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Forum » News, Politik & Wissenschaft » ThreadVerein bietet "Heilung" von Homosexualität
28.01.2014 22:04
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0 Verein bietet "Heilung" von Homosexualität an Ein von führenden CDU-Politikern unterstützter Verein in Sachsen-Anhalt verbreitet unwissenschaftliche Thesen über den Ursprung von Homosexualität. Der von dem ehemaligen CDU-Landtagsabgeordneten Bernhard Ritter in Bennungen im Kreis Mansfeld-Südharz gegründete Verein "Gesellschaft für Lebensorientierung" bietet Seminare an, in denen Homosexualität als psychische Krankheit bezeichnet wird. Das haben Recherchen des ARD-Magazins FAKT ergeben. In einem seiner Seminare sagte Ritter, die Strukturen psychischer Erkrankungen "oder überhaupt psychischer Probleme sind untereinander ähnlich. Ob Depression oder Homosexualität oder irgendetwas anderes, die haben ganz viele gleiche Gesetzmäßigkeiten". Homosexualität sei kein sexuelles Problem, sondern ein psychisches Problem. "Wir sehen in jeder Form der Homosexualität eine Entwicklungsstörung. Deshalb halten wir den Rat, Homosexualität als eine normale Gegebenheit im Leben zu akzeptieren und entsprechend zu leben, für schädlich und verantwortungslos." Ritter, Bernhard: "Eine andere Art zu lieben?" (1998) Buch-Ausschnitt: G.J.M. van den Aardweg "Das Drama des gewöhnlichen Homosexuellen" In seinen Thesen und seiner Arbeit stützt sich der Verein auch auf Ansichten des niederländischen Psychologen Gerard van den Aardweg. Nach Auffassung des Vorsitzenden der Gesellschaft für Sexualwissenschaft, Dr. Kurt Seikowski, sind solche Seminare vergleichbar mit Gehirnwäsche. Seikowski sagte FAKT, es gebe keine einzige Studie, die belege, dass Homosexualität eine psychische Krankheit sei. Der Grünen-Bundestagsabgeordnete Volker Beck verwies gegenüber FAKT darauf, dass auch nach Einschätzung des Bundesfamilienministeriums "Homoheilungstherapien wissenschaftlicher Unsinn sind und dass sie ganz gefährliche Folgen für die Patienten haben können, die sich solchen Therapien aussetzen". Beck kritisierte zugleich, dass CDU-Politiker den Verein als Kuratoriumsmitglieder unterstützen. Das sei unverantwortlich. Bergner: Thesen waren nie Thema im Kuratorium Dem Kuratorium des Vereins gehören unter anderem der ehemalige Ministerpräsident von Sachsen-Anhalt, Christoph Bergner, und der Vorsitzende der CDU-Landtagsfraktion André Schröder an. Bergner sagte FAKT, man habe sich im Kuratorium nie mit den Thesen zur Homosexualität beschäftigt. Er persönlich habe die Ansicht, Homosexualität sei therapierbar, "immer für falsch gehalten". Dennoch habe es für ihn keinen Anlass gegeben, eine Mitgliedschaft in dem Verein abzulehnen. Schröder sagte, bei der Arbeit des Vereins müsse man die Gesamtheit der Angebote berücksichtigen und sehen, "was man an Förderung des bürgerschaftlichen Engagements an der Vereinsarbeit selber vor Ort hat". Was er nicht wolle, sei die Reduzierung des Vereins "auf wenige kontroverse Thesen, wie sie einzelne Mitglieder vertreten". Kritik an den von Ritter vertretenen Thesen kommt vom Lesben- und Schwulenverband in Sachsen-Anhalt. Dessen Sprecher Martin Pfarr sagte dem MDR SACHSEN-ANHALT: "Das halte ich schlichtweg für menschenverachtend. Das wird auch einhellig von allen psychologischen und psychiatrischen Fachverbänden abgelehnt." Verein bezeichnet Homosexualität als Krankheit Ein Verein in Sachsen-Anhalt hält Seminare ab, in denen Homosexualität als psychische Krankheit bezeichnet wird. Wie dieser arbeitet, erklärt FAKT-Redakteur Frank Wolfgang Sonntag. 28.01.2014, 15:27 Uhr | 03:26 min http://www.mdr.de/fakt/ho [...] 108.html Mediathek: http://www.ardmediathek.d [...] d=310854
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