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Forum » Transgender/Intersexuell » ThreadAusstellung "Das achte Feld"
15.09.2006 13:57
HiddenNickname
0 Tach Zusammen, am Sonntag, den 17.09.2006 fährt der Drag-Stammtisch Bochum gen Köln ins Museum Ludwig zur Ausstellung "Das achte Feld". Mitgeher_innen können gerne dazu kommen. Wir treffen uns gegen 12 Uhr in der Eingangshalle des Museums. Ab Dortmund ist mit einigen von uns auch eine gemeinsame Anfahrt mit der Bahn möglich (RE 10.45 ab DO, dann sind wir 12.15 beim Museum). Falls Ihr Euch der Bahnfahrt anschließen möchtet, sagt wegen Absprachen einfach kurz Bescheid. Und bei weiteren Fragen einfach kurz eine Message an mich schicken. MfG und bis Sonntag, McLight PS: Hier noch Infos zur Ausstellung: Geschlechter, Leben und Begehren in der Kunst seit 1960 (http://www.museenkoeln.de/mus eum-ludwig/) Mit der Ausstellung "Das achte Feld" wagt sich das Museum Ludwig an die Ränder der Sexualität. Zum ersten Mal wird der künstlerische Umgang mit marginalisierter Sexualität so umfassend gewürdigt. Die Schau versammelt über 260 Werke von mehr als 80 Künstlerinnen und Künstlern und bietet damit einen Überblick über Trans-, Homo- und Intersexualität, Transgender, Gender-Crossing, Drag und Travestie in der Kunst. Der Titel "Das achte Feld" verweist auf eine Regel im Schach. Rückt der Bauer auf das achte Feld vor, kann er sich in eine Dame verwandeln. Ein Geschlechterwechsel, der die Verhältnisse auf den Kopf stellt: Der Schwache wird zur Starken, der Verlierer zur Gewinnerin. Diese Verwandlung, die die heterosexuell dominierten Geschlechterverhältnisse außer Kraft setzt, will die Ausstellung zeigen, für die Möglichkeiten einer freien, nicht regulierten Sexualität will sie plädieren. "Das achte Feld" spürt der Lust nach, sich in das andere Geschlecht zu verwandeln und sein Spiel mit Rollenzuschreibungen zu treiben. Dabei wird anschaulich, dass Sexualität, gerade jenseits des Normalen, Beben und Verwandlung, Begehren und Macht, Verführung und Trauer, Glanz und Elend ist. Die Ausstellung erinnert aber auch an die sozialen und politischen Auseinandersetzungen, in denen sexuelle Selbstbestimmung erstritten wurde und wird - nicht selten gerade von Künstlerinnen und Künstlern. Denn nur in der Kunst lässt sich die ganze Faszination des Themas erfahren. Sie gestattet nicht nur das gefahrlose Spiel mit den Geschlechtern, mit den verbotenen Wünschen, sie allein erfasst ihre Widersprüchlichkeit. Was bedeutet das für das abweichende Begehren? Was bedeutet es nach der Liberalisierung, in einer totnormalisierten Welt? Wie sieht diese Welt für weibliche Männer, männliche Frauen aus? Die in neun Abteilungen gegliederte Ausstellung erstreckt sich über mehrere Etagen des Museums; sie verbindet hohen dokumentarischen Wert mit erotischem Reiz und künstlerischer Qualität.
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