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Terrorwarnung ausgeweitet


17.05.2003 03:23
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Nächtliche Anschlagserie in der marokkanischen Casablanca Stadt- vor einer jüdischen, einer spanischen und einer belgischen Einrichtung - mindestenes 20 Tote !

In Uganda, Äthiopien, Tansania, Somalia, Eritrea und Dschibuti bestehe erhöhte Gefahr, erklärte das Außenministerium. Es gebe dort eine "eindeutige terroristische Bedrohung". Am Vortag hatte das Ministerium Flüge nach Kenia wegen möglicher Anschläge sperren lassen.

Anders als für Kenia empfahl London den britischen Staatsbürgern zwar nicht, auf Reisen in die sechs weiteren ostafrikanischen Länder zu verzichten. Es mahnte aber besondere Wachsamkeit an öffentlichen Plätzen an, die gerne von Ausländern besucht werden.

Die kenianische Regierung forderte die Fluggesellschaft British Airways auf, ihre Flüge in das ostafrikanische Land wieder aufzunehmen. "Geheimdienstberichte deuteten darauf hin, dass British Airways das Ziel von Anschlägen war", sagte Sicherheitsminister Chris Murungaru in Nairobi. Nach der Aufstockung der Sicherheitsmaßnahmen seien die Touristen aber sicher.

Vertreter der Tourismus-Branche kritisierten die Reisewarnungen Großbritanniens und die Streichung der Flüge nach Kenia. Derartige Entscheidungen würden den Tourismussektor schwer treffen, sagte Peter de Jong von der Vereinigung Pacific Asia Travel auf einem internationalen Reise- und Tourismuskongress im portugiesischen Vilamoura.

Auch das Auswärtige Amt in Berlin empfahl angesichts "aktueller Hinweise auf mögliche terroristische Anschläge" in Kenia, die sich "gezielt gegen ausländische und touristische Einrichtungen" richten könnten, von Reisen in das Land abzusehen. Urlauber vor Ort sollten ihre Ausreise in Erwägung ziehen.

In der saudiarabischen Hafenstadt Dschidda verließen mehrere US-Bürger nach einer Terrorwarnung ihr Wohnviertel, wie das US-Außenamt mitteilte. Dem US-Außenministerium lagen "unbestätigte Berichte" über einen bevorstehenden Anschlag im Wohnviertel El Hamra vor. Über die Art der Bedrohung machte das Ministerium keine Angaben. Es werde zunächst geprüft, ob die Berichte glaubwürdig seien. Mehrere Familien seien nach der Warnung in andere Viertel gezogen.

In Riad trafen rund 60 Mitarbeiter der US-Bundespolizei FBI ein, um bei den Ermittlungen zu den jüngsten Attentaten zu helfen. Am Montag waren bei Selbstmordanschlägen mindestens 34 Menschen getötet worden, unter ihnen acht US-Bürger.




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