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Lovestories » Detail

Wo die Liebe hinfällt <Teil 2>

von cosimaNRW


So, was lange wärt , wird endlich gut :D
An alle, die den Anblick von Rechtschreibfehlern/Tippfehlern nicht ertragen können:
Es tut mir (fast) leid, aber dies ist und bleibt ein Gemetzel bei mir.
Für alle die darüber hinweg sehen können; Ich bedanke mich für eure Toleranz, mir gegenüber.

Zur Story; Ich hatta Anikas "wörtlichen" Gedanken eigentlich kursiv abgehoben, kann das hier leider nicht umsetzten; Daher entschuldige ich mich, dass man es aus dem Kontext herauslesen muss.

Kapitel 2:
Bienen unter Anikas Obhut


"Na wie gefällt´s dir hier?" fragte Isabella und stellte zwei Bierflaschen auf den Tisch ab.
"Nett." Anika viel nicht mehr ein. Sie wusste noch nicht was sie davon halten sollte, dass Isa sie in eine Lesbenkneipe geschleppt hatte.
"Nett? Das ist der kleine Bruder von Scheiße!", brummte Isa.
"Nein. Nett heißt nett." widersprach Anika.
"Du bist so trotzig. Da tut man dir was Gutes und du bist am jammern."
"Ich jammere nicht!" Aber mit dem Trotz hatte Isa wohl recht. Das war eine Eigenschaft die Anika selber an sich hasste.
"Na gut. " gab sie nach.
"Es gibt einen Billardtisch und einen Kicker. Ich find´s super hier. Zufrieden?"
"Spielkind" zog Isa sie auf. Dann hob sie feierlich ihr Bier.
"Lass uns darauf anstoßen."
"Auf was denn?" fragte Anika irritiert, hob aber brav ihre Bierflasche.
"Auf das trotzige Kind in dir. Das ändert sich nie."
lächelnd prostete Anika ihr zu und erwiderte.
"Und auf dein unsensibles Machogehabe."
Beide grinsten sich schelmisch an und nippte von ihrem Bier.
Was Anika aber so gleich bereute und angewidert das Gesicht verzerrte.
"Ich habe ganz vergessen wie widerlich das schmeckt." Isa prustete.
"Auch das ändert sich bei dir wohl nie. Ich hohl dir was Anderes."
Bevor Isa Anstalten machen konnte aufzustehen, sprang Anika von ihrem Stuhl.
"Bleib sitzen. Ich hohl mir lieber selber was." Dann stellte sie ihre Flasche vor Isa ab.
"Das Gebräu darfst du dann trinken." sagte sie und zwinkerte ihr zu.
"Banause. Das ist echte deutsche Braukunst!" protestierte Isa entrüstet.
Ohne Erwiderung schlenderte Anika grinsend zur Theke. Zu ihrer Freude stellte sie fest, dass es sogar Hugo gab. Während sie auf ihren Lieblingswein wartete, sah sie sich die "Insassen" genauer an. Am Billardtisch spielten ein paar Frauen, die gerade die Köpfe zusammen steckten und kicherten. Anika war erleichtert, dass sie keine davon kannte. Aber in Bochum war das auch sehr unwahrscheinlich. Dann schweifte ihr Blick zu zwei Frauen, die in der Ecke der Kneipe saßen. Beide unterhielten sich aufgeregt miteinander.
Diejenige, die ihr den Rücken zugewandt hatte, schlug plötzlich auf den Tisch. Jetzt war Anika sich sicher, dass sie stritten. Sie sah sich die Andere, dessen Gesicht sie sehen konnte genauer an. Sie hatte kurze, blondierte Haare, wobei die spitzen rot gefärbt waren.
Sie sieht aus wie ein Drache, schoss es Anika durch den Kopf. Herbe männliche Gesichtszüge.
Mit der wollt´ ich mich nicht anlegen.
Die Braunhaarige blickte genervt zur Seite. Jetzt konnte Anika ihr Gesicht im Profil sehen. Ein krasser Gegensatz zu ihrer Begleitung. Selbst mit dem genervten Gesichtsausdruck, wirkten ihre Züge weich und jugendlich. Anika fühlte sich, als hätte sie einen Faustschlag in den Magen bekommen.
Braune Augen. In dem Licht und aus der Entfernung konnte Anika das nicht erkennen. Aber sie wusste es. So wie sie wusste, dass ihre Haare nicht braun, sonder dunkelrot waren. Anika schluckte.
Shit. Anika unterdrückte ein Stöhnen. Am liebsten wäre sie jetzt wieder zu Hause gegangen.
Würde die Zeit zurück drehen und Isa nicht anrufen. Konnten sie nicht wo anders hingehen? Wo sie niemanden kannte.?
Scheiß Ruhrgebiet. Das ist wie auf´m Dorf hier!
Anika hatte nichts gegen diese Frau, im Gegenteil. Aber sie fühlte sich sehr unbehaglich mit dem Wissen, dass sie hier war.
Aber wenn sie sich gar nicht an mich erinnert. Oder mich nicht erkennt?
Dann konnte sie, sie einfach ignorieren und den Abend genießen. Aber sie fühlte sich jetzt schon, als würde sie auf einem Schwarm Bienen sitzen, die jederzeit auf sie los gehen könnten.
So wird das nichts. Aber wenn ich einfach schaue ob sie sich an mich erinnert.
Toll und wie machst du das, ohne sie darauf zu stoßen.
Wieder dieser dämliche Verstand. Beim lernen wunderbar. Aber in solchen Situationen einfach destruktiv und unbrauchbar!
Die Barkeeperin stellte ihr mit einem Lächeln den Wein vor die Nase. Jetzt konnte sie nicht länger einfach da stehen bleiben und sie anstarren. Dann kam Anika eine Idee.
Sie atmete noch einmal tief durch und ging dann Richtung Ecktisch. Ihr Glas wie einen Anker in der Hand, fest umschlossen.
Die beiden hatten ihren Streit anscheinend beendet. Beide redeten wieder ruhiger.
Aber kaum kam Anika näher, warf ihr die Kurzhaarige einen finsteren Blick zu. Anika wusste was das hieß. Verpiss dich.
Erst als Anika direkt neben dem Tisch stand, folgte die Rothaarige dem Blick ihrer Begleitung und hob verwundert die Brauen.
"Hallo! Kennen wir uns nicht?" fragte Anika unsicher.
Noch fand Anika ihre Idee genial. Bis...
"Was für eine dämliche Anmache!" fauchte die Rotspitzige.
Anmache? Scheiße, darauf war sie nicht gekommen.
Warum habe ich nicht daran gedacht?! Sie hätte sich am liebsten geohrfeigt. Sie hatte nicht einen Gedanken daran verschwendet, das man ihre Frage auch als Anmache verstehen konnte.
Anikas Gesicht wurde erst weiß, dann glühend rot. Ob vor Wut oder Scharm konnte sie nicht sagen.
Ich kenne sie doch wirklich! Aber wenn ich das sage, kann ich den Abend vergessen!
Sie blickte ihr ins Gesicht. Kein Zeichen des Erkennens.
"Tut mir leid, ich wollte nicht stören." stammelte sie und zog ab.
Jetzt war es definitiv die Schamesröte die ihr ins Gesicht stieg.
Jetzt denkt sie wirklich, ich wollte sie anbaggern!
Dann schaltete sich wieder ihr Verstand ein. Zu spät wie Anika fand.
Du solltest auch nicht hier sein, sondern lernen. Trällerte es in ihrem Kopf.
Was kann ich dafür. Was macht SIE überhaupt hier...
Die lange Leitung in ihrem Gehirn hatte endlich ein Ende und die Schlussfolgerung, die ihr Verstand erst jetzt Preis gab, ließ sie erstarren.
"Oh.." rutschte es ihr heraus, als sie neben Isa stehen blieb.
Diese hatte das Geschehen beobachtet und klopfte Anika stolz auf die Schulter.
"Das ging aber schnell.” sagte sie anerkennend. “Für meinen Geschmack aber etwas zu alt."
"So alt ist sie gar nicht. Maximal 34, sie ist..." Anika stockte, als sie den Wink verstanden hatte.
"Ich habe sie nicht angebaggert!" protestierte Anika.


"Natürlich nicht- wolltest nur nach der Uhrzeit fragen." gluckste Isa belustigt.
"Lass die Witze! Sie ist eine ehemalige Lehrerin. Wollte nur sehen, ob sie mich noch kennt. Zum Glück nicht! Also kann ich den Abend inkognito, genießen." sagte sie und ließ sich auf ihren Stuhl fallen.
"Lehrerin?" Isa drehte sich nochmal zu ihr um.
"Ach so! Aus der Oberstufe? Schade, dachte schon du bist zurück."
Anika schnaubte.
"Der Abend fängt ja gut an." Anika rieb sich die Schläfen.
"Wollen wir eine Runde spielen?" fragte Isa schnell um sie abzulenken.
Das ließ sich Anika nicht zweimal sagen und sprang auf.
"Du wirst es bereuen." trällerte sie fröhlich. Die Peinlichkeit von eben war wie vergessen.
"Lass mir wenigstens fünf Tore Vorsprung." stöhnte Isa.
"Du darfst dir noch jemanden dazu holen. Das ist nur fair." lachte Anika.
Isa ließ sich das auch nicht noch Mal sagen und sprach die Gruppe am Billardtisch an. Anika inspizierte während dessen den Kicker. Sie probierte beide Seiten aus. Es gab immer eine "griffigere" wo man ein besseres Feingefühl hatte, weil die Fassung noch nicht so ausgenudelt war. Sie nahm fairerweise die schlechtere.
Isa kam mit einer der Mädels zurück.
"Das ist Franziska." Anika stellte sich freundlich vor und gab ihr zur Begrüßung die Hand.
"Bereit zu verlieren?", sie konnte es sich einfach nicht verkneifen.
"Ist das nicht unfair: Zwei gegen eins?" fragte Franziska gutgläubig.
"Ein bisschen, aber zu dritt kann man hier dran schlecht spielen." antwortete Isabella beiläufig.
Anika verkniff sich ein Grinsen und versuchte neutral zu schauen.
"Ich hab ´nen Kicker und drei Brüder zu Hause, da lernt man ein paar Tricks." erklärte Anika. Franziskas Miene hellte sich auf.
"Ach, jetzt versteh ich. Und du hast vor uns hier abzuziehen. Na, das werden wir dir aber nicht so einfach machen."
Als das Spiel endlich losging, dauerte es bis zum ersten Tor keine drei Sekunden. Der Ball rollte bis zur Mitte des Feldes und mit einem "klack" im Tor.
"Wie hast du das gemacht?" fragte Franziska ungläubig. Anika nahm den Ball aus dem Tor und zeigte es ihr.
"Wenn der Ball rein rollt, muss ich nur warten bis er an der richtigen stelle ist. Hier." Sie zeigte den Punkt, von wo sie geschossen hatte.
"Hier ist eine Linie an euren Spielern vorbei. Ihr müsst sie versetzt hinstellen. Sonst mach ich das den ganzen Abend." Anika zog die Linie mit dem Finger nach. Jetzt konnte sie sich ein Grinsen nicht mehr verkneifen.
Dann reichte sie Isa den Ball.
"Ihr habt Einwurf."

Diesmal dauerte es etwas länger, aber Franzi hatte irgendwann angefangen die Stangen wild zu drehen und damit ein Eigentor geschossen. Ab da versuchte Anika langsamer zu spielen.
Während des Spiels, konnte Anika endlich das Grübeln einstellen.

Nach der vorherzusehenden Niederlage zog Franziska sie zu ihren Freundinnen. Franziska stellte sie nacheinander vor. Anika versuchte sich die vielen Namen zu merken, aber sie war noch nie gut darin gewesen.
Während Isa sich angeregt mit den anderen austauschte zog Franziska Anika zu sich auf die Fensterbank.
“Wohnst du auch hier in Bochum?” fragte Franzi neugierig.
“Nein, ich studiere hier nur. Ich wohne in Essen.” erklärte sie.
“Was studierst du denn?” die Frage kam nicht von Franziska, sondern von einer ihrer Freundinnen die neben ihr an der Wand lehnte. Anika versuchte sich an den Namen zu erinnern. Tina?
“Ich studiere Jura.” sagte Anika kleinlaut. Es kam ihr nach all den Jahren immer noch merkwürdig vor.
“Oh, stink´ langweilig oder?” rutschte Franziska raus.
“Na ja, vielleicht, aber..” Anika wusste nicht was sie darauf sagen sollte. Klar war Jura trocken, aber langweilig bestimmt nicht.
“Das Strafrecht ist eigentlich sehr interessant...” versuchte Anika anzufangen.
“Hey, kennst du eine Sabine?” unterbrach Franziska sie. Anika schüttelte den Kopf. Sie fühlte sich ein bisschen wie in einem Verhör.
“Sie studiert auch hier. Germanistik glaube ich.”
Woher soll ich denn eine Germanistikerin kennen? An der Uni sind über 40000 Studenten?!
“Nein kenne ich nicht.” sagte sie trocken und nippte an ihrem Glas. Franziska stocherte sie mit weiteren unsinnigen Frage, bis es Anika reichte.
“Ich gehe mal nach draußen eine Rauchen.” entschuldigte sie sich und flüchtete vor Franziska.
Draußen sog sie scharf die Sommerluft ein. Es roch nach Blumen.
Mitten in der Stadt? Anika schaute sich um, konnte aber keine Blumen, oder Grünflächen entdecken.
Eine warme Sommernacht hatte immer schon etwas anziehendes auf Anika gehabt. Das sonst so überfüllte und hektische Ruhrgebiet wirkte dann immer wie ein ruhiges Dorf. Keine Staus, überfülltes Straßen. Nur ein paar vereinzelte Nachteulen. Aber am schönsten war dieser süßliche Duft und der klare Himmel, der sich wie eine Decke über sie ausbreitete. Geheimnisvoll.
Als dir Türe hinter ihr plötzlich aufging erschrak Anika und sprang zur Seite, damit sie nicht getroffen wurde.
“Oh-“ es war Franziskas Freundin, Tina.
“Sorry, ich wollte dich nicht erschrecken.” sagte sie kleinlaut und hob entschuldigend die Hände.
“Macht nichts.” Anika trat unruhig von einem Fuß auf den Anderen.

Dann viel ihr ein, dass sie zum rauchen rausgegangen war. Umständlich kramte sie in ihrer Tasche nach einer Zigarette. Fündig geworden steckte sie sich diese in den Mund und tastete ihre Jackentasche nach ihrem Feuerzeug ab.
Tina hielt ihr grinsend ihr brennendes Sturmfeuerzeug entgegen. Den Abend über hatte Anika sie fast gar nicht richtig angeschaut. Indem Laternenlicht wirkte sie etwas blass und ihre schwarzen Haare bildeten einen starken Kontrast zu ihrer hellen Haut. Ihre Haare gingen ihr gerade bis zum Kinn und schienen, ungebändigt in alle Richtungen abzustehen. Sie hatte so einen Look, als wäre sie gerade aus dem Bett gestiegen. Aber fast Anika faszinierte war ihr Grinsen. Ihre hellen, leuchtenden Augen.
“Alles OK?” fragte Tina.
Anika wachte aus ihrer Starre auf und nickte, wobei ihr fast die Zigarette aus dem Mund gefallen wäre. Sie ging einen Schritt auf Tina zu und zündete den Glimstengel an. Dabei gab sie sich alle Mühe Tina nicht in die Augen zu sehen.
“Ist Isa eigentlich deine Freundin?” fragte Tina beiläufig. Anika verstand die Frage zunächst nicht, aber dann schaltete ihr Verstand wieder in den ersten Gang.
“Nein, also wir sind nur gute Freunde.” lachte sie. Anika fand den Gedanken absurd.
“Woher kennt ihr euch denn?” fragte Tina neugierig.
“Aus der Schule.” Anika musste kurz überlegen.
“Wir sind seit fast 14 Jahren befreundet.”
“Und da lief nie was zwischen euch?” fragte Tina erstaunt. Anika schüttelte irritiert den Kopf.
“Nein, warum? Ist das denn so abwegig? Ich bin nicht ihr Typ und sie ist...” Anika stockte kurz.
“..nicht meiner.” beendete sie nach einer kurzen Pause den Satz. War sie nicht noch vor ein paar Stunden der festen Meinung gewesen, dass sie überhaupt nicht auf Frauen stand? Warum klärte sie Tina nicht auf?
“Gehen wir wieder rein?” Tina schnippte ihre Zigarette weg und hatte wieder dieses Grinsen im Gesicht, dass Anika wieder erstarrte. Dann nickte sie und folgte ihr durch die Türe. Doch weit kamen sie nicht. Isa und die Anderen kamen ihr entgegen.
“Wir wollen tanzen gehen!” Isa schob Anika wieder durch die Türe.
“Und ich werde nicht gefragt?!” protestierte Anika lauthals.
Tina stubste sie kurz mit dem Arm an.
“Du kommst mit mir.” Ihre Stimme war freundlich und sanft, aber dabei nicht weniger bestimmend.
Bei der Berührung zuckte Anika unmerklich zusammen, als hätte sie einen Stromstoß bekommen. Sie versuchte sich nichts anmerken zu lasse und blickte krampfhaft zu Boden. Die Bienen, die vorhin noch unter ihrem Hintern gesummt hatten, schienen in ihren Magen umgezogen zu sein. Dort veranstalteten sie anscheinend eine Zumba-Party.
Was ist denn los mit mir?
Anika ließ sich nun widerstandslos mitführen. Isa schien dies als ihren Sieg zu verstehen und setzte ihr “Siegesgesicht” auf und rief:
“Los geht´s!”



Vielen Dank für´s lesen!!!
Wer von euch versteht die Anspielung der Kapitelüberschrift ;D ?



copyright © by cosimaNRW. Die Autorin gab mit der Veröffentlichung auf lesarion kund, dass dieses Werk Ihre eigene Kreation ist.



Kommentare


Ist in der Freischaltung


dauert nicht lange: ist nur noch in der Freischaltung
cosimaNRW - 24.08.2015 11:12
gemein
Raupy - 24.08.2015 09:26

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