Ist es ethisch vertretbar, einer unerträglichen Lebenssituation entgehen zu wollen?
Der Thread war so schnell voll, dass ich gar nicht mehr dazu kam, mitzuschreiben. Habe ihn grade überflogen. alles zu lesen schaffe ich nicht...
http://www.lesarion.de/fo [...] ;block=1
Folgender Beitrag gefiel mir sehr gut.
Zitat von monstera1171:
Psychologische Kriegsführung vom Staat ist, bestimmte Volksgruppen gegen einander aufzuhetzen, damit niemand mehr darauf achtet, was sie hinter unserem Rücken für Gesetze verabschieden.
Multimediale Volksverdummung ist eines der Mittel das sie dabei äußerst erfolgreich einsetzen.
Und neee, ich such jetzt nicht die entsprechenden Artikel aus Google und Wikipedia, denn:
Wer sein Wissen nur aus Büchern hat, den kann man getrost ins Regal stellen!
Zitat Ende
Wenn in dem Thread Frauen in die Position gedrängt werden, sich hzu rechtfertigen, dass sie "was tun", sich ja "bemühen" und aufzählen, was sie schon alles mitgemacht haben, um eine Job zu bekommen, eine Ausbildung zu machen, etc., dann ist das schon die Folge der psychologischen Kriegsführung durch die Medien.
Mir geht es auch darum, dass ich meine, um nur ein Minimum an Menschenwürdigkeit zu bewahren, muss es auch Möglichkeiten geben, einer unerträglichen Arbeitssituation, die ja eine Lebenssituation ist, zu entkommen. Und zwar für jede. Nicht nur für die "intelligenten", für die Menschen mit unbegrenzten Kräften, die es tatsächlich schaffen zu arbeiten und daneben noch eine Ausbildung, Studium, etc. zu machen. Ach für Menschen die nicht in Deutschland geboren wurden, etc..
Viele Menschen, die sehr hart arbeiten, z.B in Metallfabriken schädlichen Gasen und Stäuben ausgesetzt sind, Tag und Nacht-Schichten haben, häufig Überstunden machen müssen, haben nach Feierabend kaum noch Energie für Privatleben.
Auch im Sozialbereich gibt es Arbeitsplätze, die unerträglich sind. Wenn ich z.B. mit einer FSJ-Kraft alleine eine Gruppe verhaltensauffälliger behinderter Menschen betreuen muss.
Sehr gefährlich und angstgeladen- Zehrt ungeheuer viel Energie, da ich nicht eine einzige Sekunde abschalten kann....)
Vor Jahren arbeitete ich mal in einer Putzkolonne. Wir mussten in Akkordarbeit Hotelzimmer putzen. Der Lohn richtete sich danach, wie viele Zimmer wir geschafft haben.
Am Ende kam ich auf einen Lohn, von 5 DM pro Stunde. Davon konnte ich grade die Miete und das Ticket zur Arbeit bezahlen. Ich hatte damals solche Wut, dass ich überlegte, ob ich lieber mich selbst oder jemand anders umbringen will. Ich entschied mich dazu zu kündigen und bekam natürlich eine Sperre beim Sozialamt. Aber damals waren die Verhältnisse im Vergleich zu jetzt noch einfach. Heute hätte ich mit weitaus größeren Schikanen und Existenzängsten zu rechnen...
Wäre es es der Fraktion, die hier härteres Vorgehen der Argen propagiert ethisch vertretbarer vorgekommen, wenn ich mich selbst umgebracht hätte?
Wäre die Welt dann für euch in Ordnung?