Berlin am 8.12:. Psychologen in Ausbildung od
Im Interesse der künftigen Psychotherapeutischen Versorgung in
Deutschland findet heute (so wie schon die ganze Woche, aber heute in "groß" und bundesweit) eine Demo statt. Diese soll auf den Missstand im
bisherigen Gesetzesentwurf hinweisen, der mit der Ausbildung von
Psychologischen Psychotherapeuten zu tun hat:
In den Ausbildungsbudgets der Kliniken und im Ausgleichsfonds werden
keine Kosten für eine künftige Vergütung der Ausbildungskandidaten zum
Psychologischen Psychotherapeuten vorgesehen.
Psychologische Psychotherapeuten leisten derzeit den größten Teil der
psychotherapeutischen Versorgung von Patienten in Deutschland.
Um Psychologischer Psychotherapeut werden zu können braucht man das abgeschlossene Studium in Psychologie (mindestens 5 Jahre) und zusätzlich eine Vollzeitausbildung, die 3 bis 5 Jahre dauert. Neben dieser Ausbildung eine zweite Stelle anzunehmen ist -insbesondere im ersten Ausbildungsjahr- oft nicht möglich.
Allein die Ausbildungskosten für diese Vollzeitausbildung betragen im
Schnitt etwa 20.000 Euro, hinzu kommen Lebenshaltungskosten, Material-
und Fahrtkosten sowie Sozialversicherungs- bzw. Krankenversicherungsbeiträge in dieser Zeit. In dieser Zeit besteht
außerdem Verdienstausfall.
Laut Psychotherapeutengesetz muss ein Ausbildungskandidat im Rahmen
der Ausbildung mindestens 1,5 Jahre Praktische Tätigkeit in
entsprechenden Kliniken absolvieren.
Oft arbeiten die Ausbildungskandidaten in den Kliniken 1,5 Jahre in
Vollzeit und meist machen sie die gleiche Arbeit wie die
festangestellten Psychotherapeuten.
In der Regel gibt es von den Kliniken -insbesondere in Berlin derzeit dafür jedoch keine oder eine sehr geringe Vergütung (z.B. 200 Euro/Monat brutto).
Folge: Die meisten Ausbildungskandidaten leben unter dem
Sozialhilfesatz und bekommen keine Unterstützung vom Arbeitsamt und
haben keine Zeit, nebenher etwas dazu zu verdienen.
Dies kann mittelfristig die Versorgungssituation extrem
gefährden.und es führt vor allem zu einer (nach dem Studium erneuten) finanziellen "Aussiebung". Um sich in Berlin ausbilden zu lassen braucht man idR entweder hohe finanzielle Unterstützung durch andere oder muss Schulden machen. Faire Vergütung und gleiche Chancen sehen anders aus.
Deswegen ist heute, am 8. Dezember: 4. Streiktag und Großdemo:
13.30 Uhr Charité Mitte, Luisenstr. 64, vor Bettenhochhaus, Versammlung und Kundgebung
14.00 Uhr Start des Demonstrationszuges durch die Luisenstraße
14.45 Uhr Charité Mitte, Charitéplatz 1: Kundgebung
15.00 Uhr wir ziehen weiter zum Marburger Bund, Reinhardtstraße 36: Kundgebung
Über die Reinhardstraße zur Friedrichstraße 108
15.30 Uhr Kundgebung am Bundesministerium für Gesundheit, Friedrichstraße 108
Weiter geht’s: Friedrichstraße --> Unter den Linden --> Pariser Platz --> Brandenburger Tor --> Ebersstraße --> Scheidemannstraße --> zum Deutschen Bundestag
17:00h Reichstag, Platz der Republik 1: Abschlusskundgebung und Lichter-Aktion
Es solidarisieren sich: ver.di Bundesfachkommission PP/KJP und ver.di PIA-AG; Unterstützung durch die DPtV und den VPP.
Vielleicht kommen ja auch ein paar von euch dazu, die heute nicht arbeiten müssen oder dann schon Feierabend haben, wir würden uns freuen.
Deutschland findet heute (so wie schon die ganze Woche, aber heute in "groß" und bundesweit) eine Demo statt. Diese soll auf den Missstand im
bisherigen Gesetzesentwurf hinweisen, der mit der Ausbildung von
Psychologischen Psychotherapeuten zu tun hat:
In den Ausbildungsbudgets der Kliniken und im Ausgleichsfonds werden
keine Kosten für eine künftige Vergütung der Ausbildungskandidaten zum
Psychologischen Psychotherapeuten vorgesehen.
Psychologische Psychotherapeuten leisten derzeit den größten Teil der
psychotherapeutischen Versorgung von Patienten in Deutschland.
Um Psychologischer Psychotherapeut werden zu können braucht man das abgeschlossene Studium in Psychologie (mindestens 5 Jahre) und zusätzlich eine Vollzeitausbildung, die 3 bis 5 Jahre dauert. Neben dieser Ausbildung eine zweite Stelle anzunehmen ist -insbesondere im ersten Ausbildungsjahr- oft nicht möglich.
Allein die Ausbildungskosten für diese Vollzeitausbildung betragen im
Schnitt etwa 20.000 Euro, hinzu kommen Lebenshaltungskosten, Material-
und Fahrtkosten sowie Sozialversicherungs- bzw. Krankenversicherungsbeiträge in dieser Zeit. In dieser Zeit besteht
außerdem Verdienstausfall.
Laut Psychotherapeutengesetz muss ein Ausbildungskandidat im Rahmen
der Ausbildung mindestens 1,5 Jahre Praktische Tätigkeit in
entsprechenden Kliniken absolvieren.
Oft arbeiten die Ausbildungskandidaten in den Kliniken 1,5 Jahre in
Vollzeit und meist machen sie die gleiche Arbeit wie die
festangestellten Psychotherapeuten.
In der Regel gibt es von den Kliniken -insbesondere in Berlin derzeit dafür jedoch keine oder eine sehr geringe Vergütung (z.B. 200 Euro/Monat brutto).
Folge: Die meisten Ausbildungskandidaten leben unter dem
Sozialhilfesatz und bekommen keine Unterstützung vom Arbeitsamt und
haben keine Zeit, nebenher etwas dazu zu verdienen.
Dies kann mittelfristig die Versorgungssituation extrem
gefährden.und es führt vor allem zu einer (nach dem Studium erneuten) finanziellen "Aussiebung". Um sich in Berlin ausbilden zu lassen braucht man idR entweder hohe finanzielle Unterstützung durch andere oder muss Schulden machen. Faire Vergütung und gleiche Chancen sehen anders aus.
Deswegen ist heute, am 8. Dezember: 4. Streiktag und Großdemo:
13.30 Uhr Charité Mitte, Luisenstr. 64, vor Bettenhochhaus, Versammlung und Kundgebung
14.00 Uhr Start des Demonstrationszuges durch die Luisenstraße
14.45 Uhr Charité Mitte, Charitéplatz 1: Kundgebung
15.00 Uhr wir ziehen weiter zum Marburger Bund, Reinhardtstraße 36: Kundgebung
Über die Reinhardstraße zur Friedrichstraße 108
15.30 Uhr Kundgebung am Bundesministerium für Gesundheit, Friedrichstraße 108
Weiter geht’s: Friedrichstraße --> Unter den Linden --> Pariser Platz --> Brandenburger Tor --> Ebersstraße --> Scheidemannstraße --> zum Deutschen Bundestag
17:00h Reichstag, Platz der Republik 1: Abschlusskundgebung und Lichter-Aktion
Es solidarisieren sich: ver.di Bundesfachkommission PP/KJP und ver.di PIA-AG; Unterstützung durch die DPtV und den VPP.
Vielleicht kommen ja auch ein paar von euch dazu, die heute nicht arbeiten müssen oder dann schon Feierabend haben, wir würden uns freuen.