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ohne Worte


29.10.2007 19:02
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Berlin (AFP) - Im Streit um den Hassprediger-Vorwurf des Grünen-Abgeordneten Volker Beck gegen Kölns Erzbischof Joachim Meisner hat der Politiker Unterstützung vom Lesben- und Schwulenverband (LSVD) erhalten. Meisner liefere mit seinen jüngsten Äußerungen zu gleichgeschlechtlichen Partnerschaften "Homosexuellen-Hassern Stichworte und Munition", kritisierte ein LSVD-Sprecher in Berlin. "Anstatt vor Meisner in die Knie zu gehen, sollte die Politik die feindseligen und menschenverachtenden Tiraden des Kölner Kardinals entschieden zurückweisen."

Auslöser für die Vorwürfe Becks gegen den Kölner Erzbischof war eine Predigt im Schweizer Wallfahrtsort Einsiedeln, bei der Meisner Anfang Oktober gesagt hatte: "Die sogenannten alternativen Modelle menschlichen sexuellen Zusammenlebens sind aber unwahr, und darum für den Menschen im Kern verderblich." Beck bezeichnete Meisner daraufhin im "Spiegel" als "selbstgerechten Hassprediger", der "ganzen Gruppen von Menschen die Existenzberechtigung" abspreche.

Auch der LSVD warf dem Kardinal vor, er verletze "die Gefühle zahlloser Menschen, die täglich Verantwortung füreinander übernehmen und füreinander einstehen". "Wer eine solch feindselige und aggressive Sprache führt, hat keinen Grund beleidigt zu sein, wenn man ihm Kontra gibt."

Dagegen hatte Beck mit seinem Hassprediger-Vorwurf in Union und FDP scharfe Kritik ausgelöst. Auch Grünen-Fraktionschefin Renate Künast und Bundestagsvizepräsidentin Katrin Göring-Eckardt (Grüne) hatten sich von Becks Wortwahl distanziert. Künast nannte den Ausdruck "Hassprediger" im "Tagesspiegel" "unpassend und unangemessen". Göring-Eckardt betonte an gleicher Stelle, Beck "tut sich und der Sache keinen Gefallen, wenn er die Auseinandersetzung mit unpassenden Worten anheizt". Inhaltlich stellten sich die Grünen-Politikerinnen aber auf die Seite Becks.

Das Kölner Erzbistum hatte angekündigt, es werde die Aussagen von Beck "genau prüfen und sich weitere Schritte vorbehalten". Erst im Juni setzte das Erzbistum eine Einstweilige Verfügung gegen den Kölner Kabarettisten Jürgen Becker durch, nachdem dieser Meisner als "Hassprediger" bezeichnet hatte.




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29.10.2007 19:46
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29.10.2007 19:32

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