Abschied nehmen ... Los-Lassen
dieser Thread enststeht aus gegebenem Anlass ...in Gedanken an eine Freundin und deren Mutter!
Vielleicht auch eine Möglichkeit für euch, in einigen ausgewählten/selbst geschriebenen Worten, Abschied zu nehmen und/oder Anteilnahme zu zeigen!
Trauer darf nicht unterdrückt werden, sie ist ein ganz wesentlicher Akt, um bewusst Abschied nehmen zu können.
Bei einem schweren Verlust, z.B. durch den Tod eines nahen Angehörigen läuft man allerdings und verständlicher Weise schnell Gefahr in Selbstmitleid zu verfallen. Warum? Man fühlt sich verlassen und allein gelassen. Sobald wir aber den ersten tiefen Schmerz überwunden haben und wir allmählich begreifen, dass wir noch leben , kann erst "echte" Trauerarbeit beginnen...
für Dich, treue Freundin!
Trauer
Blumen, Vögel, duftend, singend,
Seid doch nicht so ausgelassen,
Ungestüm ans Herz mir dringend;
Laßt allein mich ziehn die Straßen!
Vieles ist vorübergangen,
Seit wir uns zuletzt begegnet,
Und es hat von meinen Wangen
Meines Glückes Herbst geregnet.
Winter kam hereingeschlichen
In mein Herz, die Tränen starben,
Und schneeweiß sind mir verblichen
Alle grünen Hoffnungsfarben.
Blumen, Vögel, rings im Haine,
All ihr frohen Bundsgenossen,
Mahnt mich nicht, daß ich alleine
Bin vom Frühling ausgeschlossen!
Nikolaus Lenau (1833)
Vielleicht auch eine Möglichkeit für euch, in einigen ausgewählten/selbst geschriebenen Worten, Abschied zu nehmen und/oder Anteilnahme zu zeigen!
Trauer darf nicht unterdrückt werden, sie ist ein ganz wesentlicher Akt, um bewusst Abschied nehmen zu können.
Bei einem schweren Verlust, z.B. durch den Tod eines nahen Angehörigen läuft man allerdings und verständlicher Weise schnell Gefahr in Selbstmitleid zu verfallen. Warum? Man fühlt sich verlassen und allein gelassen. Sobald wir aber den ersten tiefen Schmerz überwunden haben und wir allmählich begreifen, dass wir noch leben , kann erst "echte" Trauerarbeit beginnen...
für Dich, treue Freundin!
Trauer
Blumen, Vögel, duftend, singend,
Seid doch nicht so ausgelassen,
Ungestüm ans Herz mir dringend;
Laßt allein mich ziehn die Straßen!
Vieles ist vorübergangen,
Seit wir uns zuletzt begegnet,
Und es hat von meinen Wangen
Meines Glückes Herbst geregnet.
Winter kam hereingeschlichen
In mein Herz, die Tränen starben,
Und schneeweiß sind mir verblichen
Alle grünen Hoffnungsfarben.
Blumen, Vögel, rings im Haine,
All ihr frohen Bundsgenossen,
Mahnt mich nicht, daß ich alleine
Bin vom Frühling ausgeschlossen!
Nikolaus Lenau (1833)