Arthur Schnitzler
Ohnmacht
Und wenn mein Arm den Nacken dir umwindet,
Irrt er der Spur vergangener Nächte nach,
Und wenn mein Mund den deinen bebend findet,
Küßt er ihm kaum vergeßene Küsse wach.
Und in den reichsten Stunden, liebesüßen,
Umschwelgt uns trunkener Erinnerung Bann;
Aus meinem Lächeln und aus meinem Grüßen
Schaut ein Gewesenes dich vertraulich an.
Und wenn ich mit dem Blick des Hohns dich quäle,
Seh ich im Aug dir ein Gedenken glühn.
Und was ich löschen will aus deiner Seele,
In hellern Farben laß ich dirs erglühn.
Und wenn ich mich gemartert von dir wende,
Spielt um die Lippen dir ein müder Zug-
Der lächelt stumm: ich kenn ja auch das Ende,
Wies immer kommt - Mit Ekel und Betrug.
Und wenn mein Arm den Nacken dir umwindet,
Irrt er der Spur vergangener Nächte nach,
Und wenn mein Mund den deinen bebend findet,
Küßt er ihm kaum vergeßene Küsse wach.
Und in den reichsten Stunden, liebesüßen,
Umschwelgt uns trunkener Erinnerung Bann;
Aus meinem Lächeln und aus meinem Grüßen
Schaut ein Gewesenes dich vertraulich an.
Und wenn ich mit dem Blick des Hohns dich quäle,
Seh ich im Aug dir ein Gedenken glühn.
Und was ich löschen will aus deiner Seele,
In hellern Farben laß ich dirs erglühn.
Und wenn ich mich gemartert von dir wende,
Spielt um die Lippen dir ein müder Zug-
Der lächelt stumm: ich kenn ja auch das Ende,
Wies immer kommt - Mit Ekel und Betrug.