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Lovestories » Detail

Der Umzug (10)

von silly1967


Sie tranken mittlerweile das zweite Glas Wein und aßen den Rest vom dritten Stück Pizza. 'Chris, ich bin lesbisch aber ich hoffe, Du hast kein Problem damit'. "Glaub nicht". Stephanie sah Christina entgeistert an. „Was hast Du gesagt"? „Du hast mich gefragt, ob ich noch ein Stück Pizza schaffe, ich glaube nicht, so Leid es mir tut". 'Oh Himmel, das geht so nicht mehr weiter', Stephanie stand auf. "Ich krieg auch keinen Bissen mehr herunter, wollen wir dann noch ein wenig arbeiten"? „Ja klar, ich brenne schon darauf, den Pinsel zu schwingen. Dann wollen wir mal wieder", Christina tauchte die Farbrolle in die gelbe Farbe.

'Was für eine schöne warme Farbe' fand sie. Sie begann mit der Decke. Stephanie sah ihr für einen Augenblick zu, dann begab sie sich ins Bad, um die Bordüre fort zu führen, welche Britta zum Verhängnis geworden war. 'Ein paar Muscheln am Spiegel entlang, sehen bestimmt auch schön aus'. Ihr zitterten die Hände. 'Ob ich sie heute noch frage, ob sie hier einziehen will'? „Sag mal", hörte sie Christina aus dem Flur rufen, „reicht es wenn ich einmal streiche, oder doch zweimal"? „Augenblick, ich komme gleich", antwortete Stephanie, nahm die Schablone mit den Muscheln ab, sah toll aus. Trat auf den Flur. Christina hatte Britta´s Cape auf und kleine Farbtupfer im Gesicht, 'Man, sieht sie süß aus', fand Stephanie nicht zum ersten Mal.

„Was hast Du gemacht, Du bist echt von der schnellen Truppe", die Decke war schon fertig. „Na, Du willst doch so schnell wie möglich einziehen, oder? Die Farbe deckt sehr gut ab, ich denke, einmal streichen reicht. „Ja, das denke ich auch", fand Stephanie. „Gut, dann jetzt die Wand, mir fällt grad ein, in Deiner Nachricht sprachst Du von einem Vorschlag, den Du mir machen wolltest, hat mich neugierig gemacht". Christina tauchte wieder die Farbrolle ein, um sie wenig später auf die Wand zu führen, sah Stephanie nicht an. „Ach ja, mein Vorschlag", Stephanie druckste herum, dann hatte sie eine Idee, wie sie ihn Christina näher bringen konnte. "Moment, gleich", Stephanie verschwand im *Arbeitszimmer*, um wenig später mit einer Tapetenrolle zurück zu kommen. „Hättest Du einen Augenblick"? fragte sie nun.

„Na klar", Christina stellte die Farbrolle an die Wand und ging zu Stephanie herüber, die mit der Tapetenrolle am Türrahmen des Zimmers stand. „Was gibt´s denn? Ach, schon die nächste Aufgabe, was"? „Tapezieren, ja, da könnte ich auch Hilfe gebrauchen, aber eigentlich wollte ich Dich fragen, wie Du die Tapete findest", sie wagte kaum, Christina dabei anzusehen, tat es aber dennoch. „Du fragst mich, wie ich die Tapete finde? Nun, lass mich mal schauen". Sie rollte einen Teil der Tapete ab, hielt sie gegen eine Wand des Zimmers. „Kannst Du sie mal halten, Stephanie was ist, träumst Du"? „Entschuldige", Stephanie träumte tatsächlich, beobachtete Christina, wie sie mit der Tapete hantierte, ging jetzt auf sie zu und tat, was Christina wollte. Diese ging etwas zurück, um sich die Tapete aus einiger Entfernung an zu sehen, stemmte die Hände in die Hüften. „Also ich finde sie klasse, hat was. Aber warum fragst Du, bist Du Dir nicht mehr sicher"?
„Doch eigentlich schon, ich wollte nur....". Es klingelte. Scheiße", entfuhr es Stephanie. Drückte Christina die Tapetenrolle in die Hand und ging zur Tür. „Hallo Stephanie, wir wollten mal sehen, wie Du so vorankommst. Mensch, ich glaub´s nicht, Du bist schon am Streichen, willst wirklich so schnell wie möglich raus bei uns". Hi Moni, Hi Britta, kommt rein". Stephanie verdrehte die Augen, was Britta nicht entgangen war. Als sie Christina erblickte, die dort drüben im Türrahmen stand, wusste sie, warum. „Oh Du hast ja Hilfe, Hallo Christina, hat Stephanie Dich schon wieder eingespannt"? 'Vielen Dank Moni, noch´n blöderen Spruch hättest Du jetzt nicht machen können', Stephanie schüttelte den Kopf.

„Ich hatte mich angeboten, schon vergessen? Hallo Moni, Hi Britta, tut es noch sehr weh"? „Na ja", meinte diese, es ist erträglich, aber es passt mir überhaupt nicht, für Wochen diesen Gips tragen zu müssen", lächelte sie Christina an. 'Ich glaube, wir stören hier', dachte sie bei sich. Sah sich trotzdem um, ging ins Bad, wo Stephanie ihr die Muscheln zeigte. Wieder im Flur, betrachtete sie Christina´s Arbeit, auch sehr schön geworden, schaute jetzt rüber zu ihr, die unschlüssig mit einer Tapetentrolle hantierte. Moni schaute sich auch überall um. „Ihr seid ja schon ziemlich weit", meinte Britta nun, die Stephanie in die Küche gefolgt war. „Sorry, ganz schlechtes Timing, oder? Tut mir leid, Stephanie, Moni war nicht davon abzubringen". „Ach was soll´s, vielleicht war´s ganz gut". Britta verstand nicht, bohrte aber nicht weiter nach. „Die Pizza sieht aber lecker aus". „Schmeckt auch so", bemerkte Stephanie, wenn Du magst, nimm den Rest mit, könnt Ihr Euch noch mal warm machen. Seid Ihr mit der Bahn? Dann nehmt bitte das Auto mit, ich brauch es nicht mehr".

„Ja, ist vielleicht ganz gut, nimmt Dich Christina nachher wieder mit"? „Nein, ich habe mein Fahrrad von letzter Woche noch hier stehen", sie lächelte, nahm Britta vorsichtig in den Arm. "Wir sind gleich weg, keine Angst, mach keine Dummheiten, hörst Du? Mag Dich nicht leiden sehen". „Ich pass schon auf mich auf, versprochen". Britta küsste Stephanie auf die Wange, diese ließ sie los, keinen Augenblick zu früh, denn Monika und Christina kamen hinzu. „Du Moni, lass uns fahren, schau mal, die leckere Pizza dürfen wir uns mitnehmen, und Freddy wartet auch unten". „Okay, dann lass uns mal. Viel Spaß Euch beiden, und frohes Schaffen". Stephanie brachte sie zur Tür. Christina nahm wieder die Farbrolle in die Hand. „So, auf in den Endspurt, also, wenn Du nichts dagegen hast, würde ich den Flur noch fertig machen". „Nein, habe ich nicht, ich helfe Dir sogar noch, bin auch soweit fertig, es lohnt sich heute nicht mehr, im Wohnzimmer anzufangen".

Eine Weile arbeiteten sie schweigend, als Christina fragte „Wer ist eigentlich Freddy"? „Freddy"? Stephanie kicherte. „Freddy ist Britta´s Freund". „Ach so", war Christina´s kurze Antwort. Ihr Instinkt schien sie schon zu verlassen. 'Und ich dachte, Britta steht auf Frauen'. Zwar nicht eine Frau, in die sie sich verlieben könnte, aber sehr nett. Dann sah es für sie auch so aus, als ob Britta und Monika…. Jetzt lachte Stephanie. „Als sie ihn gekauft hat, hat sie Moni und mich in eine Kneipe eingeladen. Der Barkeeper hieß Freddy. Was für ein niedlicher Kerl, wenn er nur nicht so eine platte Nase gehabt hätte. Und seitdem heißt er halt Freddy". Christina verstand nur Bahnhof. „Britta hat ihn gekauft"? Stephanie sah zu Christina rüber. „Ja klar, geschenkt bekommen hat sie ihn nicht. Ach so, entschuldige, Freddy ist Britta´s Auto", fügte sie noch an, da sie Christina´s überraschtes Gesicht sah. „Ist es so ungewöhnlich, seinem Auto einen Namen zu geben"? fragte Stephanie und lachte. „Also für mich schon", antwortete Christina. Stephanie´s Lachen war so ansteckend, dass sie Sekunden später mit ein stimmte.

Sie schafften es tatsächlich, den ganzen Flur zu streichen, dann waren sie allerdings auch fix und fertig. „Puh, ich kann nicht mehr, meine Arme tun schon weh, hoffe, ich kann morgen Sträuße binden". Christina hatte es sich jetzt mitten im Flur bequem gemacht. „Ach Du arme, soll ich massieren"?, fragte Stephanie. „Nein Danke, lass mal, aber wenn Du mir schon was Gutes tun willst, ich hab einen irren Durst, mein Mund ist ganz trocken, bestimmt vom vielen Lachen, ich glaub´s immer noch nicht, Freddy ist ein Auto", sie fing schon wieder an zu lachen. Der Rest Rotwein stand noch auf dem Tisch. „Magst noch den roten, oder lieber Wasser"? fragte Stephanie Christina. „Himmel nein, ich muss noch fahren, viel mehr Alkohol vertrag ich nicht". Ihr war das Lachen fast im Halse stecken geblieben, als Stephanie sie wieder so angesehen hatte, 'wie neulich Abend, als ich sie nach Hause fuhr'. „Wasser tut´s auch, kann ich Dich nachher wieder mitnehmen"? „Klingt gut, aber nein Danke, ich hab mein Rad noch im Keller stehen, brauch noch ein bisschen frische Luft".

Sie hielt Christina die Flasche Wasser hin, diese nahm sie. Zufällig berührten sich ihre Finger. Es schien, als strömten tausende von Volt durch Christina. 'Bitte nicht', dachte sie, 'das glaub ich alles nicht, warum hilft mir denn keiner? Ich will mich nicht verlieben, nur um wieder verletzt zu werden. Das halt ich kein zweites Mal aus'. „Danke", sagte sie jetzt, setzte die Flasche an die Lippen, schloss die Augen und trank. Stephanie beobachtete sie genau. 'Also wenn das so weiter geht, kann ich für nichts garantieren'. „Du auch"?, fragte Christina. „Ja, gern", Stephanie´s Stimme glich einem Krächzen, fast einem Flüstern. Auch sie setzte ihre Lippen an die Flasche. Es schien, als spürte sie Christina´s Lippen auf den ihren, die kurz zuvor aus der Flasche getrunken hatten. Zwanzig Minuten später hatten sie alles soweit aufgeräumt, dass in den nächsten Tagen das Wohnzimmer in Angriff genommen werden konnte. Sie verabredeten sich für Sonntag, dann schwang sich Stephanie auf ihr Rennrad und Christina fuhr mit dem Auto davon.

Am nächsten Morgen fand sich Christina nicht das erste Mal im Bad über der Toilettenschüssel wieder. Was war das bloß, so konnte sie unmöglich ins Geschäft. Als erstes musste sie bei ihren Eltern anrufen, dass sie heute nicht käme. Dann wollte sie sich eine Kanne Tee kochen. Sie hatte ganz wackelige Knie, als sie zum Telefon wankte. Sie berichtete ihrer Mutter kurz, was mit ihr los war und brühte jetzt schon den Tee auf, schaute nach, ob sie noch Zwieback hatte. Eine Banane hatte sie noch. „Dann muss ich auch noch bei Stephanie anrufen", sagte sie laut zu sich, aber das konnte sie später machen. Sie hatte auch noch eine andere Idee, der sie nachgehen wollte. Um zehn Uhr rief sie bei Rob an. „Hi Lady, wie geht´s. Schön Dich zu hören, was macht die Liebe, bist ja wieder glücklich".

„Ach, woraus schließt Du das"? erwiderte Christina knapp. „Na ja, ich hab Dich lang nicht mehr so glücklich erlebt, zumindest sah es so aus, als Du mit der netten jungen Frau bei uns in der Kneipe warst", war Rob´s Antwort darauf. „Ach Rob, ich könnte mich wirklich glücklich schätzen, wenn Stephanie nicht Hetero wäre". „So so, Hetero also, hat sie es Dir gesagt, oder vermutest Du es nur"? Christina verstand die Frage nicht „Wir haben nicht drüber gesprochen, doch ich glaube....." Sie brach mitten im Satz ab. ‚Nein, das kann nicht sein, obwohl',.....Etwas energischer sagte sie jetzt „Nein, sie ist Hetero".
„Na dann", meinte Rob, „was kann ich für Dich tun, meine Liebe? Nein, ich meine nicht Dich, mein Schatz. Aua, na warte. Entschuldige Chris, meine Frau ist heute Morgen wieder unersättlich. Lass das jetzt, ich komm ja gleich. 'Schön für Dich', dachte Christina. "Ich habe eine Frage an Dich. Hättest Du Zeit und Lust, in den nächsten Tagen ein wenig zu tapezieren, damit Stephanie schneller in ihrer Wohnung ist? Könnte wirklich ein bisschen Unterstützung brauchen, ich weiß leider nicht, wann ich wieder einsatzfähig bin, und Dich kennt sie". Für einen Moment war es auf der anderen Leitung still, Rob schien nachzudenken, dann „Warum nicht, dann aber vormittags oder am frühen Nachmittag, Du weißt, ich muss um fünf in der Kneipe sein, sonst reißt mir Susi den Kopf ab". „Okay danke, Du bist die Rettung".

„Kann ich so einrichten, gib Stephanie Bescheid, sie kann den Schlüssel in der Kneipe abgeben, sage einen schönen Gruß von mir. War sonst noch was"? „Nein, sonst habe ich weiter nichts, viel Spaß Euch beiden". Damit legte Christina auf.



copyright © by silly1967. Die Autorin gab mit der Veröffentlichung auf lesarion kund, dass dieses Werk Ihre eigene Kreation ist.



Kommentare


Weiter so!
Scotty10 - 10.11.2019 21:00
Fesselnd
lady-marmalade - 19.09.2019 15:47
Excited again
Juhu ein neues Kapitel könnte ein tausend Seiten Dickes Buch von deinen Worten lesen. Freu mich schon auf den nächsten Teil
Jazzomino - 17.09.2019 22:36

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