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jemanden ignorieren?

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25.11.2018 20:50
Tehejekuetrheed

Ignorieren - absolut. Das ist eine ehrliche Reaktion. Weiter kommunizieren aber dann kurz vor einem Treffen immer wieder absagen - eher nicht. Gerne die ehrliche Ansage zum Kontaktabbruch, aber hinhalten und dann immer wieder absagen - nein.

26.11.2018 12:29
Tehejekuetrheed

Zitat
Tehejekuetrheed
schrieb am 25.11.2018 um 20:50:

Ignorieren - absolut. Das ist eine ehrliche Reaktion. Weiter kommunizieren aber dann kurz vor einem Treffen immer wieder absagen - eher nicht. Gerne die ehrliche Ansage zum Kontaktabbruch, aber hinhalten und dann immer wieder absagen - nein.


ich stimme Dir zu. Leider habe ich selbst es trotzdem nicht anders geschafft.

06.12.2018 19:24
Tehejekuetrheed

Ja, ganz richtig! Das habe ich auch erlebt. Jeder Therapeut rät dir auch, absolut keinen Kontakt!

Zitat
Tehejekuetrheed
schrieb am 23.11.2018 um 20:09:

Es kann wirklich überlebenswichtig sein. Und ja, es ist sehr schwer. Es gibt Menschen, die andere aussaugen bis nichts mehr von ihnen übrig bleibt. Sie machen das so subtil, dass man es kaum merkt. Richtig heftig wird es jedoch, wenn viel Herzblut, Empathie und auch Geld in eine solche Beziehung investiert hat. Es kann lange dauern, bis es bewusst wird, bis die Wahrheit Oberhand gewinnt. Es ist eine echt schwere Zeit, denn der Mensch der der Grund ist, dass er ignoriert wird, gibt nicht so einfach auf und hat viele „Tricks“ auf Lager.


07.12.2018 18:40
Tehejekuetrheed

Nachdem ich in diesem Forum seit vielen Monaten still mitlese habe ich mich nun doch angemeldet, da mich der Thread sehr anspricht.

Kurz vorweg: ich bin in der Position, dass ich momentan angeschwiegen bzw. geschnitten werde. Tut mir auch leid für den längeren Text, aber es musste mal raus, aber hey: da kann ich mal von der anderen Seite berichten.

Zu deinem Geschriebenen, Magnolia: Weiß die entsprechende Person, dass gewisse Formulierungen für dich kränkend sind? Vielleicht ist es ja gar nicht so gemeint und die Person drückt sich einfach nur ungeschickt aus? Jemand in meinem Freundeskreis hat so ein Talent. Alles hört sich sehr verletzend an, selbst Komplimente, obwohl es nicht so gemeint ist. Habt ihr das Gespräch gesucht? Wenn ja und es passiert immer wieder kann ich dich vollkommen verstehen - dann ist es besser, sich selbst zu schützen, wie hier mehrfach geschrieben wurde. wenn es dir nicht gut tut muss es weg. Und seht ihr euch quasi "gezwungenermaßen", oder kannst du mit klaren Worten oder gegebenenfalls einem Brief das Verhältnis a'la "Aus den Augen aus dem Sinn" komplett beenden? Wäre schön, wenn du hier weiter schreibst, ich finde das Thema sehr spannend.

Mal von der anderen Seite aus: Ich bin ein sehr direkter, extrovertierter Mensch, suche also immer zuerst gern das klärende Gespräch, oder von mir aus auch Briefwechsel, Whats App, Rauchzeichen - ganz egal, Hauptsache es gibt irgendeine Kommunikation, um die Dinge aus der Welt zu räumen bei "Herzensmenschen", wie Satoshi es so schön ausgedrückt hat. Für mich persönlich ist Ignorieren das letzte Mittel, denn es löst nichts und das eigentliche Problem steht weiter im Raum und die Fronten verhärten sich mehr und mehr.

Ignorieren begegnet mir auch nur Personen gegenüber, die ich zwanghaft sehen muss (wie auf Arbeit oder in einem Verein, oder innerhalb der Familie). Sind die Differenzen bei mir mit Freunden in der Vergangenheit zu groß gewesen und haben Gespräche zu nichts geführt, habe ich diese Freundschaft beendet (dann aber mit Ansage meinerseits). Im Familien- oder Berufsleben beispielsweise geht das aber nur schwer.

Aber ja: auch Schweigen kann anstrengend und verletzend sein - auch für einen selbst, wenn man Jemanden ignoriert, der einem viel bedeutet. Gerade, wenn man ein empathischer Mensch ist, dem das Wohl der Mitmenschen nicht am A. vorbeigeht. Das Problem habe ich momentan - es ist mitlerweile ein beidseitiges Anschweigen und Ignorieren geworden, welches ich jedoch nicht begonnen habe.

Ich kann mit Kritik umgehen - gerade von Menschen, die mir wichtig sind. Wenn ich aber plötzlich geschnitten werde und nicht weiß warum, dann lässt mich das völlig ratlos zurück. Habe ich etwas Verletzendes gesagt oder getan? Rückblickend fällt mir nichts ein, aber das kann bei ihr ja völlig anders angekommen sein. Dieses (für mich) grundlose Ignorieren raubt mir jede Kraft. Mehrere Versuche meinerseits, einen Schritt auf die andere Person zuzugehen, nach Gründen zu fragen und zu vermitteln, dass ich für ein Gespräch jederzeit offen bin, wurden weggewischt und abgeblockt, ich wurde angeherrscht, man erträgt nicht mal mehr meine Nähe oder Augenkontakt. Wenn mich jemand ignoriert würde ich einfach gern den Grund erfahren, um an mir arbeiten zu können - auch für zukünftige Begegnungen mit Anderen.

Da mir die Möglichkeiten einer angemessenen Reaktion nun ausgegangen sind, ziehe ich mich nun auch zurück und "beantworte Gleiches mit Gleichem". Einfach aus einer Ohnmacht heraus und ja: auch aus Selbstschutz nicht Tag für Tag zu leiden. Dabei geht es mir aber alles andere, als gut. Ich sehe, was das mit der anderen Person macht - mit mir macht ihr Schweigen ja das Selbe. Klar könnte ich jetzt denken "Gut so - soll sie sich doch mal fühlen, wie ich mich seit Monaten fühle!", aber es tut mir nur weh so ein "Arsch" zu sein und (sichtbares) Leid zu verursachen. Ich empfinde absolut kein Triumphgefühl, keine Genugtuung, ganz im Gegenteil: mich zerreißt es innerlich, mich so aufzuführen und kostet mich jeden Tag erneut Kraft und innerliches Zureden, diesen Kurs weiter zu fahren. Wir führen eine stille Meisterschaft, wer besser darin ist, die andere mit unserem Verhalten zu verletzen. Dazu ist es kindisch, unreif und zerstört die Basis, die mal da war jeden Tag mehr und mehr (also in meinem Fall, nicht generell!), was mich zusätzlich traurig stimmt.
Wie ich da raus komme weiß ich nicht - ein kleiner Teil in mir hofft wohl immer noch, dass bei ihr der Leidensdruck irgendwann so groß wird, dass sie sich mal bewogen fühlt, einen Schritt auf mich zuzugehen und mir somit endlich einen Weg eröffnet, die Sache anzugehen und aus der Welt zu schaffen, aber die Hoffnung schwindet mehr und mehr. Würde Sie sie mir bieten, ich würde sofort zugreifen und würde versuchen ohne Wut, Vorwürfe oder ähnliches die Dinge konstruktiv zu klären. Aber wenn man sich monatelang abkämpft und nur vor Mauern rennt - egal, auf welchem Weg (und ich habe versucht jeden Weg zu nehmen, der mir eingefallen ist...), dann ist irgendwann der Kampfeswille dahin. Ich renne wieder und wieder gegen diese Mauern, hab mir nun die Nase verknackst und die Tränchen kullern.
Wütend bin ich nicht, nur enttäuscht, verwirrt und vor den Kopf gestoßen. Wir kenn uns etliche Jahre, ein Kontaktabbruch geht so ohne weiteres auch nicht, wir sehen uns beinahe täglich.

Mal die Frage an alle: Habt ihr schon mal ignoriert und wenn ja aus welchem Grund? Wie ging das Ganze aus?

Und für mich ganz wichtig: Ging es hier Jemandem schon mal wie mir? Wurdet ihr ignoriert? Wenn ja: Wurde euch gesagt warum, oder war das auch so ein Tappen im Dunkeln? Und was ist daraus geworden?

Vielen Dank fürs Lesen (falls es Jemand zu Ende gelesen hat) und ein schönes Wochenende euch allen.

LG



editiert am 07.12.2018 19:25 Beitrag melden Zitatantwort
07.12.2018 19:45
Tehejekuetrheed

Also ich sehe das ein bisschen anders . Wenn dich jemand endgültig und konstant ignoriert wird er nicht darunter leiden dass du ihn nun "zurück ignorierst" der Mensch wird vermutlich eher froh sein dass es endgültig zu Ende ist, ich mein umsonst bricht man eben gerade unter Freunden nicht einfach so den Kontakt ab, da hast du ein paar Grenzen überschritten und dieser Mensch hat einen Schlusspunkt gesetzt.
Ich kenne es von der anderen Seite, eine Freundin hatte die äusserst miese Angewohnheit über alles und jeden herzuziehen, das ist eine Weile geduldet worden und teilweise auch ignoriert bis sie damit begann jeweils bei den anderen intimste Sachen auszuplaudern die ihr anvertraut worden sind. Da ging es dann teilweise um Seitensprünge einer ihrer Freundin oder wie frigide diese wäre und ihren eigentlichen Freund ja nur 2x im Jahr "dranlässt"(mit der Feststellung was für ein arschloch diese frau ist )die sie ihrem Mann weitererzählt hat während sie eben diesen Mann bei der freundin mit dem Seitensprung ebenfalls als arschloch betitelte und weit und breit erzählte was für ein ekliger Typ das ist. Das waren dann die tropfen die das fass zum überlaufen gebracht haben.
Das kam dann alles mehr oder minder zufällig raus als sich die Clique ohne sie mal getroffen hatte und verschiedene Versionen ihrer Erzählungen aufeinandertrafen, daraufhin wurde beschlossen dass sie "raus" ist.
Es folgten 2 Jahre lang Versuche (per email und brief) die mit vorwürfen gefüllt waren ( wie zb: was wären wir für tolle freunde, wir hätten ihr den kopf waschen sollen für ihr verhalten) wieder befreundet sein zu wollen was immer wieder unsererseits abgelehnt wurde. Sie hat auch überhaupt nicht verstanden was sie falsch gemacht hatte und hat sich stets als Opfer dargestellt (wir hätten uns gegen sie verschworen).
Nein sie hat einfach so einen miesen Charakter dass niemand mehr was mit ihr zu tun haben wollte, so einfach war das. Niemand hat darunter gelitten dass sie nicht mehr Teil seines Lebens ist , wir waren wirklich froh über diesen Schlussstrich.
Ja und jetzt 10 Jahre später treibt sie dieselben Spielchen in einem anderen Freundeskreis, bis die halt auch irgendwann verstehen werden was sie für ein Mensch ist .



editiert am 07.12.2018 19:48 Beitrag melden Zitatantwort
14.12.2018 21:35
Tehejekuetrheed

also... Ich finde es wichtig, dass die Person den Grund kennt, weshalb sie ignoriert wird. Natürlich ist Ignoranz das letzte Mittel, wenn Konflikte wirklich nicht anders zu lösen sind.
Bei mir läuft es gut. Ich bin langsam wirklich gleichgültig, weil mir nicht ständig Energie abgezogen wird. Ich leide nicht darunter, weil ich mich anderen - angenehmen und produktiven Menschen - zuwenden kann, die mir gut tun.

Es gibt aber auch eine andere Form der Ignoranz, dann ist es einem tatsächlich nicht egal und man leidet selbst unter seinem eigenen Verhalten. Es tut weh, weil es scheinbar unnatürlich ist, jemanden zu meiden.

Bei mir ist diese Form in wirkliche Gleichgültigkeit übergegangen. Ich muss aber dazu sagen, dass ich weiterhin grüße, aber nie von selbst ein Gespräch anfangen würde …
LG

14.12.2018 22:02
Tehejekuetrheed

Doppelt

editiert am 14.12.2018 22:07 Beitrag melden Zitatantwort
14.12.2018 22:02
Tehejekuetrheed

Das mal n gutes Thema

Ich hab zum Beispiel zu meinem Bruder seit gut 15jahren wenig und seit 6 Jahren keinen kontakt.
Er hat ein Problem mit meiner Homosexualität und hat mich aufs übelste beleidigen und überall schlecht machen wollen
Man hat sich zwar immer mal wieder angenähert, bis dann wieder was vorgefallen ist. Irgendwann war ich es einfach leid.

Wenn ein Familientreffen ansteht, sehen wir uns zwar und auch ein "Hallo" rutscht mir über die Lippen, das war's dann aber auch.

Kommt natürlich auch immer drauf an, was genau vorgefallen ist. In erster Linie bevorzuge ich das direkte Gespräch, aber bei manchen ist das vergebene Lebensmühe.



editiert am 14.12.2018 22:05 Beitrag melden Zitatantwort

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