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Forum » Kummerkasten » ThreadUnerträglich
29.11.2009 11:16
HiddenNickname
0 Erst mal einen schönen 1. Adventssonntag! Leider fällt es mir im Moment eher schwer in Weihnachtsstimmung zu kommen, da es eine Person gibt, die mich alle paar Tage auf die Palme bringt. Der Text wird etwas lang, ist aber spannend. Es handelt sich um meinen Mitbewohner! Er, meine Partnerin und ich wohnen unter einem Dach, und die Situation ist richtig unerträglich geworden. Er ist schon über 30, hat keine richtige Ausbildung und hat seit fast 10 Jahren einen Job, in dem man sich nicht weiterentwickeln kann. Er ist single, hat ab und zu mal ein Date, lässt die Typen (er ist schwull) aber immer wieder abblitzen. Er ist selber unzufrieden mit seinem Leben, das sagt er selbst, wenn er zwischendurch mal redet. Ansonsten staut er immer seinen Frust, bis er explodiert. Er hat tage-, manchmal wochenlang schlechte Laune und hat die Gabe andere innert Minuten damit zu infizieren. Wenn man ihn darauf anspricht, will er nicht reden, und plötzlich kommt dann der Knall und die Fetzen fliegen. Das macht mir wirklich zu schaffen, da ich ein harmonischer Mensch bin und leider auch sehr oft den Fehler mache, nachzugeben, damit weiterhin Frieden herrscht. Ich mag ihn als Mensch nicht besonders, weil er doch etwas arrogant und egozentrisch ist. Das sehe nicht nur ich so, sondern auch die gemeinsamen Freunde, die ihn liebevoll "Queen" oder "Diva" nennen, und meine Partnerin sagt es auch, die gleichzeitig seine beste Freundin ist. Wegen ihr versuche ich gut mit ihm auszukommen, auch wenn wir zwei komplett verschiedene Menschen sind. Wenn ich ihm manchmal doch gerne die Meinung sagen würde, bittet mich meine Partnerin, es sein zu lassen. Aus Liebe zu ihr sage ich ihm nicht, dass mir seine Launen nicht passen, dass er auch mal im Haushalt mit anpacken soll (wir waschen seine Wäsche, waschen seine Teller ab, weil die sonst tagelang in der Küche rumstehen, und kaufen wichtige Dinge für den Haushalt, für die er nichts beisteuert. Wenn er mal was tut, und das ist sehr selten, möchte er sogar dafür gelobt werden.) Die Wohnung, in der wir leben, ist viel zu teuer für uns geworden. Ich bin auch nicht ständig da, und in der Zeit zahle ich keine Miete. Ohne meinen Anteil kommen die beiden aber nicht mehr aus (ich bin damals dazugezogen, die Wohnung gehörte nur ihnen beiden.) Da die Situation sowieso schon so unerträgich ist, habe ich vorgeschlagen diese Wohung aufzugeben und uns was eigenes zu suchen. Ich würde mir mit meiner Freundin was nehmen und er müsste dann schauen, ob er in eine WG ziehen oder alleine leben möchte. Nun, er ist vom Vorschlag nicht begeistert. Er hängt aus verschiedenen Gründen sehr an meiner Partnerin, was ich etwas unangenehm finde, da zwischen mir und ihm so was wie ein Konkurrenzkampf stattfindet. Er möchte sie nicht gehen lassen und erzählt unseren gemeinsamen Freunden, dass ich sie sozusagen zwinge mit mir zu wohnen. Als ob sie es eigentlich nicht wollen würde, was aber nicht stimmt. (Meine Partnerin und ich wollen uns bald verpartnern lassen und es ist das Normalste der Welt, ohne Dritte wohnen zu wollen.) Das versteht er nicht und fühlt sich abgeschoben und hintergangen. Ich kann verstehen, dass es für ihn nicht einfach ist, aber hallo: er ist über 30 und könnte sehr wohl alleine wohnen! Er möchte die aktuelle Wohnung weiterhin behalten, weigert sich aber, ohne meine Partnerin zu wohnen. Da die Miete so hoch ist, mussten wir eine neue Mitbewohnerin aufnehmen (Ich war erst dagegen, aber hab ich nun daran gewöhnt und es ist ok). Er hat sein Zimmer (das größte) abgegeben und sich im Bürozimmer (Übergangszimmer) eingerichtet. Meine Partnerin hat ihm angeboten, dass er unser Zimmer, das hintere nimmt, was er aber nicht wollte, da das Übergangszimmer räumiger ist. Tja, nun ist es so, dass ich nachts manchmal auf Toilette muss. Jetzt ist er immer schlecht gelaunt, weil er offensichtlich wegen einmal oder zweimal Tür auf und zu soooooooo schlecht schläft. Hat er sich vor seiner Entscheidung keine Überlegungen gemacht??? Er will diese Wohnung ja unbedingt, und tut alles dafür. Jetzt hat er über meine Partnerin sogar gefordert, dass ich meinen Mietanteil weiterhin überweise, auch dann, wenn ich nicht da bin. Diese Forderung kommt, weil er erfahren hat, dass ich meine Miete jeden Monat für die neue Wohnung mit meiner Partnerin überweisen würde, auch wenn ich weg wäre. Ich finde, das ist was anderes, da unser Lebensprojekt, und zwar ohne Dritte. Deshalb habe ich mich geweigert auf seine Forderung einzugehen. Seit wir diese neue Mitbewohnerin haben, ist es sehr eng in der Wohnung. Früher gabs im Haushalt keine konkreten Regeln, und seit die Neue bei uns ist, braucht es eine Struktur. Wir wollen eine Haushaltskasse einführen etc... Und was macht er? Er geht ein paar Tage später (zum ersten Mal!) Haushaltssachen kaufen, die wir teilweise vorrätig haben, und verlangt Geld dafür! Oder er kauft plötzlich Duschzeug für alle, obwohl wir abgemacht haben, dass jeder seine Flasche hat etc... Solche Dinge treiben mich in den Wahnsinn. Ich frage mich, warum er das tut. Neues Beispiel, gestern passiert: Momentan bin ich nicht zuhause, meine Partnerin und ich kommunizieren über ICQ. Nun ist es seit ein paar Tagen so, dass die Internetverbindung weggeht, wenn ich auflege. Diese wiederherzustellen dauert nur ein paar Minuten, trotzdem zwingt er mich weiterzutelefonieren, damit er mit dem Laptop meiner Freundin weitersurfen kann. (Das müsst ihr euch vorstellen: Er ist oft dabei, wenn meine Freundin und ich uns unterhalten, da sie mit mir telefoniert und er gleichzeitig am gleichen Laptop Browsergames spielt!!!) Gestern um halb 12 abends wollte er nur für 10min ran, online geblieben ist er aber bis 02:00 Uhr. In der Zeit konnte ich mich nicht mit meiner Freundin unterhalten, war dann müde und hab aufgelegt. Da ihm offenbar 2h nicht gereicht haben, hat er meine Partnerin fertig gemacht, weil ich die Verbindung durch das Auflegen unterbrochen habe. Er kommt aber auch nicht auf die Idee, sich selbst ein Gerät zu kaufen. Zu teuer, sagt er. Meine Freundin hat Angst vor seiner schlechten Laune und geht ihm aus dem Weg. Ich hingegen könnte durchdrehen, wenn ich erfahre, dass er sie schlecht behandelt, vor allem wegen so was. Er meint, ich habe nichts zu sagen, es sei nicht meine Wohung (obwohl ich schon seit zwei Jahren mitwohne), sondern ursprünglich seine und meiner Partnerin sei, und dass ich nicht mit entscheiden soll, was damit passiert. Hat er recht? Warum lässt er mich und meine Freundin nicht ziehen? Er macht beiden ein schlechtes Gewissen, in dem er sagt, wir lassen ihn im Stich...
editiert am 29.11.2009 11:23
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