Tabu-Bruch / Anders-Menschen
Hallo ihr Lieben,
das wunderschöne Wochenende ist vorbei. Heute ist der wunderschöne Montag. Und Morgen ... da bin ich mir ganz ganz sicher
... wird ein wunderschöner Dienstag kommen.
Bei sehr intensiven Gesprächen mit Flyball, während dem gemeinsamen Wandern am Sontag (total schön), lief im Hintergurnd meines Kopfes irgendwie dauernd auch noch ein anderer Gedanke mit.
Tabu
Ich habe mich gefragt, wie viele Menschen es wohl geben mag, die ihrem gefühlen Schmerz, über den Verlust eines liebenswerten Menschen, kein Gesicht geben können.
Das meine ich jetzt auch ganz unabhängig von Transsexualismus.
Ich habe irgendwie das Gefühl, dass es vermutlich sehr sehr sehr viele Menschen gibt, die einen Menschen vermissen, der einfach nur irgendwie anders war als andere Menschen, und allein schon wegen diesem blosem Anders-Sein, ausgegrenzt und mal mehr, mal weniger verlunglimpft und verleugnet wurde.
Was weiß ich ... vielleicht so simples Anders-Sein wie
Irgendwie entsteht in mir gerade so ein Bedürfnis, ich würde gerne all diesen Menschen ein Gesicht / eine Stimme / einen Platz geben. Einen Platz an dem sie nicht nur ihre Gefühle zum Ausdruck bringen können, sondern auch ein Gefühl des "Nicht alleine seins" bekommen können.
Einen Platz an dem Menschen schreiben können:
"Ja, der Mensch den ich verloren habe, war Anders ..."
"NA UND!"
"Verdammt nochmal, es war ein liebenswerter Mensch und ich wünschte es gäbe mehr solch liebenswerte Menschen auf der Welt!"
Ich habe irgendwie das Gefühl, dass es noch immer viele viele möglicherweise sehr subtile Tabus gibt, die eine sehr große Last für Angehörige von Anders-Menschen darstellen.
Ein schönes Gefühl entsteht in mir, sobald ich daran denke, dass da ein Platz wäre, an dem die Trauer nicht in unterschiedliche Rubriken eingeteilt würde.
Ein Ort an dem direkt neben einer Äußerung über den schmerzhaften Verlust von einem Menschen der am ganzen Körper tätoviert war der Verlußt eines intersexuellen oder transsexuellen oder sonstwas Menschen stehen würde und keiner würde sagen: "Ich möchte aber nicht, dass meine Anzeige neben der eines Zwitters oder neben einem perversen Transsexuellen steht."
Ein Ort, der das Plädoyer "Anders ist verdammt nochmal auch ganz normal" darstellt.
Ein Ort, der einen Tabu-Bruch mit den Tabus darstellt.
Ein Ort an dem sich ALLE "Anderen" gegenseitig stützen und andere (bisher "normale"
Menschen einladen, mal darüber nachzudenken, ob das blose Anders-Sein eines anderen Menschen möglicherweise viel ungefährlicher und vie weniger abstoßend ist, als es oft empfunden wird.
Vermutlich schon wieder viel zu positiv gedacht.
Und doch möchte ich es irgendwie probieren.
Gibt es ähnliche Gedanken?
Was meint Ihr dazu?
Liebe Grüße
Andrea
das wunderschöne Wochenende ist vorbei. Heute ist der wunderschöne Montag. Und Morgen ... da bin ich mir ganz ganz sicher
... wird ein wunderschöner Dienstag kommen.
Bei sehr intensiven Gesprächen mit Flyball, während dem gemeinsamen Wandern am Sontag (total schön), lief im Hintergurnd meines Kopfes irgendwie dauernd auch noch ein anderer Gedanke mit.
Tabu
Ich habe mich gefragt, wie viele Menschen es wohl geben mag, die ihrem gefühlen Schmerz, über den Verlust eines liebenswerten Menschen, kein Gesicht geben können.
Das meine ich jetzt auch ganz unabhängig von Transsexualismus.
Ich habe irgendwie das Gefühl, dass es vermutlich sehr sehr sehr viele Menschen gibt, die einen Menschen vermissen, der einfach nur irgendwie anders war als andere Menschen, und allein schon wegen diesem blosem Anders-Sein, ausgegrenzt und mal mehr, mal weniger verlunglimpft und verleugnet wurde.
Was weiß ich ... vielleicht so simples Anders-Sein wie
"Die Frau die keine Kinder haben wollte" über die man sich das Maul zerrischen hat. Wie mag es wohl der übrig geblieben Freundin gehen, die jetzt, weil sich die anderen noch immer das Maul zerreißen, garnich erst wagt zu zeigen, wie sehr sie unter ihrem Verlust leidet. Möglicherweise weil sie schon ahnt, dass sie dann von den anderen so geschnitten wird, wie ihre Freundin zu Lebzeiten geschnitten wurde. "Ach die ... die weint der Spinnerin auch noch hinterher. Die spinnt doch selber"
"Der Mann, der als liebevoller Vater bei den Kindern zu Haus bleibt, während die Frau das Geld verdient." wie geht es dem Freund/der Freundin von so einem Mann, wenn sie keinen Sinn darin sehen, eines Todesanzeige in die Zeitung zu geben, weil sie befürchten dass dann ja ohnehin nur wieder gelästert werden würde. "Jetzt is es tot, das jämmerliche Weichei."
Ebenso frage ich mich dabei natürlich auch, wie mag es all den Menschen gehen, die einen Transgender-Menschen, Intersexuellen Menschen, oder sonst einen Anders-Menschen verloren haben.
Irgendwie entsteht in mir gerade so ein Bedürfnis, ich würde gerne all diesen Menschen ein Gesicht / eine Stimme / einen Platz geben. Einen Platz an dem sie nicht nur ihre Gefühle zum Ausdruck bringen können, sondern auch ein Gefühl des "Nicht alleine seins" bekommen können.
Einen Platz an dem Menschen schreiben können:
"Ja, der Mensch den ich verloren habe, war Anders ..."
"NA UND!"
"Verdammt nochmal, es war ein liebenswerter Mensch und ich wünschte es gäbe mehr solch liebenswerte Menschen auf der Welt!"
Ich habe irgendwie das Gefühl, dass es noch immer viele viele möglicherweise sehr subtile Tabus gibt, die eine sehr große Last für Angehörige von Anders-Menschen darstellen.
Ein schönes Gefühl entsteht in mir, sobald ich daran denke, dass da ein Platz wäre, an dem die Trauer nicht in unterschiedliche Rubriken eingeteilt würde.
Ein Ort an dem direkt neben einer Äußerung über den schmerzhaften Verlust von einem Menschen der am ganzen Körper tätoviert war der Verlußt eines intersexuellen oder transsexuellen oder sonstwas Menschen stehen würde und keiner würde sagen: "Ich möchte aber nicht, dass meine Anzeige neben der eines Zwitters oder neben einem perversen Transsexuellen steht."
Ein Ort, der das Plädoyer "Anders ist verdammt nochmal auch ganz normal" darstellt.
Ein Ort, der einen Tabu-Bruch mit den Tabus darstellt.
Ein Ort an dem sich ALLE "Anderen" gegenseitig stützen und andere (bisher "normale"
Menschen einladen, mal darüber nachzudenken, ob das blose Anders-Sein eines anderen Menschen möglicherweise viel ungefährlicher und vie weniger abstoßend ist, als es oft empfunden wird.Vermutlich schon wieder viel zu positiv gedacht.
Und doch möchte ich es irgendwie probieren.
Gibt es ähnliche Gedanken?
Was meint Ihr dazu?
Liebe Grüße
Andrea