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Forum » Transgender/Intersexuell » ThreadWeiblichkeit??
07.02.2011 21:35
HiddenNickname
0 Hallo zusammen, kürzlich hatte ich mal einen thread eröffnet zum Thema "Stimmerhöhung bei weibl. Transidenten durch Logopädie", da sich eine Transfrau in unserer Praxis zur Stimmtherapie angemeldet hatte. (Danke nochmal für die wertvollen Tipps!) In der Teamsitzung, als die neue "Patientin" besprochen wurde (wer sie nun übernimmt etc), kam es zur Diskussion unter uns Kolleginnen. Ich erwähnte, dass eine solche Behandlung ja über eine übliche Stimmtherapie hinausgeht, da es auch erfordert, sich mit den eigenen Weiblich- und Männlichkeitsvorstellungen auseinanderzusetzen. Das fand zwar allgemeine Zustimmung, jedoch wurde in dieser Zustimmung gesagt, dass es z.B. hilfreich ist, wenn die Patientin auch mal in hochhackigen Schuhen und aufgebrezelt zur Therapie kommt. Jep, und dann kam es zur Diskussion, als ich das mal ganz dreist in Frage stellte - dolle Weiblichkeit= doll hohe Schuhe?? Dieser Kommentar hat mir gezeigt, dass die Vorstellungen von weiblich/männlich bei jener Kollegin doch leider ziemlich eng sind. Sicher ganz ganz "gut" gemeint und ganz sicher in dem Glauben, an dieser Stelle besonders "offen" und "tolerant" zu sein. Soll auch nicht bös' von meiner Seite aus rüberkommen, meine Kollegin kennt eben nichts anderes als ihr liebes einfaches heterosexuelles Leben. Ich bin mir sicher, dass die betreffende Kollegin (die auch die Behandlung übernehmen wird), alle Texte zum Thema, die ich ihr gegeben habe, liest und dass sie drüber gewissenhaft reflektiert. Es ist ein kleiner Wunsch von mir, dass sie innerhalb dieser Behandlung und Auseinandersetzung mit dem Thema ihre bisherigen Vorstellungenen von Weiblichkeit und Männlichkeit ein klein wenig kritisch hinterfragt. Ich selbst empfinde mich als nichts als weiblich - und never ever würde man mich je in Highheels sehen. Schickes kleines Glitzer-Stickmuster am Gesäß auf der ansonsten perfekten Jeans? Ausgeschlossen. Das alles hab ich gesagt, habe als provokative Frage in den Raum gestellt, ob hier jemand deshalb meine Weiblichkeit grundsätzlich in Frage stellt. Die Diskussion wurde bald leider abgewürgt von meiner Chefin, die sich wohl ziemlich angegriffen fühlte. Meine Motivation dahinter war, einen Anstoß zu geben, dass diese männlich-weiblich-Konstrukte eben bloß Konstrukte sind, die mit der Wirklichkeit eines einzelnen Menschen nicht unbedingt was zu tun haben müssen. Dennoch, im Nachhinein bin ich mir unsicher. Kann ein Outfit, das allgemein als besonders "weiblich" empfunden wird, in diesem Fall vielleicht wirklich hilfreich sein? Kann eine gezielte Überspitzung der Weiblichkeit, das Spiel mit Klischees, in diesem Fall hilfreich sein? Wie seht ihr das, ihr Transfrauen? Was würdet ihr empfinden, wenn euch eure Logopädin bittet, beim nächsten Termin in Higheels zu erscheinen? Bin wirklich interessiert an eurer Meinung dazu! Viele Grüße, S.
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