Abschiedsbrief
Liebe J.,
unsere gemeinsame Reise als Paar endet hier! Eine Entscheidung, auf die ich nicht gefasst war. Es ist der verdammte, kalte Februar. Diesen Monat sollten wir eigentlich unsere fünfjährige Beziehung feiern, aber dazu wird es nicht mehr kommen. Und eigentlich wollten wir die kommenden Tage gemeinsam verbringen. Es ist schon seltsam, aber es sind diese feinen Schwingungen eines unsichtbaren Kosmos, die dich verraten. Die Wellen erreichen mich und ich weiß, das etwas nicht stimmt. Ein toter Körper könnte nicht kälter sein als du es gerade zu mir bist. Ich weine. Es interessiert dich nicht. Das Gefühl der Unsicherheit lässt mich schweben. Du aber bringst mich nicht nur wieder runter, du ziehst mir auch den Boden meiner -nein, unserer- kleinen Welt unter den Füßen weg. Und ich falle. Du sagst: "Ich habe eine Entscheidung getroffen...Ich möchte, dass du deine Sachen packst und gehst. Ich habe seit über einem Monat eine Affäre!" Eine ohrenbetäubende Stille macht sich breit. Dieses Gefühl nach einer solchen Botschaft möchte ich erst gar nicht versuchen, zu beschreiben...Wie ist es möglich, dass du eine Affäre hast und mich trotzdem bei dir haben wolltest? Wie konntest du mir in die Augen sehen und mir sagen, dass du mich liebst? Hast du etwas gespürt als du mich heute morgen noch geküsst hast? Du sagst, dass ich etwas besseres verdient habe und damit hast du ausnahmsweise Recht. Das ändert aber nichts daran, dass ich jetzt eine Gefangene meiner Erinnerungen geworden bin. Ich hatte wohl den Verstand verloren als ich dir vergab, nachdem du schon einmal fremdgegangen warst. Immer wieder habe ich dir vergeben, meine eigenen Bedürfnisse zurückgestellt, damit ich deine starke Freundin sein kann, die dir den Halt gab an Tagen, an denen du die Freude verloren hattest. Ich war da. Immer.Ich stand dir in deinen dunkelsten Stunden zur Seite. Ich akzeptierte deine Fehler, lernte diese sogar zu lieben und stellte dafür noch nicht einmal Bedingungen. Ich ließ dir deinen Freiraum und ich vergab dir auch, nachdem du en zweites mal fremdgegangen warst. Ich habe dir vieles vergebn, aber eins werde ich wohl nie können: mir selbst vergeben, dass ich dich so bedingungslos geliebt habe! In diesem Moment wünsche ich mir nichts anderes als universelle Gerechtigkeit für die SChmerzen, die du mir zugefügt hast. Ich sitze im Zug und fahre die Strecke, die ich wahrscheinlich nie wieder fahren werde. Es ist sicher. Es ist ein Abschied, ohne Wiedersehen. Und hier stehe ich nun: Ich habe geliebt, ich wurde betrogen, ich habe vergeben und ich wurde verlassen.
Danke fürs Lesen! Musste raus!
unsere gemeinsame Reise als Paar endet hier! Eine Entscheidung, auf die ich nicht gefasst war. Es ist der verdammte, kalte Februar. Diesen Monat sollten wir eigentlich unsere fünfjährige Beziehung feiern, aber dazu wird es nicht mehr kommen. Und eigentlich wollten wir die kommenden Tage gemeinsam verbringen. Es ist schon seltsam, aber es sind diese feinen Schwingungen eines unsichtbaren Kosmos, die dich verraten. Die Wellen erreichen mich und ich weiß, das etwas nicht stimmt. Ein toter Körper könnte nicht kälter sein als du es gerade zu mir bist. Ich weine. Es interessiert dich nicht. Das Gefühl der Unsicherheit lässt mich schweben. Du aber bringst mich nicht nur wieder runter, du ziehst mir auch den Boden meiner -nein, unserer- kleinen Welt unter den Füßen weg. Und ich falle. Du sagst: "Ich habe eine Entscheidung getroffen...Ich möchte, dass du deine Sachen packst und gehst. Ich habe seit über einem Monat eine Affäre!" Eine ohrenbetäubende Stille macht sich breit. Dieses Gefühl nach einer solchen Botschaft möchte ich erst gar nicht versuchen, zu beschreiben...Wie ist es möglich, dass du eine Affäre hast und mich trotzdem bei dir haben wolltest? Wie konntest du mir in die Augen sehen und mir sagen, dass du mich liebst? Hast du etwas gespürt als du mich heute morgen noch geküsst hast? Du sagst, dass ich etwas besseres verdient habe und damit hast du ausnahmsweise Recht. Das ändert aber nichts daran, dass ich jetzt eine Gefangene meiner Erinnerungen geworden bin. Ich hatte wohl den Verstand verloren als ich dir vergab, nachdem du schon einmal fremdgegangen warst. Immer wieder habe ich dir vergeben, meine eigenen Bedürfnisse zurückgestellt, damit ich deine starke Freundin sein kann, die dir den Halt gab an Tagen, an denen du die Freude verloren hattest. Ich war da. Immer.Ich stand dir in deinen dunkelsten Stunden zur Seite. Ich akzeptierte deine Fehler, lernte diese sogar zu lieben und stellte dafür noch nicht einmal Bedingungen. Ich ließ dir deinen Freiraum und ich vergab dir auch, nachdem du en zweites mal fremdgegangen warst. Ich habe dir vieles vergebn, aber eins werde ich wohl nie können: mir selbst vergeben, dass ich dich so bedingungslos geliebt habe! In diesem Moment wünsche ich mir nichts anderes als universelle Gerechtigkeit für die SChmerzen, die du mir zugefügt hast. Ich sitze im Zug und fahre die Strecke, die ich wahrscheinlich nie wieder fahren werde. Es ist sicher. Es ist ein Abschied, ohne Wiedersehen. Und hier stehe ich nun: Ich habe geliebt, ich wurde betrogen, ich habe vergeben und ich wurde verlassen.
Danke fürs Lesen! Musste raus!