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Forum » Literatur, Kunst & Philosophie » Thread

wunderschöne geschichte

25.09.2008 00:51
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....die ich euch nicht vorenthalten wollte..
sie ist nicht von mir (hab aber um erlaubnis gebeten, sie "veröffentlichen" zu dürfen..
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stell dir vor, es klingelt an deiner türe... du machst auf, ich steh davor. "hallo schöne, es ist zeit, auszubrechen". DU schaust erstaunt... ich erkläre nichts, nehme dich an der hand. eine umarmung folgt... pack ein paar sachen ein. mehr muss nicht gesagt werden... du tust es, noch immer mit einem fragezeichen in deinen augen... "aber ich muss doch arbeiten" dein kläglicher versuch zu protestieren. "alles geregelt" meine antwort. die tasche ist gepackt, ich nehm dich mit. rein ins auto mit dir. wir fahren los, das ziel ist dir noch unbekannt. fahren, schweigen... du schliesst die augen, vertraust mir einfach. leise musik lädt zum mitsingen ein. kaffeepause, du fragst nicht, du lässt dich einfach überraschen. die spannung, der stress fällt ab. von mir, von dir. musik lauter drehen, lautstark mitsingen. krumm und schief, scheissegal. leben... leben, genau das, wozu immer die zeit fehlte. singen, lachen, schweigen, reden... bis wir da sind.
ich öffne dir die türe, du steigst aus, streckst dich. ich kann deinen wunderschönen nackten bauch sehen, aber ich werde ihn nicht berühren. ich nehm dich an die hand, wir gehen ein stück. es ist abend mittlerweile. über einen kleinen hügel geht es noch und deine augen weiten sich... die glutrote sonne empfängt uns. hat auf uns gewartet, beginnt langsam sich zu neigen. wird tiefer und dunkler... bis sie endlich im meer versinkt... das meer... dahin habe ich dich entführt. du lächelst, schliesst deine augen... holst tief luft und es scheint, als ob du gierig diesen geruch einsaugen willst. den geruch der freiheit, des losgelöstseins. deine augen glitzern mit dem letzten rest der nahezu verschwundenen sonne. du bist so schön...

plötzlich erblickst du das kleine häuschen kaum ein paar hundert meter weit weg. "unsre bleibe für die nächsten tage"... mehr muss ich nicht sagen...

ich gehe vor, öffne dir die türe, lasse dich herein. ein gedeckter tisch empfängt dich, das feuer im kamin ist an, kerzen auf dem tisch... rotwein, brot, wurst, käse... "hast du hunger?" wir geniessen das essen schweigend. der pure genuss... jeden tropfen, der die kehle herunterwandert nimmst du wahr. jeder bissen schmeckt wunderbar. leuchten in deinen augen. du empfindest alles tausendmal intensiver... keine ablenkung um dich rum... "sein"...

die flasche rotwein ist leer, die nächste hole ich für dich. dazu noch zwei decken unter dem arm. "komm mit". auf der terasse steht eine grosse liege. wir schmiegen uns in die decken und an uns. der blick zum himmel offenbart den klarsten sternenhimmel seit langem. wir gehen auf entdeckungsreise. da ist kassiopeia, da der große wagen. die milchstrasse glitzert und begleitet unsere reise zu den sternen. im hintergrund das meeres rauschen. ansonsten stille. es ist kalt, aber dennoch wirfst du plötzlich deine decke weg, schnappst meinen arm, zeihst mich hoch und rufst "komm mit". schon rennst du durch den sand zum meer. ich lachend hinterher. bis ich bei dir bin, hast du dich ausgezogen... ich tu es dir nach. es ist kalt, aber es ist egal. im herbst im meer baden... ein punkt auf der liste der dinge, die man mal tun sollte. der atem stockt bei der ersten berührung mit dem wasser. "memme" hör ich dich, während du schon dabei bist, mich lachend mit dem eiskalten wassser nasszuspritzen. ich lächle, renne ins wasser, lasse mich fallen. es tut weh und dennoch tut es so gut. sich endlich mal wieder zu spüren. ein prickelnder schmerz. kleine nadelstiche, aber doch so unendlich wohltuend. dein nackter körper glitzert im mondlicht. jede einzelne erhebung deines körpers kann ich wahrnehmen. die gänsehaut, die die kälte verursacht. und nun endlich... endlich bin ich so frei, so gelassen. ich komme auf dich zu, meine arme umschlingen deinen frierenden körper. ich küsse dich... ich muss nichts sagen, wir packen unsere kleider, laufen zurück zum haus. geradewegs hin zum kamin... wir kuscheln zuerst, wärmen uns auf... bis uns die glut der leidenschaft übermannt... wir fallen übereinander her, als ob es kein morgen gäbe... haut an haut reiben... flackernde flammenschatten auf deinem, auf unseren körpern... alles stimmt... nähe bis zum morgengrauen, um dann erschöpft im letzten licht des feuers aneinandergekuschelt einzuschlafen...



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25.09.2008 15:55
25.09.2008 15:18
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