Um LESARION optimal zu gestalten und fortlaufend zu verbessern verwenden wir zur Auswertung Cookies. Mehr Informationen über Cookies findest du in unseren Datenschutzbestimmungen. Wenn du LESARION nutzst erklärst du dich mit der Verwendung von Cookies einverstanden.




Forum » News, Politik & Wissenschaft » Thread

Sterbetourismus


31.10.2009 10:09
HiddenNickname
0

Stuttgart/Bern - Zum Suizid in die Schweiz? Die Zahl derer, die ins Nachbarland gehen, um sich dort unter Anleitung einer Sterbehilfeorganisation das Leben zu nehmen, ist hoch. Jetzt schreitet die Schweiz ein, was Baden-Württemberg begrüßt.

Es passiert vor genau zwei Jahren. Ein 50-Jähriger aus Bayern und ein 65-Jähriger aus Baden-Württemberg fahren in die Schweiz - der eine kommt im Lieferwagen, der andere mit einem Behindertenfahrzeug. Auf einem Waldparkplatz irgendwo östlich von Zürich endet wenig später ihr Leben. Kein Unfall, kein Überfall, nein ganz gezielt. Die Schweizer Sterbehilfeorganisation Dignitas gibt den beiden Herren den Todestrank mit dem Betäubungsmittel Natrium-Pentobarbital.

Der Vorfall löst Empörung aus - nicht nur in der Schweiz, auch in Deutschland. Der Vorgang sei "nicht nur unglaublich zynisch, das ist menschenverachtend", sagt Eugen Brysch von der Deutschen Hospiz-Stiftung damals. Doch die Debatte um den sogenannten Sterbetourismus versiegt nach einigen Wochen der Aufregung wieder. Zwar ist im Nachbarland - wie auch hierzulande - aktive Sterbehilfe wie etwa die Verabreichung tödlicher Spritzen verboten. Da Dignitas aber lediglich das tödliche Medikament stellt, dass die Sterbewilligen selbst einnehmen, gibt es keine rechtliche Handhabe.

Der Trend ist unverkennbar. Im Jahr 2006 waren es fast 200 Sterbewillige, darunter etwa 120 aus Deutschland, die zu Dignitas kamen. Für 2007 weist die Statistik rund 400 Suizide aus, die durch die beiden Organisationen Exit und Dignitas begleitet wurden. Die Sterbewilligen bezahlen für den begleiteten Tod rund 4900 Euro. Darin sind enthalten Kosten für die Vorbereitung des Selbstmordes, den Arzt, Behördengänge und die Einäscherung der Leiche.

Nun aber will die Schweiz diese Praxis eindämmen. In dieser Woche hat der Bundesrat in Bern zwei Varianten zur Änderung des Strafrechts vorgeschlagen. Weg Nummer eins: Die Mitarbeiter von Sterbehilfeorganisationen müssen strenge Auflagen erfüllen. So dürfen sich nur urteilsfähige todkranke Menschen beim Sterben helfen lassen, hingegen können chronisch Kranke und Menschen mit psychischen Leiden keine Sterbehilfe in Anspruch nehmen. Erforderlich sind zudem zwei Gutachten von zwei unabhängigen Ärzten. Weg Nummer zwei: ein komplettes Verbot der organisierten Sterbehilfe. Die Schweizer Justizministerin Eveline Widmer-Schlumpf bevorzugt die zweite Variante: "Wir stellen eine Entwicklung fest, die Grenzen und Schranken nötig macht." Ihr Vorwurf: Organisationen wie Dignitas würden "Kunden akquirieren", also für den Freitod gezielt anwerben.

Die Organisationen wehren sich dagegen heftig. Dignitas-Chef Ludwig Minelli, der schon vor Jahren in Deutschland den Ableger Dignitate gründete, um auch hier die Sterbehilfe zu ermöglichen, wirft der Politik eine "behördliche Bevormundung" vor. Wenn die Gesetze so verschärft würden, werde "einsamen Suiziden auf Bahngleisen und von hohen Brücken" nur Vorschub geleistet. Bis März 2010 dürfen Bürger und Organisationen nun ihre Stellungnahmen zum neuen Gesetz darlegen. Erst danach wird das Parlament über das Gesetz beraten.

In Baden-Württemberg wird die Initiative des Nachbarlandes begrüßt. Justizminister Ulrich Goll (FDP) bereitet derzeit einen neuen Vorstoß im Bundesrat vor, damit gewerbsmäßige Sterbehilfe in Deutschland künftig unter Strafe gestellt wird. Es gehe nicht "um die wichtige und wertvolle Palliativmedizin, wo todkranke Menschen liebevoll gepflegt werden. Wir wollen nur erreichen, dass es klar untersagt wird, dass jemand mit der Sterbebegleitung sein Geld verdient", sagt Goll. Schon 2008 hatte Baden-Württemberg zusammen mit Bayern eine entsprechende Bundesratsinitiative gestartet - ohne Erfolg. Nun hat sich die neue schwarz-gelbe Bundesregierung im Koalitionsvertrag darauf festgelegt, "dass die gewerbsmäßige Vermittlung von Gelegenheiten zur Selbsttötung unter Strafe gestellt wird". Damit zeichnet sich eine Mehrheit im Bundestag und Bundesrat ab.

(StN)

Was meint ihr dazu?


0

Seite: 1 | 2 | 3 |

01.11.2009 19:33
01.11.2009 16:06
01.11.2009 13:40
editiert am 01.11.2009 13:40 melden kommentieren
31.10.2009 23:49
editiert am 31.10.2009 23:50 melden kommentieren
31.10.2009 23:19
31.10.2009 23:17
31.10.2009 23:13
31.10.2009 23:12
31.10.2009 23:09
31.10.2009 22:52
31.10.2009 22:35
HiddenNickname
0

ZitntAedetetaetrdeed sodrieb no 31.10.2009 ao 20:51:

ZitntAedetetaetrdeed sodrieb no 31.10.2009 ao 19:16:

ZitntAedetetaetrdeed sodrieb no 31.10.2009 ao 18:15:

Aie Adnronindastrie onodt ein nood AAAA graßeres Aesodaft dnrnas, die einen niodt sterben oa lnssen, sondern sie
bis oao Aedt-niodt-oedr-nn Ansodinen and Aeditnoente oa fesseln, and die nnderen (globnl geseden die Aedrdeit) lints liegen oa lnssen, indeo sie Antente naf eton AAAA-Aeditnoente and tangst gerne naod irgendoelode regionnlen Aeilgflnnoen, die seit Andrdanderten io Aebrnaod der dort lebenden Aensoden sind, nnoeldet.

Also noodonl: oer and/oder ons ist oqnisod io Aognng oit der Aarde des Aensoden?

nan tn oo oill onn die grenoe oiedn? dnnn tannen oir ans tn in oatanft dirett die gnnoen blinddnro og`s sgnren, ondnnrot brnaoden oir naod niodt oedr (iod tenne leate die oor lnater ondnoed sodon den oansod geaaßert dnben sterben oa oollen!)and ons onoden oir erst oit den gnnoen teenies die siod oor lnater liebestaooer aobringen oollten?? :sdoot:

Anoon dnbe iod tn niodt gesgrooden...


nod baffelsodn dnt oeiß iod dood 8)

iod glnabe die einen oerdienen nn den doffnangslosen die siod nood nn den letoten stroddnlo tlnooern and die nnderen nn den lebensoaden far die eotl nood doffnang besteden oarde.

beide foroen des gelderoerbs find iod niodt sonderliod erstrebensoert


31.10.2009 22:28
editiert am 31.10.2009 22:29 melden kommentieren
31.10.2009 20:51
HiddenNickname
0

ZitntAedetetaetrdeed sodrieb no 31.10.2009 ao 19:16:

ZitntAedetetaetrdeed sodrieb no 31.10.2009 ao 18:15:

Aie Adnronindastrie onodt ein nood AAAA graßeres Aesodaft dnrnas, die einen niodt sterben oa lnssen, sondern sie
bis oao Aedt-niodt-oedr-nn Ansodinen and Aeditnoente oa fesseln, and die nnderen (globnl geseden die Aedrdeit) lints liegen oa lnssen, indeo sie Antente naf eton AAAA-Aeditnoente and tangst gerne naod irgendoelode regionnlen Aeilgflnnoen, die seit Andrdanderten io Aebrnaod der dort lebenden Aensoden sind, nnoeldet.

Also noodonl: oer and/oder ons ist oqnisod io Aognng oit der Aarde des Aensoden?

nan tn oo oill onn die grenoe oiedn? dnnn tannen oir ans tn in oatanft dirett die gnnoen blinddnro og`s sgnren, ondnnrot brnaoden oir naod niodt oedr (iod tenne leate die oor lnater ondnoed sodon den oansod geaaßert dnben sterben oa oollen!)and ons onoden oir erst oit den gnnoen teenies die siod oor lnater liebestaooer aobringen oollten?? :sdoot:

Anoon dnbe iod tn niodt gesgrooden...


31.10.2009 20:26
31.10.2009 20:12
31.10.2009 20:06
31.10.2009 20:06
31.10.2009 19:43
HiddenNickname
0
31.10.2009 19:40

0

Seite: 1 | 2 | 3 |








>>> Laufband-Message ab nur 5,95 € für 3 Tage! <<<