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Seit vier Monaten nun dieses Wissen. Noch nicht lang genug, um wirklich zu erfassen, dass nun alles anders ist. Dass die Zukunft nicht so sein wird, wie gedacht, geträumt, geplant. Wie lächerlich, um eine verlorene Zukunft zu trauern – sie hat mir ja gar nie gehört, diese Zukunft. Und doch, ich dachte halt, MICH trifft sowas nicht. Ich dachte, dass ich alt werde. Zusammen mit meiner Frau natürlich. Und nun werde ich sie zurücklassen. Nicht heute und nicht morgen, wahrscheinlich auch noch in einem Jahr nicht, vielleicht auch in fünf Jahren noch nicht – aber doch in einer absehbaren Zeit. Was sind schon ein paar Jahre, wenn gerade erst noch in Jahrzehnten gedacht wurde?
Manchmal frag ich mich, ob ich es eigentlich lieber schneller hätte oder was diese Sinnlos-Gefühle sollen. Es ist nicht einfach, die Zeit, die uns bleibt, bestmöglich zu nutzen. Aber es spricht einiges dafür, dass wir das tun werden. Noch können wir uns beistehen.
Ist vielleicht eine da, die durch so eine Zeit durchmusste und mir von ihren Erfahrungen berichten mag?