Um LESARION optimal zu gestalten und fortlaufend zu verbessern verwenden wir zur Auswertung Cookies. Mehr Informationen über Cookies findest du in unseren Datenschutzbestimmungen. Wenn du LESARION nutzst erklärst du dich mit der Verwendung von Cookies einverstanden.




Forum » News, Politik & Wissenschaft » Thread

Stoiber erwartet Kampfabstimmung


30.01.2007 18:55
HiddenNickname
0

München/Berlin - Stoiber habe sich vor der CSU-Landesgruppe in Berlin skeptisch über eine Einigung zwischen Parteivize Horst Seehofer und dem bayerischen Wirtschaftsminister Erwin Huber geäußert, bestätigten Teilnehmer einen Bericht des „Münchner Merkur“. „Es ist in der Tat so, dass viele eine Parteitagsentscheidung über den CSU-Vorsitz wollen“, sagte Stoiber in der Sitzung der CSU- Landesgruppe nach Teilnehmerangaben. Nach zahlreichen Gesprächen erlebe er, dass die Meinung sich teile. Stoiber habe von „50:50“ gesprochen, sagten Teilnehmer. Etwa die Hälfte der Mitglieder sei für eine rasche Vorentscheidung, die andere Hälfte für eine Abstimmung auf dem Parteitag Ende September. Stoiber selbst habe keine Position für einen der Konkurrenten bezogen, hieß es weiter.

Die CSU-Mehrheit im Landtag hat unterdessen einen sofortigen Rücktritt von Ministerpräsident Edmund Stoiber abgelehnt. Die Abgeordneten stimmten mit 115 zu 54 gegen die Rücktrittsforderung von SPD und Grünen, wie Landtagspräsident Alois Glück nach der Abstimmung am Dienstagnachmittag bekannt gab.

SPD und Grüne hatten bei der ersten Landtagssitzung im neuen Jahr den sofortigen Rücktritt Stoibers und schnellstmögliche Neuwahlen in Bayern gefordert. Innenminister Günther Beckstein (CSU) als designierter Nachfolger Stoibers in der Staatskanzlei wies die Forderung zurück. CSU-Fraktionschef Joachim Herrmann kritisierte sie als „überflüssig, primitiv und schädlich“.

Die Opposition warf Stoiber und der CSU vor, die monatelange Führungskrise der Regierungspartei habe dem Ansehen Bayerns schweren Schaden zugefügt. Stoiber müsse sofort zurücktreten, um einen Neuanfang zu ermöglichen. Bayern müsse eine achtmonatige Hängepartie erspart bleiben, sagte SPD-Landtagsfraktionschef Franz Maget in München.

Im CSU-internen Machtkampf um den Parteivorsitz unterstützte Beckstein den Anspruch von Wirtschaftsminister Huber. „Ich denke, eine Zusammenarbeit mit Erwin Huber wäre eine ausgezeichnete Geschichte“, sagte er in München. Seine eigenen Hoffnungen auf das Amt des Ministerpräsidenten will Beckstein nicht offensiv vertreten. Zuerst müssten die Gremien der Partei und im Landtag entscheiden, betonte er. Scherzend fügte er hinzu: „Es ist aber nicht ganz schlecht, wenn man der einzige Kandidat ist.“
WELT.de/dpa
Click here to find out more!

Artikel erschienen am 30.01.2007


0


30.01.2007 23:38

0









>>> Laufband-Message ab nur 5,95 € für 3 Tage! <<<