Unzuverlässigkeit als Bewältigungsaspekt
seit jahren arbeite ich daran meine dysfunktionellen verhaltensmuster abzumildern. derzeit wächst mir alles über den kopf. und das nicht erst seit 3 tagen. ich kann und mag nicht mehr. ich habe lauter dinge geplant und verabredungen und vereinbarungen getroffen und bin nun soweit, nur noch 1-2 davon, quasi als oberste priori noch im fokus zu behalten. ich bin sehr verärgert darüber, aber leider werden mir dinge und menschen momentan sehr unwichtig. nicht aus ignoranz, sondern weil ich es anscheinend nicht mehr packe. das ganze ist ja, soweit so gut - ja nicht verkehrt und immerhin noch ein cleverer zug. das dumme ist, dass ich einfach nicht erscheine. nichts mehr tue, sage, handle... ich gehe aus einer situtaion,ich entferne mich, ich teile meinen unmut oder enttäsucheung oder überforderung nicht mehr mit, ich setze mich nicht (mehr) auseinander, sondern mache den verschwindikus und überlasse die menschen und dinge ihrem eigenen lauf. nun frage ich mich aber ob die unterschwellige wut, die ich im bezug auf manche und ihr verhalten empfinde selbstgerecht und von mir künstlich inszeniert ist, um mein abwenden zu legitimieren, oder ob sie durchaus berechtigt ist und mein verhalten anderen gegenüber einfach nur ultima ratio, weil sie es "im guten" nicht kapieren, nicht kapieren wollen. es ist mir klar, dass es bei der argumentenbetrachtung um die individuelle und subjektive gewichtung gehen würde. und um es klar zu stellen, es ist kein trotz, der mich so verhalten lässt. ich kann es selbst kaum beschreiben. wenn dasein und einsatz entweder nicht wertgeschätzt werden oder nicht genügen, wird die abwesenheit dessen dem ganzen dann ebenfalls wohl kaum mehr einen abbruch tun. wäre ich ein bauer, der sich jahrein jahraus vergebens abmüht, würde ich mich nach der zigten erfolglosen ernste fragen, ob meine methoden scheiße sind, oder ob vielleicht keine "richtiger" ist als den unfruchtbaren boden zu verlassen... keine ahnung. alles scheiße gerade.