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After Winneden...


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Seite: 1 |

19.04.2009 03:25
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http://www.freenet.de/fre [...] cad.html

Kommen se reichlich früh drauf.

19.04.2009 04:27
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Zitat
...Künftig solle es nicht nur eine Ordnungswidrigkeit, sondern eine Straftat sein, wenn man Waffen nicht im Tresor unterbringt....


Den Satz finde ich sehr gut! Das wäre eine allererste Maßnahme, denn viele gehen zu leichtsinnig mit der Aufbewahrung ihrer Waffen um.

Aber viel interessanter finde ich, dass unter dem Beitrag eine Google-Anzeige ist:

Zitat
Schütze Dich und Deine Familie! Wir haben die Waffenschein- Garantie


Eine Aufforderung sich einen Waffenschein und somit eine Waffe zu besorgen. Sicher, man ist dann registrierter Waffenträger, aber das schützt auch niemanden davor nicht evtl. doch mal durchzudrehen..

Darksky

19.04.2009 09:29
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Ich frage mich nur gerade: wer würde, Amnestie hin oder her, seine Waffe freiwillig abgeben? Wenn man sich schon mal so ein Ding anschafft, rückt man es doch nicht 'einfach so' wieder raus...nur weil heute Vollmond ist, oder wie auch immer?!

"Voraussetzung soll sein, dass die Waffen zuvor nicht für eine Straftat verwendet wurden."
:arrow: Würde jemand so was nicht anonym abgeben, wenn er noch bei Verstand ist? Klar geerbte oder steinalte...aber wenn die nur rumstauben und es keine Munition gibt...kann man sie immernoch als "Keule" verwenden und dem Nächstbesten damit auf den Schädel hauen...der Punkt ist doch: die Leute von denen man gemeinhin erwarten würde, dass sie ihre (illegale) Waffe gebrauchen wird dieses very großzügige Angebot kaum ansprechen...

"Auch Niedersachsen will Konsequenzen aus dem Amoklauf ziehen und unter anderem Schießübungen mit großkalibrigen Waffen erst ab 18 - statt wie bisher 14 - Jahren erlauben" :arrow: Kann man auch ruhig ab 25 machen das würde auch keinen umbringen und vielleicht hat der eine oder andere Mensch bis dahin bissle mehr im Hirn als mit 14 "und sogenannte Paintball-Spiele ganz verbieten." :arrow: unlogische Konsequenz oder? Sperren wir jetzt alle Informatiker mit ein die Egoshooter konzipieren?

19.04.2009 19:54
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Wie wir anhand den US sehen, ist es zweifelsohne besser, alle Waffen abzuschaffen, insbesondere die Illegalen.
Jedoch hat Thyssen offensichtlich für so viel Menschen vorratlich welche produziert, dass sie einfach nicht mit einer Abwrackprämie wegzuzaubern sind.

Ich würde bei dem Modell einer Abwrackprämie jedem, der seine Waffe abwracken lässt im Gegenzug eine Gutschrift und symbolisch eine Wasserpistole schenken. Schliesslich haben wir bald Sommer und Arbeitslose sind froh über einen Lebensmittelgutschein, wies schaut. Ist nur die Frage, wos dann noch was zu essen gibt.

http://www.freenet.de/fre [...] 690.html

editiert am 19.04.2009 19:55 Beitrag melden Zitatantwort
01.05.2009 03:12
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Die Jugendkriminalität hat zugenommen, zweifelsohne.

Wir haben eine Monstergeneration grossgezogen, wies schaut.
Gestern war der "Amokläufer" ebenfalls ein versuchter Angriff gegen eine Frau. (Königin Beatrix) Das Ganze hat mehr globalen Charakter denn je. Überall auf der Erde sind heftige Unruhen zu spüren. Kämpfe, die Männer gegen Frauen gewinnen wollen und die sich wieder und wieder gegen sie richten, auch finanziell weiterhin.

Mehr und mehr habe ich den Eindruck, Männer haben die Amplitude ihrer Zerstörungswut erreicht und es fehlt eigentlich nur noch der Knopfdruck, der die Kettenreaktion der atomaren Verseuchung auslöst.

Hier nochmals Alice Schwarzers Meinung zum Thema:

http://emma.de/editorial_2009_3.html

editiert am 01.05.2009 03:17 Beitrag melden Zitatantwort
01.05.2009 04:03
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Grundsätzlich, ich bin gegen Waffen, ich mag sie nicht.

In Deutschland ist mir kein Amoklauf mit einer illegalen Waffe bekannt. Allerdings stimmt es dass Nachlässigkeit dazu führte dass eine Waffe in falsche Hände kam.

Allerdings frage ich mich auch ob es der Praxis entspricht, dass ein Jugendlicher der im Haus lebt den Waffenschrank nicht doch knackt, wenn ihm danach ist.

Dass wir Jugendliche haben die gewalttätiger sind sehe ich anhand der Kriminalstatistiken nicht.Auch nach der neuen KFN Studie zeigt sich, dass die Unfallversicherungen einen Rückgang von Gewalt-"unfällen" sog. Raufunfällen an Schulen feststellten. 31.3 % Rückgang von 1997-2007 .

In Deutschland gab es von 1999-2006 sieben Schoolshootings durch Jugendliche/Heranwachsende von 14-22 Jahren. Alle sieben waren männlich und hatten die deutsche Staatsangehörigkeit ohne sichtbare Hinweise auf zerrüttete Familienverhältnisse. (Studie Forensische Psychologie der Uni Darmstadt).
In 28, 6 % der Fälle wurden Lehrer angegriffen. Diese stellten als Ziel die größte Gruppe (männlich/weiblich). In 42,9 % der Taten wurden zudem noch andere Personen angegriffen. Das waren Schüler/Schülerinnen und Hausmeister, Sekrtärinnen, Polizisten, Mitarbeiter von Unternehmen.

Wenn Frau Schwarzer, die ich sehr schätze, nun aus einem Fall konstruiert, dass Hauptsächlich Frauen angegriffen werden, dann stimmt dies in Bezug auf die von ihr genannte eine Tat/diesen Täter, der noch nicht in die Studie einfloss.

Im Ausland ist die Täterschaft nicht auf Männer beschränkt. Wobei es noch so ist, dass männliche Täter überwiegen. Aber insgesamt ändert sich da auch was in Bezug auf Gewalttaten besonders von jüngeren Menschen. Frauen ziehen nach.

Es mag Sozialisation sein, ich weiß es nicht was der Grund ist.

85,7 % der Täter waren von anderen Amokläufern inspiriert, idealisierten diese. Ein eindeutiges Vorbild hatten 51,1% der Täter. Dabei handelte es sich um Filmfiguren bzw. vorgegangene Amoktäter. Dies zeigte sich u.a. darin, dass bestimmte Filmszenen, gesten, Kleidungsstücke immitiert wurden.

Eine intensive Bbeschäftigung mit gewalttätigen Medieninhalten, wie auch Waffen und Militaria kann darauf hinweisen, dass sich Jugendliche in eine "kriegeridentität" hineinphantasieren und versuchen sich durch die Imitation des mächtigen Rächers selbst zu erhöhen.

Natürlich kann man Amok jetzt dazu benutzen Waffen zu verbieten, Es wäre nicht das schlechteste. Allerdings würde sich das Verbot dann auf Schusswaffen beschränken. leider reicht dies nicht zur Vermeidung des Problems Amok.

Schaden würde ein Verbot aber auch nicht, im Gegenteil.




01.05.2009 16:49
08.05.2009 01:34
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Der neue Männlichkeitswahn und Gewalt:

http://www.emma.de/amok_m [...] 9_3.html

08.05.2009 01:50
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es wäre schön wenn das "amok" mal richtig benutzt würde...

12.05.2009 16:16
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Ich denke, es ist die allgemeine Verunsicherung durch die bedrohende Armut bei bevorstehender Arbeitslosigkeit und Aussichtslosigkeit auf eine gesicherte Existenz:

http://www.freenet.de/fre [...] 342.html

http://www.lesarion.de/fo [...] ;forum=3

Klar, kann es auch im Zuge der neueren Emanzipation der neuen Generation gewertet werden, dass nicht nur Buben einen Hass auf diesen Zustand haben, den die vorige Generation ihnen zu hinterlassen scheint.

editiert am 12.05.2009 16:19 Beitrag melden Zitatantwort
12.05.2009 16:31
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ZitatIch denke, es ist die allgemeine Verunsicherung durch die bedrohende Armut bei bevorstehender Arbeitslosigkeit und Aussichtslosigkeit auf eine gesicherte Existenz:


Niemals im Leben ist das die wirkliche Ursache... Maximal Katalysator, Auslöser, "der letzte Tropfen"...

Frauen waren / sind von Arbeitslosigkeit und Perspektivlosigkeit ebenso betroffen wie Männer, trotzdem sind die Täter (noch) überwiegend männlich. Es gibt einige Länder, in denen sind die Perspektiven fast aussichtslos. Armut, Arbeitslosigkeit, permanente Verunsicherung prägen den Alltag, doch kommt dieses Phänomen nicht überall gleichmäßig vor.

Ein Amoklauf ist zudem keine Affekthandlung. Der Mann, der in den Niederlanden den Wagen in die Menge fuhr und zig Menschen tötete, war arbeitslos wie es viele Millionen andere eben auch sind...

Die Ursache im Äußeren zu suchen, halte ich nur für eine Teilerklärung. Die Frustrationsgrenzen bei Menschen hängen eher von seiner seelisch-mentalen Struktur ab, als von den äu0eren Lebensumständen (die natürlich in Wechselwirkung stehen).



12.05.2009 16:36
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Du glaubst also, wir haben eine stärker ausgeprägte borderline-Generation vor uns?

12.05.2009 16:47
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Nein, glaube ich nicht. Vielleicht lässt du mich aber an diesem Gedankengang und Rückschluss teilhaben.



12.05.2009 16:50
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Ich weiss es nicht, vielleicht ist es auch zu oberflächlich spekuliert, aber beide haben die "typische" Suizid-Symptomatik und sind nicht sonderlich belastbar...

12.05.2009 17:06
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Nun ja, aber gerade bei Suizid Fällen, gibt es eine Anzahl von Auslösern, die man als solche nicht verständlich findet: Ich habe von einer Frau gelesen, die sich nach ihrer missglückten Dauerwelle umbrachte. DIE Ursache wird dies mit SIcherheit nicht gewesen sein. Ebensowenig bringt man sich im Affekt um, wenn jemand vorher einen solchen Gedanken nie ernsthaft gefasst hat bzw. dass entsprechende innere Erleben nicht / nie hatte.

Es gibt auch Selbstmorde unter den Reichen, Schönen, Berühmten... ein Misserfolg, eine Pleite, eine "Ehrverletzung", Schulden usw. führte einige von Ihnen geradewegs in den Suizid (nach Börsencrashs ist das auffällig). Doch sind das wirklich die Ursachen? Denn die meisten neigen eben in der gleichen Situation nicht dazu... Wie du sagst: unterschiedlich belastbar...

Die Frustrationsgrenzen scheinen sehr unterschiedlich auszufallen. Und auch die Qualität der Ereignisse, die von dem Einzelnen nicht verarbeitet werden können, sind ja auch sehr unterschiedlich. Der eine bringt sich nach einer Trennung um, die er als unüberwindbar empfindet, ein anderer hängt weiterhin an seinem Leben, obwohl er gerade einen Menschen verloren hat usw...

Ich glaube, dass es nie "den" Grund gibt....

editiert am 12.05.2009 17:07 Beitrag melden Zitatantwort
12.05.2009 17:08
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Tja... Es ist jedenfalls ein grosses Signalzeichen, was von den Jugendlichen ausgeht, was unbedingt ernst genommen werden muss.

Ich finde, wir sind zu sehr eine kinderfeindliche Gesellschaft geworden.

editiert am 12.05.2009 17:10 Beitrag melden Zitatantwort
12.05.2009 17:13
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Sie habens auch nicht leicht, unsere Jugendlichen.

In dem Sinn können sie auch nicht wirklich Vorbilder haben wie wir, weil sich Vieles negativ entwickelt. Darüber müssen wir uns mal Gedanken machen.

12.05.2009 17:16
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Wir dürfen nicht so sehr in dem Denken verharren: Nach mir die Sintflut. Wir sollten etwas verantwortungsvoller handeln. Eigentlich in jeder Beziehung.

12.05.2009 17:19
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Geworden? Unsere Gesellschaft war eigentlich fast zu jedem Zeitpunkt kinderfeindlich bzw. hatten Kinder noch nie einen besonders eigenständigen Status in der Gesellschaft.

Vielleicht wars mal eine Weile vor dem Pillenknick etwas anders, was die "kindgerechte" Umgebung anging... keine Ahnung, weil ich da eher aus einem emotionalem Gedächtnis heraus argumentierte.

Eigentlich hatten Kinder noch nie so viele Rechte und Aufmerksamkeit (gesellschaftlich) wie aktuell. M. E. liegt da eher eine Überforderung im intellektuellen Bereich. Für mein Empfinden werden Kinder oft schon zu früh verkopft. Diese Ansicht werden aber auch wiederum viele nicht teilen

Kinder und Jugendliche ernst nehmen... ja, sehr wichtig. Aber ehrlich gesagt, kann ich mir nicht vorstellen, dass jemand, der seelisch tatsächlich einigermaßen "intakt" ist, jemals wirklich heftig gewalttätig gegen sich oder andere Menschen wird.

Das in der Adoleszenz fast jeder eine Tat begeht, die man theoretisch als Straftat ahnden könnte (meist Diebstahl), ist vielen bekannt, deswegen gilt bei uns auch das spezielle Jugendstrafrecht, welches dieser Erkenntnis gerecht wird.

Manchmal frage ich mich, ob die Perspektive nicht auch dadurch "gemindert" ist, weil es eigentlich schon alles im Überfluss gibt. Meist kann man nur noch das "werden", was schon in ausgetrampelten Pfaden vorgelebt wurde. Nicht gerade das, was junge Menschen wollen...

editiert am 12.05.2009 17:23 Beitrag melden Zitatantwort
12.05.2009 17:22
HiddenNickname

Stimmt.

Verantwortung bedeutet für mich, mehr Orientierung geben, wenns sein muss, auch ma mehr durchgreifen.
So leben, dass man selbst auch Zufriedenheit ausstrahlt, die man weitergeben kann, auch wenn man wenig Geld hat. Das zu zeigen, was man ohne Geld besser zeigen kann.


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