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Lovestories » Detail

Der Umzug (26)

von silly1967


Komm rein“, Christina hielt Stephanie die Tür auf. Diese trat ein, was sie sah, gefiel ihr. Warme, helle Töne im Flur, Efeu rankte über der Eingangstür, schlängelte sich fast durch den ganzen Flur. Die Wohnung war beinahe so geschnitten wie ihre eigene. Christina ging voran in die Küche, ihre Tasche hatte sie in den Flur gestellt. "Was magst Du trinken, ich habe Wasser, Wein, Saft, Coke". "Ein Glas Wein bitte, wenn Du hast roten", antwortete Stephanie. Sie war im Türrahmen stehen geblieben. "Darf ich mich umschauen?", fragte sie jetzt. "Natürlich, nur zu, habe nichts zu verbergen." Christina lächelte ihr zu, als sie die Gläser aus dem Küchenschrank nahm. Stephanie sah sich um. Gegenüber der Küche befand sich das Wohnzimmer, genau wie bei ihr. War etwas kleiner aber auch mit Balkon. Etwas weiter hinten im Flur deutete ein Schild mit *Bad* an, was sich dahinter verbarg. Dann gingen noch drei Türen vom Flur ab. Eines davon öffnete sie, schaute hinein. Ein schönes, breites einladendes Bett, ein Relax-Stuhl, Schreibtisch und Schrank waren darin. Die Wände waren nur gestrichen, keine Tapete, aber auch warm.

Sie ging weiter zur nächsten Tür. Als sie diese öffnete, wich sie automatisch einen Schritt zurück. Ein leerer Raum, in einem dunklen Blau gestrichen, mit Spielteppich auf dem Boden und einer Lokomotiv-Bordüre oben an der Wand. In einer Ecke ein verwaister Teddy. Eindeutig ein Kinderzimmer.
Sie hatte nicht bemerkt, dass Christina jetzt hinter ihr stand. Als sie anfing zu sprechen, zuckte Stephanie zusammen. "Ja, eine Zeitlang hat hier ein kleiner Junge namens Phillip gewohnt. Bitte", sie hielt Stephanie das Glas Wein entgegen. "Phillip ist der Sohn meiner ehemaligen Freundin Anke. Es hat nicht sollen sein. Sie war, das heißt sie ist verheiratet, hat wohl nur ein Abenteuer gesucht." Stephanie war immer noch gefangen von diesem Raum. Magst mit ins Wohnzimmer kommen"? Christina hielt nichts in diesem Zimmer und war auf dem Weg. Stephanie folgte ihr mit etwas Abstand, drehte sich noch einmal um. Christina hatte ihr Glas auf den Tisch gestellt und legte gerade eine CD in den Player ein. "Ich hoffe, es ist nach Deinem Geschmack“, sie betrachtete Stephanie, die sich gerade etwas gedankenverloren auf das große, einladende Sofa setzte. Es folgten die ersten Klänge von Celine Dion.

"Bist Du jetzt geschockt?", Christina sah Stephanie an, diese wusste, was Christina gemeint hatte. "Was heißt geschockt, das nicht unbedingt, na ja, ist halt etwas ungewöhnlich, aber ich glaube nicht einmalig. Niemand ist davor gefeit, jemanden kennen zu lernen, der verheiratet ist und ein Kind hat. Darf ich fragen, wie ihr euch kennen gelernt habt?", fragte sie jetzt. Christina setzte sich zu Stephanie und erzählte. Erzählte von dem ersten Tag im Zoo bis hin zum Ende. Stephanie hörte beinahe wortlos zu. "Und Du hast sie nicht wieder gesehen?", war ihre einzige Frage. "Nein, ich habe noch einmal mit ihrem Mann am Telefon gesprochen und ihr viel Glück gewünscht“. "Also, ich könnte das nicht“, sagte Stephanie jetzt. "Gegen meine Gefühle leben, meine ich. Na ja, eben auch ganz etwas anderes, man kann in niemanden hinein sehen. Meinst Du denn, sie hat nur mit Dir gespielt“? "Tja, so sicher kann man sich da nie sein. Sie sagte damals, dass sie es für Phillip tut, weil er halt seinen Vater so vermisst hat. Aber ich denke, wenn wir uns wirklich geliebt hätten, dann hätte es einen anderen Weg gegeben.

Als ich Dich kennen lernte, und annahm, dass Du in einer Beziehung bist, waren die Erinnerungen wieder da. Ich hätte es kein zweites Mal ausgehalten, ich hätte, auch wenn ich Dich noch so sehr geliebt hätte, nicht um dich kämpfen können, mir hätte einfach die Kraft gefehlt". "Ich liebe Dich, und ich werde alles dafür tun, damit Du glücklich bist", Stephanie hauchte Christina einen zarten Kuss auf die Stirn.





copyright © by silly1967. Die Autorin gab mit der Veröffentlichung auf lesarion kund, dass dieses Werk Ihre eigene Kreation ist.





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