Sicherheitsexperten warnen vor Terroranschlägen in Deutschland. Gleichzeitig rufen der Innenminister und auch der bayerische Polizeichef die Bevölkerung dazu auf, ihr "normales" Leben bei aller Wachsamkeit nicht zu verändern.
Ich stimme ihnen zu. Wenn halb Deutschland jetzt in Panik verfällt, erreichen die Terroristen doch schon, was sie wollen: Aufmerksamkeit.
Und mal ehrlich: Betrachten wir doch einmal die Anzahl der Terroropfer seit dem 11.9.2001 (ca. 2800 Tote). Meines Wissens gab es danach im EU-Raum + Amerika noch Anschläge in London (50 Tote) und Madrid (200 Tote). [Die Zahlen sind Wikipedia entnommen und aufgerundet, um Rechenarbeiten zu erleichtern.]
Da mir sicher der eine oder andere "kleinere" Anschlag nicht mehr bewusst ist, gebe ich 31% Tote zu und rechne mit 4000 Toten seit 2001. Die Bevölkerungszahlen der EU + Amerika sind in den letzten Jahren mit 495 Mio (EU) und 300 Mio (USA) nahezu konstant geblieben.
Das bedeutet: Die Wahrscheinlichkeit, in einem Zeitraum von 9 Jahren einem Terroranschlag zum Opfer zu fallen, betrug bislang 4000 : 795.000.000 = 0,000005 = 0,0005 %. Nehmen wir über 9 Jahre hinweg Gleichverteilung an, ergibt sich eine jährliche Wahrscheinlichkeit von 0,000056 %.
Wieder angenommen, die Anschlagswahrscheinlichkeit hätte sich in den letzten Wochen ver-10-facht, so ist die Wahrscheinlichkeit, demnächst bei einem Anschlag zu sterben, immer noch lächerlich gering: 0,0006 %.
Zum Vergleich: Die Wahrscheinlichkeit, bei einem Autounfall zu sterben, betrug 2009 0,005 %, war also über neunmal so hoch! Hat das irgendeine von euch dazu bewogen, ihre Lebensgewohnheiten zu verändern? Beispielsweise nicht mehr Auto, sondern nur noch Bahn zu fahren?
Edit: Ich habe vorhin offenbar nicht deutlich genug gesagt, was ich mit diesem Thread bezwecke. Ich möchte gern darüber diskutieren, ob und inwiefern Ihr Euer Verhalten aufgrund der Terrorwarnungen ändert.
Wer das Thema nicht mehr hören / lesen kann, möge sich einfach auf eine andere Seite schlagen. 
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