Antizionismus= Antisemitismus (von links)?
Wie Antisemitismus und Antizionismus in der Linken vorkamen, war in der BRD stark zeitabhängig. Dies genauer zu erläutern schaff ich jetzt gerade zwecks Zeitmangel, wär einfach viel, nicht (kann bei Bedarf aber gerne nachgeholt werden).
Was heißt Antizionismus erst einmal auseinandergenommen?
Zionismus steht für eine Bewegung zur Gründung eines jüdischen Staates, inzwischen zu seiner (meist ideellen) Verteidigung. Antizionismus ist seine erklärte Opposition. Es handelt sich also nicht um eine Ablehnung von Staatsprojekten im Allgemeinen, Antizionisten richten ihre Ablehnung gegen ein bestimmtes Staatsprojekt, nämlich gegen das israelische.
Schaut mensch sich heute das Thema Israel und seine Rolle in der linken Szene an, so kann er/sie feststellen, dass es 1. hoch kocht und mensch 2. vom Friedensforum und Boykotten israelischer Produkte bis hin zu vernünftiger Kritik am "Staat Israel" alles vorfinden kann.
Ich versuche es mal mit letzterem und vor Allem mit einer Kritik an eben jener spezieller antizionistischen Haltung.
Die Kritik die eine solche Haltung hervorbringt zeigt mir in der Regel einen Mangel an Weitsicht. Denn:
Was wird kritisiert?
Der Staat Israel und sein "Verhalten", sprich innen und außenpolitisch.
Wie wirds kritisiert?
Antizionisten versuchen prinzipiell ihre Kritik zu begründen.
Gemessen daran, wie Staaten sich verhalten sollen, nämlich friedlich, antirassistisch etc. , kritisieren sie, dass Israel eben dieses nicht tut.
Der Vorwurf ist also folgender: Israel sei (besonders) rassistisch, militärisch und gehe tief menschenrechtsverletzend und menschenverachtend vor. Im Vergleich zu einem "staatlichen Ideal" wird an Israel also eine massive Verletzung dessen ausgemacht und scharf kritisiert.
Möchte mensch sich nun mit dieser Kritik auseinandersetzen, geht es darum sich Israel als bürgerlichen Staaten anzuschauen (da ich diese Kritik als unsinnig "entlarven" möchte, will ich aufführen, weshalb es sich um einen eig. "nur" normalen bürgerlichen Staat handelt)
Vorweg:
Ja, Israel ist militärisch, agiert unfriedlich und ist auch rassistisch. Natürlich soll dieser "besondere" Staat kein Abo darauf bekommen, ein "guter Staat" zu sein (was soll das eigentlich heißen?), oder auf Kritikfreiheit, weil die Entstehungshintergründe mit einem sehr sensiblen Thema (dem Holocaust) zusammenhängen. Ich finde nur, dass einer Kritik Israelischer Politik eine Kritik an kapitalistischer Ökonomie, bürgerlichen Staaten, Militarismus, Rassismus etc. vor rausgesetzt werden sollte. Würde mir ein Antizionist sagen all jenes sei schlecht und man kann es am Beispiel Israels kritisieren (an vielen anderen Staaten jedoch auch), könnte ich mich vielmehr mit seiner/ihrer Kritik anfreunden.
Tun Antizionisten/innen in der Regel aber nie, denn dann wären sie ja auch keine Antizionisten und Feinde eines speziellen Nationalismus.
Zurück zu Israel:
- im Allgemeinen:
Israel ist ein (wie oben schon erwähnt) bürgerlicher Staat, mit einer kapitalistischen Ökonomie, in der es um Geldmacherei geht. Um das ganze nett abzusichern hat Israel Polizei, Militär und mehrere Geheimdienste. Ziemlich vergleichbar mit (west) europäischen Staaten, mit nordamerikanischen auch, auch mit seinen arabischen Nachbarn. Natürlich ist auch Israel (wie sie alle) an einer bestimmten Weltordnung interessiert, in der sich das nationale Kapital ordentlich beschäftigen und vermehren lässt. Damit das geht, ist Israel international aktiv, diplomatisch, wie militärisch. Letzteres ziemlich erfolgreich sogar….Dieses „Staatenprinzip“ unterscheidet sich nicht von dem anderer Staaten. Erst mal so viel dazu.
Antizionistische Kritik geht noch weiter. Es werden Vorwürfe der „Künstlichkeit“ des Staates („Kolonialstaat“) erhoben, exzessiver Expansionismus wird ihnen zugesprochen und vorgeworfen, wie auch lediglich US-Vorposten zu sein, Israel als super rassistisch, Israel als Behinderrer arabischer Befreiungskämpfe und und und.
Jetzt auf alle einzugehen ist vielleicht zu viel?
Was heißt Antizionismus erst einmal auseinandergenommen?
Zionismus steht für eine Bewegung zur Gründung eines jüdischen Staates, inzwischen zu seiner (meist ideellen) Verteidigung. Antizionismus ist seine erklärte Opposition. Es handelt sich also nicht um eine Ablehnung von Staatsprojekten im Allgemeinen, Antizionisten richten ihre Ablehnung gegen ein bestimmtes Staatsprojekt, nämlich gegen das israelische.
Schaut mensch sich heute das Thema Israel und seine Rolle in der linken Szene an, so kann er/sie feststellen, dass es 1. hoch kocht und mensch 2. vom Friedensforum und Boykotten israelischer Produkte bis hin zu vernünftiger Kritik am "Staat Israel" alles vorfinden kann.
Ich versuche es mal mit letzterem und vor Allem mit einer Kritik an eben jener spezieller antizionistischen Haltung.
Die Kritik die eine solche Haltung hervorbringt zeigt mir in der Regel einen Mangel an Weitsicht. Denn:
Was wird kritisiert?
Der Staat Israel und sein "Verhalten", sprich innen und außenpolitisch.
Wie wirds kritisiert?
Antizionisten versuchen prinzipiell ihre Kritik zu begründen.
Gemessen daran, wie Staaten sich verhalten sollen, nämlich friedlich, antirassistisch etc. , kritisieren sie, dass Israel eben dieses nicht tut.
Der Vorwurf ist also folgender: Israel sei (besonders) rassistisch, militärisch und gehe tief menschenrechtsverletzend und menschenverachtend vor. Im Vergleich zu einem "staatlichen Ideal" wird an Israel also eine massive Verletzung dessen ausgemacht und scharf kritisiert.
Möchte mensch sich nun mit dieser Kritik auseinandersetzen, geht es darum sich Israel als bürgerlichen Staaten anzuschauen (da ich diese Kritik als unsinnig "entlarven" möchte, will ich aufführen, weshalb es sich um einen eig. "nur" normalen bürgerlichen Staat handelt)
Vorweg:
Ja, Israel ist militärisch, agiert unfriedlich und ist auch rassistisch. Natürlich soll dieser "besondere" Staat kein Abo darauf bekommen, ein "guter Staat" zu sein (was soll das eigentlich heißen?), oder auf Kritikfreiheit, weil die Entstehungshintergründe mit einem sehr sensiblen Thema (dem Holocaust) zusammenhängen. Ich finde nur, dass einer Kritik Israelischer Politik eine Kritik an kapitalistischer Ökonomie, bürgerlichen Staaten, Militarismus, Rassismus etc. vor rausgesetzt werden sollte. Würde mir ein Antizionist sagen all jenes sei schlecht und man kann es am Beispiel Israels kritisieren (an vielen anderen Staaten jedoch auch), könnte ich mich vielmehr mit seiner/ihrer Kritik anfreunden.
Tun Antizionisten/innen in der Regel aber nie, denn dann wären sie ja auch keine Antizionisten und Feinde eines speziellen Nationalismus.
Zurück zu Israel:
- im Allgemeinen:
Israel ist ein (wie oben schon erwähnt) bürgerlicher Staat, mit einer kapitalistischen Ökonomie, in der es um Geldmacherei geht. Um das ganze nett abzusichern hat Israel Polizei, Militär und mehrere Geheimdienste. Ziemlich vergleichbar mit (west) europäischen Staaten, mit nordamerikanischen auch, auch mit seinen arabischen Nachbarn. Natürlich ist auch Israel (wie sie alle) an einer bestimmten Weltordnung interessiert, in der sich das nationale Kapital ordentlich beschäftigen und vermehren lässt. Damit das geht, ist Israel international aktiv, diplomatisch, wie militärisch. Letzteres ziemlich erfolgreich sogar….Dieses „Staatenprinzip“ unterscheidet sich nicht von dem anderer Staaten. Erst mal so viel dazu.
Antizionistische Kritik geht noch weiter. Es werden Vorwürfe der „Künstlichkeit“ des Staates („Kolonialstaat“) erhoben, exzessiver Expansionismus wird ihnen zugesprochen und vorgeworfen, wie auch lediglich US-Vorposten zu sein, Israel als super rassistisch, Israel als Behinderrer arabischer Befreiungskämpfe und und und.
Jetzt auf alle einzugehen ist vielleicht zu viel?