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Forum » Streaming, TV & Musik » ThreadWas/wem lauschst du gerade?
24.07.2011 17:43
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0 Du machst mich traurig-hör Bin so müde. Alle Nächte trag' ich dich auf dem Rücken Auch deine Nacht, die du so schwer umträumst Hast du mich lieb? Hast du mich lieb? Ich blies dir arge Wolken von der Stirn und tat ihr blau. Was tust du mir in meiner Todesstunde? Else Lasker-Schüler (eigentlich: Elisabeth Lasker-Schüler) * 11. Februar 1869 in Elberfeld (heute Wuppertal); † 22. Januar 1945 in Jerusalem Else Schüler wurde am 11. Februar 1869 als jüngstes von fünf Kindern in Elberfeld, einem heutigen Stadtteil von Wuppertal, von Jeanette Schüler, geb. Kissing, geboren. Sie wuchs im Briller Viertel auf. Die Mutter wurde zu einer zentralen Gestalt ihrer Dichtung. Ihr Vater war Aaron Schüler, ein jüdischer Privatbankier. Er wurde später Vorbild für die Hauptfigur aus Die Wupper. Else galt als Wunderkind der Familie, denn sie konnte bereits mit vier Jahren lesen und schreiben. Ab 1880 besuchte sie das Lyceum West An der Aue. Als sie 13 Jahre alt war, starb ihr Lieblingsbruder Paul, ihre Mutter starb im Jahr 1890 und ihr Vater 1897. Der Tod ihrer Mutter bedeutete für sie „die Vertreibung aus dem Paradies“. Nachdem sie die Schule abgebrochen hatte und Privatunterricht im Hause ihrer Eltern erhielt, heiratete sie 1894 ihrem ersten Mann, den Arzt Dr. Jonathan Berthold Lasker, älterer Bruder des langjährigen Schachweltmeisters Emanuel Lasker, und übersiedelte nach Berlin. Dort arbeitete sie an ihrer zeichnerischen Ausbildung. Am 24. August 1899 wurde ihr Sohn Paul geboren. Es erschienen die ersten Gedichte. Ihr erster Gedichtband Styx erschien 1902. Am 11. April 1903 kam es zur Scheidung von Berthold Lasker und am 30. November zu einer neuen Eheschließung mit dem Schriftsteller Georg Lewin, der ihr das Pseudonym Herwarth Walden verdankt. 1906 erschien Lasker-Schülers erstes Prosawerk Das Peter-Hille-Buch nach Hilles Tod, der als einer ihrer engsten Freunde galt. 1907 erschien die Prosasammlung Die Nächte der Tino von Bagdad. 1909 publizierte sie das Schauspiel Die Wupper, das jedoch zunächst nicht zur Aufführung kam. Mit dem Gedichtband Meine Wunder (1911) wurde Lasker-Schüler zur führenden deutschen Expressionistin. Nach der Trennung von Herwarth Walden 1910 wurde 1912 auch die zweite Ehe geschieden. Ohne eigenes Einkommen lebte Else Lasker-Schüler jetzt von der Unterstützung durch Freunde, insbesondere Karl Kraus. 1912 begegnete Else Lasker-Schüler Gottfried Benn. Es entwickelte sich eine intensive Freundschaft, die sich literarisch in einer großen Zahl Benn gewidmeter Liebesgedichte niederschlug. Der Tod ihres Sohnes 1927 stürzte sie in eine tiefe Krise. Obwohl die Dichterin 1932 mit dem Kleist-Preis ausgezeichnet worden war, emigrierte sie am 19. April 1933 nach tätlichen Angriffen und angesichts der nationalsozialistischen Bedrohung ihres Lebens nach Zürich, erhielt dort jedoch Arbeitsverbot. Von Zürich unternahm sie zwei Reisen nach Palästina, 1934 und 1937. Im Jahre 1938 wurde ihr die deutsche Staatsbürgerschaft aberkannt, und 1939 reiste sie zum dritten Mal nach Palästina. Der Kriegsausbruch hinderte sie an einer Rückkehr in die Schweiz. 1944 erkrankte sie schwer. Nach einem Herzanfall am 16. Januar starb Else Lasker-Schüler am 22. Januar 1945. Sie ist auf dem Ölberg in Jerusalem begraben. Mieze - Du machst mich traurig; hör http://www.youtube.com/wa [...] me9eIHXI
editiert am 24.07.2011 17:53
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