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Forum » News, Politik & Wissenschaft » ThreadVergewaltigungen im Irak
27.02.2004 01:36
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0 www.spiegel.de: VERGEWALTIGUNGEN IM IRAK Sex-Skandal erschüttert US-Army Der wohl größte Missbrauchs-Skandal ihrer Geschichte erschüttert die US-Armee. In den letzten 18 Monaten wurden in Irak, Kuweit und Afghanistan 112 Fälle von sexuellen Übergriffen auf Soldatinnen gemeldet. Den Einsatzkräften komme fern der Heimat der Sinn für Recht und Gesetz abhanden, so Politiker und Anwälte. Washington - Von den 112 Fällen wurden 86 aus dem Bereich der Armee gemeldet, zwölf aus der Marine und acht bei der Luftwaffe, berichtet die US-Tageszeitung "New York Times". Sechs Fälle registrierte das Marine Corps. Aus Militärkreisen hieß es, ein Großteil der Fälle werde untersucht, teilweise seien bereits disziplinarische Maßnahmen eingeleitet worden. Die Anzeigen der Soldatinnen beziehen sich nicht nur auf die Vergewaltigungen und sexuellen Übergriffe selbst: Nach dem Missbrauch erhielten sie unzureichende medizinische Hilfe, die Vorfälle würden ungenügend untersucht, berichtete eine Anwältin der Opfer, Christine Hansen. "Am meisten fürchten sie aber Racheaktionen von Kollegen", so Hansen. "Wer petzt, ist noch viel schlimmer dran." Nach Ansicht von Senatoren und der Anwältin ist es kein Zufall, dass sich der Missbrauch gerade da ereignet, wo Ärzte und Polizei nicht schnell zu erreichen sind. "Die Täter fühlen sich sicher, deshalb fehlt ihnen jeglicher Gerechtigkeitssinn", so Hansen. In der amerikanischen Presse wird bereits vom größten Militär-Sexskandal der Geschichte gesprochen. Die Anschuldigungen überträfen sogar die so genannten "Tailhook"- und "Drill-Sergeant"-Ska ndale, die Anfang der neunziger Jahre für Aufsehen sorgten. [...] Vor allem weibliche Abgeordnete zeigten sich während der Anhörung entsetzt. "Im Krieg gibt es immer Verluste", sagte die republikanische Senatorin Susan Collins. "Aber normalerweise werden die vom Feind verursacht und kommen nicht von unvorstellbarer Gewalt aus den eigenen Reihen." Der demokratische Senator Ben Nelson äußerte die Befürchtung, dass das Problem im Pentagon nicht ernst genug genommen würde. "Ich kann bei der militärischen Führung keine angemessene Empörung erkennen", so Nelson. Ein Militärsprecher versicherte jedoch, die Fälle würden mit der nötigen Aufmerksamkeit untersucht. Spätestens am 30. April muss das Pentagon seinen Untersuchungsbericht der Öffentlichkeit vorstellen. Julia Maria Bönisch ______________________________ _________ Was glaubt ihr: Haben Soldaten ein hoeheres Aggressionspotential? Oder ist es Mehrheitseinfluss? Und wie kann Frau sich davor schuetzen, ohne auf Ihre Rechte zu verzichten? LG, Streif[/...]
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