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An eine Tote

Alpenveilchen..
HiddenNickname
offline
28.01.2005 00:07
0
An [i]eine Tote

Der Weg zu dir ist ein schwerer Gang,
nicht zu steil und nicht zu lang.
Bin zu Fuß und nicht bei Ritt,
dennoch schmerzt mir jeder Tritt,
Es krampft mir die Kehle zu,
zwischen Steinen voller Ruh.
Hohe Bäume werfen Schatten,
hohe Zäune - Nachbarslatten.
Niemand will es sehen - dieseTrauer
verstecken sich hinter Steingemauer.
Meine Hand verliert die Kraft
nun bin ich hier - ich habs geschaft.
Stehe frei und voller Angst vor dir,
erste Tränen entweichen mir.
Sie fallen nicht weit von dir,
nein - sie fallen wegen dir.
Vergesse nie und lese ihn tausendmal,
deinen Namen - welche Qual.
Verliere meine letzte Macht,
und erinnere mich sacht.
Deine Stimme und dein Haar,
nie perfekt, doch wunderbar.
Will schreien - immerwieder
doch rieche ruhig den wilden Flieder.
Lege meine Rose zu dir,
ich muß gehen - weg von hier.
Glaub von fern dein Lachen zu hören,
doch es sind nur Sinne die betören.
Schneller wird mein Schritt,
alles fällt - mit jedem Tritt.
Nun steh ich wieder vor den Mauern ,
die - die um meine Tote trauern.[/