und fröhliches Reden begrüßte den Tag
Am Himmel waren die Sterne verblichen
Und Rauschen auf allen Brunnen nun lag
Die Wege waren hinfort geschritten
Die Schleier wurden vom Winde verweht
Das Leben hatte die Zeit zerschnitten
Und jedes Lauschen kam zu spät
Da fand man im Schlosse von Rosen durchdrungen
Im Zimmer, das bisher keiner betreten
Zwei Mädchen im Bette, leblos umschlungen
Und Hochzeitsschleier um beide zart wehten