Und rein in den Kummerkasten...
Hallo ihr lieben...
Ich habe lange überlegt ob ich den Kummerkasten tatsächlich mal nutzen soll oder ich doch erstmal weiter versuche alleine mit dem Konstrukt Namens "mein Leben" klar zu kommen.
Ich befinde mich aktuell in sovielen Baustellen das ich eigentlich gar nicht mehr weiß wo ich wie mit der Fertigstellung anfangen soll.
Ein paar eckdaten zu mir:
Ich bin inzwischen 37, habe bisher nur männliche Partner gehabt, bin seit 2012 verheiratet und habe eine fast 2 jährige Tochter an der Hand.
Obwohl ich glaube das ich schon vor etlichen Jahren einen Hang zu Frauen hatte (und das auch ein Grossteil meine Umfeldes glaubte), habe ich mich nie getraut dies auszuleben.
Stattdessen war ich "dankbar" das ich 2008 eine Mann kennengelernt habe der mich so genommen hat wie ich war (mein Selbstbewusstsein war schon immer sehr sehr mies)
2011 machte er mir nach einer spontanen Entscheidung einen Antrag dem ich leider zustimmte. (er hatte mir mal gesagt das wenn er mir jemals einen Antrag macht und ich nein sage, er sich trennt)
Aus Angst plötzlich alleine zu sein, sagte ich halt ja obwohl ich da eigentlich keine Lust drauf hatte.
2012 haben wir dann geheiratet und seitdem ist er sich seiner Sache sehr sicher sodas er im Endeffekt seine Bedürfnisse komplett an erster Stelle stellt und danach kommt erstmal nichts mehr (feiern gehen wann er will, zocken wann er will usw...)
Irgendwann kam bei mir dann der Wunsch nach Kindern auf. (Er hat bereits eine inzwischen volljährige Tochter um die er sich aber nie gekümmert hat)
Wir versuchten es also ein Jahr lange ohne Erfolg. Dann kam der Gang ins Kinderwunschzentrum. Dort wurde festgestellt das es bei ihm nicht mehr funktioniert und wir um eine künstliche Befruchtung nicht drum herum kommen.
Wir sind dann auch das angegangen. Bzw. Ich.. Denn im Endeffekt habe ich mich um alles gekümmert (krankenkassenwechsel, Anträge schreiben usw).
Nach 3 Versuchen mit komplett Tabletten gesteuerten Zyklen hat es dann 2016 endlich geklappt. Es sollten Zwillings Jungs werden. Dann der Schock... Im September 2016 23.Woche...Geburt ging los ohne jeglichen Grund und die Jungs kamen auf die Welt. Leider zu früh und sie starben beide kurz nach der Geburt.
In der zeit der Trauer habe ich mich dann noch weiter von. Meinem Mann entfernt. Dennoch stand für mich fest einen Versuch starte ich nochmal.
Und 2017 war mir das Glück hold und es hat wieder geklappt. Angst war dieses mal mein täglicher Begleiter und auch da war mir mein Mann keine große Stütze (er ist lieber mit seinen kumpels nach Köln zum saufen gefahren)
Im Dezember 2017 kam dann (wieder knapp am tot vorbei) meine Tochter per Notkaiserschitt zur Welt.
Ich habe immer Gehofft das sich die Ehe wieder einrenkt und mein Mann endlich Verantwortung übernimmt wenn die kleine da ist... Aber nein... Wieder bleibt alles an mir hängen.
Ich bin leider finanziell auf ihn angewiesen da ich durch Fehler in der Vergangenheit aktuell in der Insolvenz stecke. Im Bett ist tatsächlich seit Jahren nichts gelaufen (bin tatsächlich 2 mal schwanger geworden ohne dafür Sex gehabt zu haben)
Ich muss aber auch sagen das der Sex für mich eigentlich eh nur dem Zweck des Schwanger werden diente und im dem moment wo man uns sagte das geht nicht.. War das thema für mich durch.
Jetzt bin ich seit 1,5 Jahren nur zuhause um mich um die kleine zu kümmern und jetzt kommt der Drang zurück meine eigentliche Orientierung auszuleben.
Meine beste Freundin ist ebenfalls seit Jahren davon überzeugt das ich eher an die Seite einer Frau gehöre und nachdem sie es jetzt leid ist ewig zu sehen das es mir nicht gut geht versucht sie mich krampfhaft an die Frau zu bringen.
Ich weiss aber aktuell nicht wo ich mit welcher Baustelle anfangen soll.
Eine Scheidung würde bedeuten das meine Tochter ihre Vater nicht mehr sieht (um seine erste hat er sich auch nie gekümmert) und würde bedeuten das ich finanziell völlig in den Seilen hänge. Durch die Insolvenz bekomme ich so schnell keine eigene Wohnung und auch sonst nichts (Auto gehört meinem Mann) und prinzipiell die ganze wohnungseinrichtung auch.
Mein letzter Arbeitgeber hat mir jetzt mitgeteilt das sie mir nach der elternzeit die eingeschränkten Arbeitszeiten nicht anbieten können und sie somit meinen Vertrag aufheben (kann durch die Betreuungszeiten von der kleinen nur vormittags arbeiten)
Ich weiss das diese Ehe definitiv nicht mein Lebensglück ist und ich bin mir inzwischen auch ziemlich sicher das es auch Männer nicht sind.
Ich komme nur aus diesem Strudel nicht raus.
Inzwischen habe ich Angst mit meiner besten Freundin weg zu gehen (was eh nur ganz selten passiert da mein Mann mit dem aufpassen auf die kleine völlig überfordert ist)
Aber ich traue mir selber nicht mehr über den Weg und weiß das ich bei der erst besten Frau die mit mir flirtet schwach werde.
Ich bin noch nie der Mensch gewesen der fremd geht egal wie sehr es hier gekracht hat aber ich würde für mich selber momentan nicht die Hand ins Feuer legen da ich dieses innere Verlangen nach einer Frau überhaupt nicht kontrollieren kann.
Hinzu kommt das ich mich selber aktuell nicht leiden kann. Ich finde mich völlig unattraktiv und komme auch da nicht raus.
Ich habe starkes Übergewicht und dieser ganze Frust endet immer wieder am Kühlschrank.
Ich habe zwar jetzt endlich mal nen Probetraining im Fitnessstudio terminiert aber meinletuter versuch endete darin das ich bei der Probe war und dann 6 Monate bezahlt habe ohne auch nur einmal hin zugehen. Also auch aus dem Teufelskreis kriege ich meinen Hintern nicht raus.
Ich weiss halt nicht ob es ratsam ist mir mal nen Therapeuten zu suchen oder ob man es schafft aus so einem Chaos alleine raus zu kommen.
Vielleicht hat jemand von euch mal ne ähnliche Situation erlebt und kann mir vielleicht mal nen guten Rat geben.
Ansonsten danke fürs lesen (auch wenn der Text jetzt etwas länger geworden ist)
Ich habe lange überlegt ob ich den Kummerkasten tatsächlich mal nutzen soll oder ich doch erstmal weiter versuche alleine mit dem Konstrukt Namens "mein Leben" klar zu kommen.
Ich befinde mich aktuell in sovielen Baustellen das ich eigentlich gar nicht mehr weiß wo ich wie mit der Fertigstellung anfangen soll.
Ein paar eckdaten zu mir:
Ich bin inzwischen 37, habe bisher nur männliche Partner gehabt, bin seit 2012 verheiratet und habe eine fast 2 jährige Tochter an der Hand.
Obwohl ich glaube das ich schon vor etlichen Jahren einen Hang zu Frauen hatte (und das auch ein Grossteil meine Umfeldes glaubte), habe ich mich nie getraut dies auszuleben.
Stattdessen war ich "dankbar" das ich 2008 eine Mann kennengelernt habe der mich so genommen hat wie ich war (mein Selbstbewusstsein war schon immer sehr sehr mies)
2011 machte er mir nach einer spontanen Entscheidung einen Antrag dem ich leider zustimmte. (er hatte mir mal gesagt das wenn er mir jemals einen Antrag macht und ich nein sage, er sich trennt)
Aus Angst plötzlich alleine zu sein, sagte ich halt ja obwohl ich da eigentlich keine Lust drauf hatte.
2012 haben wir dann geheiratet und seitdem ist er sich seiner Sache sehr sicher sodas er im Endeffekt seine Bedürfnisse komplett an erster Stelle stellt und danach kommt erstmal nichts mehr (feiern gehen wann er will, zocken wann er will usw...)
Irgendwann kam bei mir dann der Wunsch nach Kindern auf. (Er hat bereits eine inzwischen volljährige Tochter um die er sich aber nie gekümmert hat)
Wir versuchten es also ein Jahr lange ohne Erfolg. Dann kam der Gang ins Kinderwunschzentrum. Dort wurde festgestellt das es bei ihm nicht mehr funktioniert und wir um eine künstliche Befruchtung nicht drum herum kommen.
Wir sind dann auch das angegangen. Bzw. Ich.. Denn im Endeffekt habe ich mich um alles gekümmert (krankenkassenwechsel, Anträge schreiben usw).
Nach 3 Versuchen mit komplett Tabletten gesteuerten Zyklen hat es dann 2016 endlich geklappt. Es sollten Zwillings Jungs werden. Dann der Schock... Im September 2016 23.Woche...Geburt ging los ohne jeglichen Grund und die Jungs kamen auf die Welt. Leider zu früh und sie starben beide kurz nach der Geburt.
In der zeit der Trauer habe ich mich dann noch weiter von. Meinem Mann entfernt. Dennoch stand für mich fest einen Versuch starte ich nochmal.
Und 2017 war mir das Glück hold und es hat wieder geklappt. Angst war dieses mal mein täglicher Begleiter und auch da war mir mein Mann keine große Stütze (er ist lieber mit seinen kumpels nach Köln zum saufen gefahren)
Im Dezember 2017 kam dann (wieder knapp am tot vorbei) meine Tochter per Notkaiserschitt zur Welt.
Ich habe immer Gehofft das sich die Ehe wieder einrenkt und mein Mann endlich Verantwortung übernimmt wenn die kleine da ist... Aber nein... Wieder bleibt alles an mir hängen.
Ich bin leider finanziell auf ihn angewiesen da ich durch Fehler in der Vergangenheit aktuell in der Insolvenz stecke. Im Bett ist tatsächlich seit Jahren nichts gelaufen (bin tatsächlich 2 mal schwanger geworden ohne dafür Sex gehabt zu haben)
Ich muss aber auch sagen das der Sex für mich eigentlich eh nur dem Zweck des Schwanger werden diente und im dem moment wo man uns sagte das geht nicht.. War das thema für mich durch.
Jetzt bin ich seit 1,5 Jahren nur zuhause um mich um die kleine zu kümmern und jetzt kommt der Drang zurück meine eigentliche Orientierung auszuleben.
Meine beste Freundin ist ebenfalls seit Jahren davon überzeugt das ich eher an die Seite einer Frau gehöre und nachdem sie es jetzt leid ist ewig zu sehen das es mir nicht gut geht versucht sie mich krampfhaft an die Frau zu bringen.
Ich weiss aber aktuell nicht wo ich mit welcher Baustelle anfangen soll.
Eine Scheidung würde bedeuten das meine Tochter ihre Vater nicht mehr sieht (um seine erste hat er sich auch nie gekümmert) und würde bedeuten das ich finanziell völlig in den Seilen hänge. Durch die Insolvenz bekomme ich so schnell keine eigene Wohnung und auch sonst nichts (Auto gehört meinem Mann) und prinzipiell die ganze wohnungseinrichtung auch.
Mein letzter Arbeitgeber hat mir jetzt mitgeteilt das sie mir nach der elternzeit die eingeschränkten Arbeitszeiten nicht anbieten können und sie somit meinen Vertrag aufheben (kann durch die Betreuungszeiten von der kleinen nur vormittags arbeiten)
Ich weiss das diese Ehe definitiv nicht mein Lebensglück ist und ich bin mir inzwischen auch ziemlich sicher das es auch Männer nicht sind.
Ich komme nur aus diesem Strudel nicht raus.
Inzwischen habe ich Angst mit meiner besten Freundin weg zu gehen (was eh nur ganz selten passiert da mein Mann mit dem aufpassen auf die kleine völlig überfordert ist)
Aber ich traue mir selber nicht mehr über den Weg und weiß das ich bei der erst besten Frau die mit mir flirtet schwach werde.
Ich bin noch nie der Mensch gewesen der fremd geht egal wie sehr es hier gekracht hat aber ich würde für mich selber momentan nicht die Hand ins Feuer legen da ich dieses innere Verlangen nach einer Frau überhaupt nicht kontrollieren kann.
Hinzu kommt das ich mich selber aktuell nicht leiden kann. Ich finde mich völlig unattraktiv und komme auch da nicht raus.
Ich habe starkes Übergewicht und dieser ganze Frust endet immer wieder am Kühlschrank.
Ich habe zwar jetzt endlich mal nen Probetraining im Fitnessstudio terminiert aber meinletuter versuch endete darin das ich bei der Probe war und dann 6 Monate bezahlt habe ohne auch nur einmal hin zugehen. Also auch aus dem Teufelskreis kriege ich meinen Hintern nicht raus.
Ich weiss halt nicht ob es ratsam ist mir mal nen Therapeuten zu suchen oder ob man es schafft aus so einem Chaos alleine raus zu kommen.
Vielleicht hat jemand von euch mal ne ähnliche Situation erlebt und kann mir vielleicht mal nen guten Rat geben.
Ansonsten danke fürs lesen (auch wenn der Text jetzt etwas länger geworden ist)