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"...intellektuell erbärmlich..."

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24.02.2018 10:00
Tehejekuetrheed

hier die sehenswerte rede von herrn kubicki vom vergangenen donnerstag zu dem in der tat intellektuell erbärmlichen antrag der AFD im bundestag, die bundesregierung solle die arbeit von deniz yücel "missbilligen".

https://www.youtube.com/w [...] PXNrOIt4



24.02.2018 10:35
Tehejekuetrheed

sehr gut!

24.02.2018 10:52
Tehejekuetrheed

Auch Cem Özdemirs Rede war sehr sehens- und vor allem hörenswert, finde ich.

https://www.youtube.com/w [...] lFHYIsYY

24.02.2018 11:03
Tehejekuetrheed

Ich hatte mir am Do alle Reden reingezogen "Lustig" war, dass danach über Cannabis im Parlament diskutiert wurde
Für mich schoss Herr Özdemir übers Ziel hinaus und ich weiss nicht, ob dies so klug ist/war, obwohl ich verstehen kann, dass man nicht so begeistert ist, wenn die AfD am Aschermittwoch seine Abschiebung in die Heimat wünschte. Hier war sein Konter gut - Abschiebung in seine Heimat ist leicht - in die schwäbische nämlich Die AfD bastelte sich eine ganz neue Geschichte, in dem sie Satzfragmente aus alten Yücel Artikeln mit Politiker-Reaktionen seiner Heimkehr versetzte. Wer sich da nicht ein wenig informiert und keine Ahnung von verfassungsrechtlich geschützter Pressefreiheit hat, bekam hier Stimmungsmache vom Allerfeinsten. Ich bin mir unschlüssig, ob man auf Polemik emotional antworten sollte - selbst Herr Kubicki zeigte welche Aber, es war was los im Parlament

24.02.2018 11:16
Tehejekuetrheed

Zitat
Tehejekuetrheed
schrieb am 24.02.2018 um 11:03:
{...}
Für mich schoss Herr Özdemir übers Ziel hinaus {...}


Warum?

Ich habe die Rede grade gesehen und fand sie großartig, da sie allseits verständlich und auf den Punkt gebracht ist. Auch das überkochen der Emotionen finde ich sehr angebracht. Die anderen Absagen an den Antrag waren rhetorisch zwar versierter, doch das Ernste an dem Thema finde ich von Özdemir am besten einfach klar gemacht.

24.02.2018 11:27
Tehejekuetrheed

Zitat
Tehejekuetrheed
schrieb am 24.02.2018 um 11:16:

Warum?


Ich bin mir unsicher, ob es gut ist, alle Anhänger der AfD in diese Ecke zu schieben, zumindest in dieser sprachlichen Eindeutigkeit. Wer sich angegriffen fühlt, verbarrakadiert sich wohlmöglich erst Recht in diese Ecke. Vielleicht ist es auch gut, es so deutlich zu bennen - Ich weiss es nicht

24.02.2018 11:57
Tehejekuetrheed

@Weirdo2013

Übermäßige Emotionalität, vor allem in Form von Wut, ist in einer Auseinandersetzung, in der um Verständnis geworben wird und ein Konsens erreicht werden soll, nicht klug. Da stimme ich dir voll und ganz zu.

Weder das eine,, noch das andere waren Cem Özdemirs Ziel. Ziel seiner emotional inszenierten Wutrede war es, gehört zu werden und zwar auch außerhalb des Bundestages. Seine Rede war mutig, persönlich und ja auch angriffslustig. Und sie war mE bitternötig. Gegen die Methoden der AfD ist mit sachlicher Argumentation nicht beizukommen. Hin und wieder ist es an der Zeit, dass eine*r aufsteht und eine aufrüttelnde, flammende Rede hält und mit dem Finger auf sie zeigt.

Die SZ bringt das, was ich sagen will, tausend mal besser auf den Punkt.
http://www.sueddeutsche.d [...] .3880215
https://tinyurl.com/y82khf2n



24.02.2018 12:22
Tehejekuetrheed

@kleineHeilige

Die Süddeutsche griff genau die Argumente von Özedemir auf, die ich berechtigt und gut fand! Und diese können und sollen mit Emotionen aufgeladen werden, um eben die Apathischen zu erreichen. Die Mitte Deutschlands hat definitiv ein Problem - Politkverdrossenheit, Glaubwürdigkeit etc. etc. - vielleicht braucht es tatsächlich einen emotionalen Paukenschlag, um sich aus der Misere zu ziehen und nicht anderen das Feld zu überlassen.

24.02.2018 19:13
Tehejekuetrheed

Das Demokraten es nicht zu einer Sitution kommen lassen, wie zu Zeiten der Weimarer Republik, ist eine Stärke dieser Demokratie. Gleichzeitig müssen alle Demokraten Europas sich gegen die jeweiligen Nationalisten engagieren. Für mich nimmt deren Ausmaß erschreckend zu. Wohin das führte sollte im Bewusstsein der Völker wach gehalten werden, wir sind alle Menschen , egal welche Hautfarbe wir haben. Da denke ich an die Zweierbobpilotin Mariama Jamanka, die mit ihrer Anschieberin Lisa Buckwitz Integration lebt. Wie alle im deutschen Olympiateam.

24.02.2018 19:25
Tehejekuetrheed

Zitat
Tehejekuetrheed
schrieb am 24.02.2018 um 19:13:

Das Demokraten es nicht zu einer Sitution kommen lassen, wie zu Zeiten der Weimarer Republik, ist eine Stärke dieser Demokratie. Gleichzeitig müssen alle Demokraten Europas sich gegen die jeweiligen Nationalisten engagieren. Für mich nimmt deren Ausmaß erschreckend zu. Wohin das führte sollte im Bewusstsein der Völker wach gehalten werden, wir sind alle Menschen , egal welche Hautfarbe wir haben. Da denke ich an die Zweierbobpilotin Mariama Jamanka, die mit ihrer Anschieberin Lisa Buckwitz Integration lebt. Wie alle im deutschen Olympiateam.


Ich stimme Dir im Wesentlichen zu, sehe aber ein grundsätzliches und seit Langem bestehendes Problem im fett hervorgehobenen Teil: die demokratischen Kräfte und auch die Linken tun sich scheinbar schwer damit, sich länderübergreifend zu vernetzen und zu unterstützen. Die Rechten scheinen es da einfacher zu haben, und das macht sie an dieser Stelle unnötig stark.

Ich finde es wichtig, dass sich auch die demokratischen Kräfte stärker vernetzen und unterstützen, sei es medial, auf europapolitischer Ebene oder auch individuell bei einzelnen Initiativen. Ich fürchte, diesem Problem ist auf einzelstaatlicher Ebene nicht ausreichend beizukommen.

24.02.2018 20:30
Tehejekuetrheed

Herrn Özdemirs Optimismus bezüglich der Widerstandskraft von Parlament und Bevölkerung gegen die AfD kann ich nicht teilen.

Ohne den politischen Willen von CDU.SPD. FDP, Grüne und Linke zu Änderungen/Restriktionen beim Asylrecht, ist eine Regierungsmehrheit der AfD in spätestens vier bis acht Jahren absehbar.

Ich halte die Einschätzung für realistisch, dass schon zum jetzigen Zeitpunkt ca. 50 % der deutschen die Asylrechtsregelung in der jetzigen Form ablehnen.

Neben den 16% AfD-Wählern vermute ich diesbezüglich ein Potential von mindestens 20% sowohl bei den (bisherigen) Nichtwählern sowie ein etwa eben so hoher Prozentanteil bei den (noch) etablierten Wählenden.

Die nächste Flüchtlingswelle insbesondere aus afrikanischen Bürgerkriegsländern hat bereits begonnen, und wird in den kommenden Jahren mindestens ebensolche Dimensionen annehmen wie die Flüchtlinglingswelle 2015.

Wo sollen die wohnen und wie integriert werden, wenn Deutschland schon jetzt damit überfordert ist?

Aufgrund des zu erwartenden neuen Flüchtlingsansturms, sehe ich keine andere Möglichkeit, als die Abschaffung der Bleiberechtsregelung für anerkannte Flüchtlinge.

Das.hieße stattdessen einen befristeten Duldungsstatus für Alle und eine schnelle Abschiebung Aller Flüchtlinge, sobald sich die Ausgangslage in den Herkunftsländern nachweislich gebessert hat.

(Ohne die Möglichkeit der Betroffenen dagegen jahrzehntelang zu prozessieren, jedoch mit Ausnahme von Härtefällen wie bei bestimmten Erkrankungen).

Da eine solche Änderung des Asylrechts jedoch nicht zu erwarten ist, wird Deutschland das Szenario einer Kanzlerin Weidel oder Kanzlers Gauland leider nicht erspart bleiben.

Das bedeutet dann u.a:

- Eine generelle Abschaffung des Asylrechts und Restriktionen auch gegen Migranten die schon seit Generationen hier leben. (Abschaffung der doppelten Staatsbürgerschaft u.o. beispielsweise Steuererhöhungen ausschließlich für Migranten), mit dem Ziel diese dauerhaft zu 'vertreiben'.

- Schleichende Abschaffung der Presse und Rundfunkfreiheit, Reglementierung von Inhalten aus dem Internet.

- Mögliche Leistungskürzungen bei Hartz 4 und Sozialhilfe.

- Abschaffung von Frauen/schwul-lesbisch und transgender-Rechten. Abschaffung der Ehe für alle bei gleichzeitiger einseitiger Förderung des traditionellen Familienmodells (z.B. durch eine Erhöhung des Kindergelds und der 'Herdprämie').

- Abgrenzung gegenüber den Interessen der EU und ein eventueller Austritt

- Allgemeiner Demokratieabbau (Abschaffung einer unabhängigen Justiz nach dem Vorbild von Polen).

(Wenn die AfD einmal an der Macht ist, wird sie diese freiwillig nicht mehr abgeben.)

Dieses Schreckensvision mag im Moment noch völlig undenkbar scheinen, dennoch bin ich mir sicher, dass wir alle es schon in wenigen Jahren erleben werden.



24.02.2018 23:55
Tehejekuetrheed

Zitat
Tehejekuetrheed
schrieb am 24.02.2018 um 20:30:

Herrn Özdemirs Optimismus bezüglich der Widerstandskraft von Parlament und Bevölkerung gegen die AfD kann ich nicht teilen.

Ohne den politischen Willen von CDU.SPD. FDP, Grüne und Linke zu Änderungen/Restriktionen beim Asylrecht, ist eine Regierungsmehrheit der AfD in spätestens vier bis acht Jahren absehbar.

Ich halte die Einschätzung für realistisch, dass schon zum jetzigen Zeitpunkt ca. 50 % der deutschen die Asylrechtsregelung in der jetzigen Form ablehnen.

Neben den 16% AfD-Wählern vermute ich diesbezüglich ein Potential von mindestens 20% sowohl bei den (bisherigen) Nichtwählern sowie ein etwa eben so hoher Prozentanteil bei den (noch) etablierten Wählenden.

Die nächste Flüchtlingswelle insbesondere aus afrikanischen Bürgerkriegsländern hat bereits begonnen, und wird in den kommenden Jahren mindestens ebensolche Dimensionen annehmen wie die Flüchtlinglingswelle 2015.

Wo sollen die wohnen und wie integriert werden, wenn Deutschland schon jetzt damit überfordert ist?

(...)



In welchen sachlich fundierten Punkten ist Deutschland zum Status Quo mit Flüchtlingen überfordert?

Der Wohnungsmangel in Deutschland ist nicht alleine durch Flüchtlinge entstanden. Bevölkerungskonzentration in Ballungsräumen, Vernachlässigung des Wohnungsbaus seit Jahren und Zuwanderung aus EU-Staaten sind weitere Faktoren.

Angenommen, es kommt eine "Flüchtlingswelle", wie soll man sie aufhalten? Mit Stacheldraht, Mauern und Schießbefehlen à la Orban? Oder sie verrecken lassen wie z.B in Libyen und zig anderen Auffanglagern? Die Reformierung des Asylrechts würde das Problem an sich nicht lösen, sondern es würde ein Grundrecht am Altar der Angst geopfert werden, zu Lasten der Menschenwürde und von Menschenleben. Wird hierdurch "rechtes Denken" nicht erst Recht salonfähig? Erschreckend genug, dass eine Frau Wagenknecht teilweise mit auf den Zug springt. Ein Land alleine kann die Flüchtlingsfrage nicht lösen - Die EU muss es endlich gebacken bekommen, dass alle Mitgliedstaaten in die Pflicht genommen werden müssen - ansonsten können einige Staaten gerne Richtung Exit gehen. Wie kann man vor Ort, in Krisengebieten helfen und unterstützen? Sehe ich mir z.B das Desaster in Syrien an - Ich würde auch meine Koffer packen und dort abhauen wollen. Aber, ich habe Glück - ich wurde zufällig in einem tollen Land geboren, welches hoffentlich weiterhin demokratische Werte höher schätzt als angstmachende Negativszenarien. In die EU kamen "nur" 3% der weltweiten Flüchtlinge - Wegen der zunehmenden Abschottung der EU oder weil sie einfach unterwegs gestorben sind.

Alleine das Beispiel Syrien zeigt doch, dass die USA, Russland, der Iran, die Golfstaaten, die Türkei (mit deutschen Waffen, Panzern) und weiß der Geier wer auf Kosten der Zivilbevölkerung Machtspiele betreiben und kein Mensch kann prognostizieren, wann dies jemals aufhört. Wie soll sich ein Mensch integrieren und "leben", wenn er befürchten muss jeden Tag abgeschoben zu werden? Selbst wenn der Tag vielleicht erst in 10 Jahren kommt, oder nie - da sein Land weiterhin in Schutt und Asche gelegt wird.



editiert am 25.02.2018 01:13 Beitrag melden Zitatantwort
25.02.2018 08:23
Tehejekuetrheed

Zitat
Tehejekuetrheed
schrieb am 24.02.2018 um 20:30:
Herrn Özdemirs Optimismus bezüglich der Widerstandskraft von Parlament und Bevölkerung gegen die AfD kann ich nicht teilen.

{...}

Dieses Schreckensvision mag im Moment noch völlig undenkbar scheinen, dennoch bin ich mir sicher, dass wir alle es schon in wenigen Jahren erleben werden.


Du bist dir der Schreckensversion sicher, warum?

Doch zunächst noch einmal kurz zur Wohnungsnot:
Dies ist kein Problem, das zusammen mit Flüchtlingen kommt. Der Zuwachs durch Menschen, die in Deutschland Überlebens- und Lebensmöglichkeiten suchen, ist nicht Ursache von Wohnungsnot in Deutschland, sondern steigern lediglich eine Nachfrage, die schon seit Jahrzehnten da ist und der die deutsche Wirtschaft, etc. bisher nicht ausreichend nachgekommen ist.
Faktoren für die Wohnungsnot in Deutschland, gibt es schon seit den 1970er Jahren. Seit dem gehören dazu Gründe wie: Landflucht (!), Gentrifizierung, Finanzkrise, Zunahme der Arm-Reich-Schere (!) und dem damit einhergehenden Verlust des Sozialen Wohnungsbau.
Darüber hinaus ist es noch ein Problem der Bebauungsplanung von Städten. In vielen größeren Städten und Großstädten Deutschlands stehen zich tausende Quadratkilometer Bürogebäude leer. Seit ein paar Jahren wird angedacht und zum Teil auch umgesetzt, dass einige Bürogebäude, die zum Teil schon nicht mehr den Ansprüchen der zunächst vorgesehenen Nutzung entsprechen, da sie so lange leer standen, daraus Wohnungen für Studierende und Flüchtlinge zu bauen.
Das ist aber auch nur eine "Nachfrage-Löcher-Stopfen"-Lösung. Die Probleme Landflucht, Gentrifizierung und die Arm-Reich-Schere (welche die "Mittelschicht" mittlerweile arg zu spüren bekommt) werden einfach nicht ausreichend angegangen.

Zur Arm-Reich-Schere:
http://www.zeit.de/wirtsc [...] reichtum
Auszug aus dem Artikel "Sechs Gründe, sich zu empören" von Alexandra Endres, erschienen in Zeit Online im Januar 2016.

Der Artikel ist lesenswert, da er Hintergründe zur Arm-Reich-Schere aufzeigt.

"6. Wir können uns nicht abschotten

Lange lebte Europa wie eine gated community. Aber in einer globalisierten Welt funktioniert das immer weniger, wie die Flüchtlingskrise zeigt. Global gesehen gehören die Einwohner der Industrieländer zu den Reichen. Wenn die wachsende Ungleichheit dazu führt, dass die Armen zu Hause immer weniger Perspektiven für sich sehen, dann werden sie zu uns kommen.

Alleine das sollte Grund genug sein, sich um gleichere Verhältnisse zu bemühen. Ob der Eliten-Treffpunkt Davos dafür der richtige Ort ist, wie Oxfam es fordert, sei dahingestellt. Ohne öffentlichen Druck wird sich vermutlich wenig ändern. "


Dass Menschen also versuchen in die EU und somit auch nach Deutschland zu kommen, liegt auch an uns selbst und nicht nur an Bürgerkriegen in Afrika. Ein z.B. durchgeknallter Diktator macht m.E. die Entscheidung bloß klarer, schnell abzuhauen, bevor man wegen Meinungsäußerung in den Knast oder sonst wohin kommt.

Was kann man also tun, um der Arm-Reich-Schere entgegen zu wirken, wenn doch "die da oben" nur Murks machen und auch noch Flüchtlinge reinlassen, die nicht nur unsere Arbeit sondern jetzt auch noch unsere Wohnungen haben wollen?

- Aufhören das Problem an Flüchtlingen fest zu machen.
- Aufhören die Bild und andere Springer-Verlag-Dinge zu konsumieren.
- Generell darauf achten was man konsumiert und wieviel.
- Gegen Unternehmen, die sich in der Politik breit machen auf die Straße gehen und Meinung laut äußern.
- Sich über Scheinfirmen und Steueroasen-"Nutzer" informieren und den Konsum derer Angebote so gut es geht einstellen.
- Hintergründe verstehen lernen...u.a. Cum-Ex, etc. http://www.zeit.de/2017/2 [...] ttlungen
- Die Bildung, die man hat und sich aneignen kann, mit anderen Menschen teilen. Den Mund aufmachen, wenn einer von 20 (Arbeits-)Kollegen plötzlich einen "unüberlegten" fremdenfeindlichen Spruch ablässt aus Frust über den Arbeitgeber und das geringe Einkommen o.ä.
- Flüchtlinge im Alltag integrieren, damit meine ich nicht, ihnen die Mündigkeit abnehmen, sondern mal ansprechen, ob man helfen kann. Bedeutet Begegnen, anstatt abschätzig zu mustern. Denn und das ist meine Meinung, ein Großteil der Flüchtlinge wird uns wirtschaftlich in 50 Jahren noch den Arsch retten. Genau so wie es seit Jahrzehnten mit Migranten aus der Türkei, Russland, Polen und aus zich anderen Ländern gewesen ist. Und ja, sogar Menschen aus Afrika (einfach mal "Völkermord in Ruanda" recherchieren und welche rassistische Rolle Deutsche in deren Landesgeschichte hatten).
- etc.

Und jetzt noch einmal meine Frage:
Warum bist du dir der "Schreckensvision" so sicher und teilst den "Optimismus" von Özdemir nicht, wenn du doch selbst etwas gegen deine "Schreckensvision" unternehmen kannst und dich dem "Optimismus" Özdemirs anschließen könntest?
Was genau hält dich daran fest, dich mehr an einem "Schrecken", denn an einem "Optimisten" zu orientieren?



25.02.2018 16:47
Tehejekuetrheed

Zitat
Tehejekuetrheed
schrieb am 25.02.2018 um 08:23:

Zitat
Tehejekuetrheed
schrieb am 24.02.2018 um 20:30:
Herrn Özdemirs Optimismus bezüglich der Widerstandskraft von Parlament und Bevölkerung gegen die AfD kann ich nicht teilen.

{...}

Dieses Schreckensvision mag im Moment noch völlig undenkbar scheinen, dennoch bin ich mir sicher, dass wir alle es schon in wenigen Jahren erleben werden.


Du bist dir der Schreckensversion sicher, warum?

Doch zunächst noch einmal kurz zur Wohnungsnot:
Dies ist kein Problem, das zusammen mit Flüchtlingen kommt. Der Zuwachs durch Menschen, die in Deutschland Überlebens- und Lebensmöglichkeiten suchen, ist nicht Ursache von Wohnungsnot in Deutschland, sondern steigern lediglich eine Nachfrage, die schon seit Jahrzehnten da ist und der die deutsche Wirtschaft, etc. bisher nicht ausreichend nachgekommen ist.


Wohnungsnot begleitet die kapitalistische Stadt seit ihrer Entstehung im 19. Jhd. Die Ausbeutung, die schon in der Lohnarbeit stattfindet, lässt vielen Menschen so wenig Mittel übrig, dass sie die Renditeerwartungen der Wohnungsunternehmen nicht noch zusätzlich erfüllen können. Und umgekehrt sind die Wohnungsunternehmen auf diese Menschen als Kundinnen nicht angewiesen. Es gab eine kurze Zeitspanne, etwa von Anfang/MItte der 1960er bis Anfang/Mitte der 1970er Jahre, in der die Situation relativ entspannt war, weil relativ viel Steuergeld in den Wohnungsbau floss, aber auch in dieser Zeit hatten bei weitem nicht alle Menschen einen menschenwürdigen Wohnraum für sich.

Heute macht eine bedeutende deutsche Exportindustrie, die Rüstungsindustrie, Riesengeschäfte mit der Zerstörung von Wohnungen in Gebieten der Welt, von denen aus die überlebenden Obdachlosen dann nach Deutschland gelangen können. Einen messbaren Anteil an der Wohnungsnot hier macht das nicht aus, aber als Sündenböcke sind die Menschen gut genug.



25.02.2018 17:24
Tehejekuetrheed


´@ZenziZeisig

Wahnsinn, was für ein Szenario du dir da ausmalst, und wie gnadenlos du anderen Menschen das Recht absprichst sich auf die suche nach einen Leben mit perspektiven, sicherheit für ihr Leben zubegeben

Dabei scheinst du überhaupt nicht zu realisieren das du Mitverursacherin wenn auch nicht willentlich der Flüchtlingswelle bist, wie die meisten von uns.

Allein durch dein Konsum, an von Lebensmittel, Kleidunges etc etc..
Selbst wenn du dich nur mit fairen regionalen Lebensmittel mit Stoffe aus heimischer Produktion durch dein leben wandels, wird du ein Teil, des Globalen Politik, Wirtschaft gebaren, sein
Und somit auch einteil des Problems, der Flüchtlingswellen.

Außer du lebst komplett Outak.

Und nur weil du das außerordeliche Glück hast, in der heutigen Zeit, in einen Land leben zu können, in dem es zurzeit alles noch soweit Stabil ist, gibt es dir kein recht andern, die auf der suche danach sind, es zu verweigern.

Kein Mensch hat mehr Rechte alles ein anderer Mensch,

Wie sind eine Welt, Alles hängt mittlerweile mit allem zusammen


editiert am 25.02.2018 17:27 Beitrag melden Zitatantwort
25.02.2018 19:15
Tehejekuetrheed

Hui, endlich mal wieder n bißchen "Nazi"-Bashing nebst Schützenhilfe fürs das etablierte, pollitische Kasperletheater hier auf lesarion. Lang nicht gehabt.
Macht ja auch irgendwie Spaß.

Allerdings frage ich mich, was genau den Herrn Yücel dazu bewegte, unserem ewig schlecht gelaunten Land nach Rückkehr aus dem türkischen Sonderurlaub schlußendlich den Rücken zu kehren.

Was könnte es wohl sein?

Das "Ausländerklatschen"? - fällt wohl eher weg, weil kommt überall vor.
Das "Vollkornbrot"? - nö, weil gesund.
Der "totale Krieg" - nö, weil schon längst vorbei.
Dem "absolut Bösen Namen und Gesicht verleihen"? - fragen wir das absolut Böse doch mal. Wie war seine (oder ihre) Telefonnummer noch gleich?
Das "grenzenlose Selbstmitleid" und die "penetrante Besserwisserei"? - schon möglich, aber wieso nerven die ihn erst jetzt?
Vielleicht ist es unsere gräßlich verkrüppelte Sprache mit all ihren Unregelmäßigkeiten, völlig überfrachteten Wort-Komposita und dem Fehlen von gefühlt 100 fehlenden Synonymen für den Geschlechtsverkehr?
( siehe näheres dazu unter http://bit.ly/2lJZmr2 )

Hm, schwierig. Vielleicht ist er dort, wo wir ihn am wenigsten erwarten: er sitzt mit dem Chefpascha und Herrn der Ziegen Monsieur Erdogan himself bei lecker Tee und Falafel gemütlich in einer seiner Protzvillen und amüsiert sich darüber, wie simpel es doch war, den deutschen Bundeskaspern millionenschwere Waffentechnologie abzuluchsen.

Tja, so einfach kann's sein.

~~~

Anmerkung: dieser Text könnte richtig viele Spuren von Satire enthalten.

editiert am 25.02.2018 19:16 Beitrag melden Zitatantwort
25.02.2018 19:32
Tehejekuetrheed

Zitat
Tehejekuetrheed
schrieb am 25.02.2018 um 19:15:
{...}
Anmerkung: dieser Text könnte richtig viele Spuren von Satire enthalten.

Wo denn? Oder meinst du dein Profil? Sorry, aber ich steige echt nicht durch deinen Schreibstil durch.

25.02.2018 20:15
Tehejekuetrheed

Zitat
Tehejekuetrheed
schrieb am 25.02.2018 um 19:15:

(...)

....bis zur nachfolgender "Anmerkung" das übliche AFD-geschwurbel, das - ginge es der autorin um inhalte - auch in 3 hauptsätze passen würde. deshalb habe ich von der zitierung abgesehen....

(...)
~~~

Anmerkung: dieser Text könnte richtig viele Spuren von Satire enthalten.


genau das hat herr kubicki in seiner oben verlinkten rede auf den punkt gebracht und ich schließe mich ausdrücklich an:

ich sehe es nach, dass satire nicht verstanden wird und sehe in bezug auf den zitierten beitrag der nutzerin @Sportstute damit auch den wiederholt eindrucksvoll erfolglosen versuch nach, hier einen satirischen beitrag zu verfassen.



editiert am 25.02.2018 20:18 Beitrag melden Zitatantwort
25.02.2018 22:53
Tehejekuetrheed

Zitat
Tehejekuetrheed
schrieb am 24.02.2018 um 20:30:

Herrn Özdemirs Optimismus bezüglich der Widerstandskraft von Parlament und Bevölkerung gegen die AfD kann ich nicht teilen.

Ohne den politischen Willen von CDU.SPD. FDP, Grüne und Linke zu Änderungen/Restriktionen beim Asylrecht, ist eine Regierungsmehrheit der AfD in spätestens vier bis acht Jahren absehbar.

Ich halte die Einschätzung für realistisch, dass schon zum jetzigen Zeitpunkt ca. 50 % der deutschen die Asylrechtsregelung in der jetzigen Form ablehnen.

Neben den 16% AfD-Wählern vermute ich diesbezüglich ein Potential von mindestens 20% sowohl bei den (bisherigen) Nichtwählern sowie ein etwa eben so hoher Prozentanteil bei den (noch) etablierten Wählenden.

Die nächste Flüchtlingswelle insbesondere aus afrikanischen Bürgerkriegsländern hat bereits begonnen, und wird in den kommenden Jahren mindestens ebensolche Dimensionen annehmen wie die Flüchtlinglingswelle 2015.

Wo sollen die wohnen und wie integriert werden, wenn Deutschland schon jetzt damit überfordert ist?

Aufgrund des zu erwartenden neuen Flüchtlingsansturms, sehe ich keine andere Möglichkeit, als die Abschaffung der Bleiberechtsregelung für anerkannte Flüchtlinge.

Das.hieße stattdessen einen befristeten Duldungsstatus für Alle und eine schnelle Abschiebung Aller Flüchtlinge, sobald sich die Ausgangslage in den Herkunftsländern nachweislich gebessert hat.

(Ohne die Möglichkeit der Betroffenen dagegen jahrzehntelang zu prozessieren, jedoch mit Ausnahme von Härtefällen wie bei bestimmten Erkrankungen).

Da eine solche Änderung des Asylrechts jedoch nicht zu erwarten ist, wird Deutschland das Szenario einer Kanzlerin Weidel oder Kanzlers Gauland leider nicht erspart bleiben.

Das bedeutet dann u.a:

- Eine generelle Abschaffung des Asylrechts und Restriktionen auch gegen Migranten die schon seit Generationen hier leben. (Abschaffung der doppelten Staatsbürgerschaft u.o. beispielsweise Steuererhöhungen ausschließlich für Migranten), mit dem Ziel diese dauerhaft zu 'vertreiben'.

- Schleichende Abschaffung der Presse und Rundfunkfreiheit, Reglementierung von Inhalten aus dem Internet.

- Mögliche Leistungskürzungen bei Hartz 4 und Sozialhilfe.

- Abschaffung von Frauen/schwul-lesbisch und transgender-Rechten. Abschaffung der Ehe für alle bei gleichzeitiger einseitiger Förderung des traditionellen Familienmodells (z.B. durch eine Erhöhung des Kindergelds und der 'Herdprämie').

- Abgrenzung gegenüber den Interessen der EU und ein eventueller Austritt

- Allgemeiner Demokratieabbau (Abschaffung einer unabhängigen Justiz nach dem Vorbild von Polen).


(Wenn die AfD einmal an der Macht ist, wird sie diese freiwillig nicht mehr abgeben.)

Dieses Schreckensvision mag im Moment noch völlig undenkbar scheinen, dennoch bin ich mir sicher, dass wir alle es schon in wenigen Jahren erleben werden.



Das stimmt nicht.

***

Genau das Gegenteil ist der Fall.

editiert am 26.02.2018 01:07 Beitrag melden Zitatantwort
26.02.2018 01:13
Tehejekuetrheed

https://www.youtube.com/w [...] YrlGCiNI

AfD - Dr. Gottfried Curio hält im Bundestag eine glänzende Rede zum Fall Deniz Yücel


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