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Forum » Streaming, TV & Musik » ThreadTV:Jihad f.Love-QUEER MUSLIMS,28.7@phönix,dok
28.07.2011 13:50
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0 Do, 28.07.11, 23.30 Uhr auf phoenix Ein Dschihad für die Liebe Dokumentation von Parvez Sharma trailer http://www.youtube.com/wa [...] UBRio3So In zahlreichen muslimisch geprägten Ländern ist Homosexualität unter Berufung auf den Koran und unter Androhung drastischer Strafen verboten. Filmemacher Parvez Sharma hat schwule und lesbische gläubige Muslime aus verschiedenen Ländern getroffen. In seinem Dokumentarfilm lässt er sie ihre zum Teil bewegenden Geschichten erzählen und erkundet gemeinsam mit ihnen das Verhältnis von Islam und Homosexualität. Unter Berufung auf den Koran ist in vielen muslimischen Ländern Homosexualität ausdrücklich verboten. Abhängig von Regierung und Rechtssprechung geht die Bandbreite der Strafen von der Auspeitschung bis hin zum Tod durch Steinigung. Das Verbot führt dazu, dass viele muslimische Lesben, Schwule und Bisexuelle die Scham, die sie in ihrer Familie und Gemeinschaft erfahren, verinnerlichen und - Verachtung und Bestrafung fürchtend - oft unfähig sind, ihre Sexualität zu leben. Schwule und lesbische gläubige Muslime aus Südafrika, Ägypten, Pakistan, Indien, Iran, Frankreich und der Türkei berichten von den Problemen, mit denen sie als gleichgeschlechtlich Liebende konfrontiert sind. Filmemacher Parvez Sharma begleitet sie durch ihren Alltag und erzählt von ihren Wünschen, Ängsten und ihrem "Dschihad" - ihrem Kampf für die Liebe. Sein Dokumentarfilm fragt, wie man muslimisch und schwul beziehungsweise lesbisch zugleich sein kann, welche Wege sich abzeichnen, sexuelle Identität und Religion miteinander zu verbinden. Parvez Sharma hofft, einen Dialog zu einem Thema zu beginnen, das in den meisten muslimischen Ländern ein Tabu darstellt. Dabei macht er den Zuschauern deutlich, dass es längst keine Selbstverständlichkeit ist, in der Sprache der gläubigen Moslems über Sexualität zu sprechen. "Ein Dschihad für die Liebe" hatte Weltpremiere auf dem Internationalen Filmfestival in Toronto im September 2007 und Europapremiere auf der Berlinale 2008. Er lief auf weiteren Filmfestivals und ist bisher fünfmal ausgezeichnet worden, unter anderem beim International "Gay & Lesbian Film Festival Turin 2008". Synopsis: 5 ½ Jahre, in 12 Ländern und 9 Sprachen hat der indische Regisseur Pharvez Sharma homosexuelle Muslime – Männer wie Frauen - in aller Welt zu ihrem persönlichen „Jihad“ – ihrem persönlichen Kampf um die Anerkennung der im Islam bei Todesstrafe verbotenen gleichgeschlechtlichen Liebe befragt. Ein in Südafrika lebender muslimischer Religionslehrer, der sich trotz zweier aus seiner Ehe hervorgegangenen Kinder offen zu seiner Homosexualität bekennt, ein junger Ägypter, der aufgrund eines nächtlichen Diskothekenbesuchs zu 2 Jahren Gefängnis verurteilt wird, zwei junge muslimische Frauen, deren Liebe an der ihnen von der Gesellschaft entgegen gebrachten Feindschaft zu zerbrechen droht. Ihnen und vielen anderen hat Pharvez Sharma, der sich selbst offen als „schwuler muslimischer Filmemacher“ bezeichnet, erstmals vor größerem Publikum eine Stimme verliehen. Und sich damit selbst den Hass vieler konservativer Muslime weltweit auf sich gezogen – so viel ist sicher. Während der Begriff „Jihad“ im Westen inzwischen zum Synonym des „Heiligen Krieges“ und des internationalen islamischen Terrorismus geworden ist, lenkt „A Jihad for Love“ den Blick auf die ursprünglichen arabischen Sinn des Begriffs: ‚Jihad’ heißt soviel wie „innere Anstrengung“ bzw. „ein Streben auf dem Pfade Gottes“. Dieser Kampf bedeutet hier: Auseinandersetzung mit der eigenen Sexualität, der Versuch, den oft starken eigenen Glauben mit dem Anspruch auf das persönliche Glück zu verbinden. Die meisten Muslime glauben bis heute, dass der Koran die Homosexualität verbietet und unter strenge Strafe stellt. Die Tatsache, homosexuell und ein gläubiger Moslem zu sein, rührt bis heute an ein Tabu, über das kaum etwas bekannt ist. So kommt das mutige Bekenntnis streng gläubiger wie säkular lebender Muslime in diesem Film einer Revolution gleich, nicht nur wegen seines heiklen Themas, sondern auch wegen darin ausgesprochenen Provokation, den Gotteskriegern die Hoheit über einen Schlüsselbegriff zur Rechtfertigung ihres gewaltsamen Kampfes streitig zu machen.
editiert am 28.07.2011 17:53
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28.07.2011 18:01
28.07.2011 17:54
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